Beste Chancen für Bad Neuenahr-Mitte und Heppingen
Neue Bahnhaltepunkte an der Ahrtalbahn: Marienthal kämpft um eigenen Halt
Ahrtal. Wie sieht es aus mit der Planung und Umsetzung weiterer Haltepunkte an der Ahrtalbahn? Hier kämpft Rolf Schmitt erneut für Verbesserungen in Marienthal. Sicher scheinen Bad Neuenahr-Mitte und Heppingen. Blick Aktuell hakte erneut nach bei der Pressestelle des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM). Blick Aktuell liegt auch ein Schreiben des Staatssekretärs Michael Hauer an Ahrtal-Tourismus vor.
Von dort ergingen folgende Antworten:
Pressestelle MKUEM: „Wie bereits in unserer letzten Antwort beschieden, dauert die Errichtung von Bahnstationen von der ersten Idee bis zur Realisierung viele Jahre. Derzeit sind in ganz Rheinland-Pfalz 18 Bahnstationsneubauten in Planung. Ebenso ist die Modernisierung von rund 130 Bahnstationen bis 2031 vorgesehen. Dafür haben bereits begonnene Projekte mit einer hohen Bedeutung zunächst Priorität. Im Ahrtal werden derzeit entsprechend die Überlegungen zur Errichtung neuer Haltepunkte in Bad Neuenahr-Mitte und und ein neuer/weiterer Standort in Heppingen vertieft. Hierbei befindet sich das Mobilitätsministerium im Austausch mit dem Zweckverband ZSPNV Nord und der Kommune. Beim letzten Termin hierzu vor zwei Wochen wurde beschlossen, dass hier nun in konkrete Planungen Planungen der Leistungsphasen 1&2 eingestiegen sind. Wegen kursierende Gerüchte, wonach bei der Zählung der Benutzerzahlen Touristen nicht berücksichtigt worden sind, hier nicht bekannt. Stationsprojekte werden werden einer Kosten-Nutzung-Untersuchung unterzogen, die nach einem bundesweit einheitlichen Verfahren (sog. Standardisierte Bewertung) erstellt wird. Fazit: Nach derzeitigem Stand wäre eine zusätzliche technisch möglich. Auf Grund vieler bereits laufender Projekte ist eine zeitnahe Realisierung eines zusätzlichen Haltepunkts an dieser Stelle nicht realistisch. Es handelt sich somit um ein mittelfristiges Projekt.“
Staatssekretär Michael Hauer: Der Staatssekretär bedankt sich „für die ausführliche Darstellung und Ihr großes Engagement für die Region rund um Marienthal. Ihre Anregung zur Errichtung eines eines zusätzliche Haltepunktes auf der Ahrtalbahn nehmen wir mit großem Interesse zur Kenntnis. Wir teilen Ihre Einschätzung, dass die Ahrtalbahn nach ihrer geplanten Wiederinbetriebnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember 2025 eine zentrale Rolle im öffentliche Verkehr des Ahrtals spielen wird. Sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch den Tourismus. Die von Ihnen geschilderten Entwicklungen und Projekte in Marienthal unterstreichen das hohe touristische Potential des Ortes eindrucksvoll.
Grundsätzlich gilt es zu bedenken, dass die Einrichtung neuer Haltepunkte an bestehender Infrastruktur stets einen umfassenden verkehrlichen, betrieblichen und wirtschaftlichen Prüfung unterliegt. Dabei müssen viele Aspekte berücksichtigt werden, unter anderem Fahrzeiten, Taktstabilität, Investitions- und Betriebskosten sowie die langfristige Auslastung und Einbindung an das Gesamtnetz. Der vorgeschlagene Haltepunkt in Marienthal wird derzeit im Rahmen der laufenden Betrachtungen geprüft. Ziel ist es, sorgfältig verkehrliche und infrastrukturelle Auswirkungen zu bewerten und mögliche Potenziale für die Einbindung in das Gesamtkonzept zu identifizieren.“
In Marienthal gab es bis vor einigen Jahrzehnten einen eigenen Bahnhaltpunkt.
WITE
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Heppingen finde ich gut, da die Menschen mit der Verlegung des Haltepunktes Heimersheim einen riesigen Nachteil haben. Anders sehe ich das bei Marienthal und Bad Neuenahr Mitte, da sehe ich keine Vorteile. Selbst wenn man sowas machen würde, würde ich nicht mehr wie einen Bedarfshalt einrichten. Ansonsten kann man die Ahrtalbahn auch zur S Bahn umfunktionieren. So wie bei der Voreifelbahn (S23). Aber dafür fahren nicht genug Menschen auf der Ahrtalbahn mit. Zudem erhöht sich mit jedem Haltepunkt auch die Fahrzeit, was den Zug unattraktiv macht.
"In Marienthal gab es bis vor einigen Jahrzehnten einen eigenen Bahnhaltpunkt."
Dass ein ehemaliger Haltepunkt nicht mehr oder nur unter enormen Kosten wieder eingerichtet werden kann, zeigt sich exemplarisch daran, dass bei der teuren Ahrtalbahn-Modernisierung viele Mio € Steuermittel in eine überflüssige Elektrifizierung flossen, die jetzt für Sinnvolleres fehlen.