Rot-Weiß Queckenberg - SC Villip II
Das letzte Aufgebot rettet einen Punkt
Queckenberg. Das letzte Nachholspiel auf dem fußballverrückten Mount Queck stand unter keinem guten Stern. Zu frisch waren noch die Wunden und negativen Erinnerungen bei allen Spielern, Verantwortlichen und Fans an die blamable Vorstellung in Fritzdorf. Dennoch bzw. jetzt erst recht schworen sich die Queckenberger auf das bevorstehende Match ein und versprachen ihren treuen Anhängern Wiedergutmachung für die peinliche 4:5-Pleite vom vergangenen Sonntag. Gezeichnet von den hohen Belastungen der zurückliegenden englischen Wochen (13 Spiele in 52 Tagen) und dem dadurch extrem ausgedünnten Kader stellte sich die Mannschaft praktisch von allein auf.
Ein großes Lob gilt vor allem Muhammet Gümüs: Der gelernte Mittelfeldstratege erledigte an diesem Abend einen großartigen Job zwischen den Pfosten für die etatmäßigen jedoch krankheits- bzw. arbeitsbedingt abwesenden Torhüter. Mit dem SC Villip II stellte sich ein Gegner auf dem schönsten Fußballberg Deutschlands vor, der mit allen Abwassern dieser Erde gewaschen war! „Höhepunkte“ waren zwei vorsätzlich herbeigeführte Verletzungen bei den Rot-Weißen durch Ellbogenchecks, die zwar jeweils keinen Platzverweis zur Folge hatten, dafür aber in unqualifizierten Bemerkungen des Gästetrainers gipfelten.
Der ohnehin schon gerupfte RWQ-Kader verliert durch dieses unnötige, grob unsportliche Verhalten der SC-Reserve mit Dawid Wisniewski und Stefan Frank (Gehirnerschütterung) wohl zwei weitere Leistungsträger auf unbestimmte Zeit. Auf eine Entschuldigung nach Spielende wartete man auf Queckenberger Seite übrigens vergebens! Das zwischenzeitliche 1:0 besorgte Käpt`n Jean Mundorf höchstpersönlich im Zusammenspiel mit Wisniewski, der zu diesem Zeitpunkt (23.) noch für den gewohnten Angriffswirbel sorgen durfte. Angesichts der guten spielerischen Vorstellung im ersten Durchgang ging die Halbzeitführung absolut in Ordnung, fiel vielleicht sogar um ein Tor zu niedrig aus. Leider verfiel der Gastgeber nach Wiederanpfiff in die alten (Fritzdorfer) Strickmuster, ließ dem Gegner zu viele Freiheiten und dieser bedankte sich für die Lethargie im Queckenberger Spiel in der 65. Minute schließlich mit dem Ausgleich. Kämpferisch und moralisch konnte man allen 14 Queckies keinen Vorwurf machen. Allerdings lähmten die Strapazen der letzten Wochen zunehmend sowohl die physischen als auch psychischen Kräfte. Bezeichnend für den momentanen Zustand der Mannschaft waren die Bilder um Abwehrass Patrick Haas in den letzten Spielminuten: Geschüttelt von Krämpfen wurde er vom Spielfeld getragen.
Da das Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt bereits erschöpft war, sehnte man den Schlusspfiff herbei, um diesen einen teuer erkämpften Punkt auf der Habenseite verbuchen zu können. Aufstellung: Gümüs - Haas, Uygur, Wyrzykowsky - Geimer, D. Declair, Raffino, St. Frank, Nordt - Mundorf - Wisniewski, Verstärkung: Abeling, Kurek, Themel, Eiserne Reserve: Weber
