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Cheerleading-Nationalmannschaft flog zur Weltmeisterschaft nach Orlando/Florida

Deutsches Team errang Weltmeister-Titel gegen zwölf weitere Nationen

Sarah Urmetzer aus Mülheim-Kärlich gehörte mit zum Team

11.07.2018 - 12:49

Mülheim-Kärlich. Die aus Mülheim-Kärlich stammende 25-jährige Sarah Urmetzer ist in Orlando Weltmeisterin im Cheerleading geworden.

Über das Leistungsturnen beim TV Mülheim kam Sarah Urmetzer 2008 mit 14 Jahren zum Cheerleading. Die CheerForce, die Cheerleading Abteilung der CTG Koblenz, wurde ab diesem Zeitpunkt zu ihrer sportlichen Heimat. Seitdem trainiert sie mit ihrem Team mindestens dreimal in der Woche bis zu drei Stunden in den unterschiedlichsten Hallen in Koblenz, um an regionalen, deutschen und auch internationalen Meisterschaften teilzunehmen. So konnten auch einige Erfolge und Titel in dieser Sportart gefeiert werden, die Elemente aus Bodenturnen, Akrobatik und Tanz verbindet und nichts mit den bekannten „Puschengirls“ beim American Football zu tun hat. Mittlerweile hat Sarah bereits an vier Europameisterschaften und sechs Weltmeisterschaften teilgenommen.

Aufregend war vor allem die Anreise zur ersten Weltmeisterschaft 2010 in Orlando, weil der eigentliche Flug durch den Ausbruch des isländischen Vulkans „Eyjafjallajökull“ gecancelt wurde. Doch das CheerForce Team, welches als Deutscher Meister ihr Land bei der WM vertreten sollte, gab nicht auf und machte mit einigen kleinen Darbietungen am Flughafen auf ihre missliche Lage aufmerksam. Darüber wurde auch damals in diversen Nachrichtensendungen berichtet. So erreichten sie, dass sie einen Tag später doch noch nach Florida fliegen konnten und wurden für die ganze Aufregung mit der Bronzemedaille belohnt.

Seit einigen Jahren wird Deutschland auf den Weltmeisterschaften nicht mehr von den amtierenden deutschen Meistern, sondern, wie im Fußball, von einer Nationalmannschaft vertreten. Um in den deutschen Nationalkader aufgenommen zu werden, muss man sich per Video bewerben und anschließend bei einem Try Out sein Können unter Beweis stellen.

So hat sich Sarah mit ihrem „Groupstunt“, indem sie mit Kristin und Ricarda ihren Flyer Leonie durch die Luft wirbelt, im August letzten Jahres beworben und sie konnten auch beim Probetraining Ende September überzeugen.

Nun begann die intensive Vorbereitung auf dieses aufregende Event, das jedes Jahr in Orlando im Disneyworld stattfindet. Der Groupstunt trainierte fleißig neben dem CheerForce-Teamtraining, sodass die Mädchen teilweise sechsmal in der Woche in der Halle standen. Dazu kamen fünf weitere Trainingswochenenden in ganz Deutschland mit dem Nationalteam. Dieses bestand aus insgesamt 27 jungen Girls aus den verschiedensten Ecken Deutschlands.

Endlich ging es dann los über den Großen Teich. In Orlando stand dann jeden Tag ein vierstündiges Training auf dem Programm, um bestmöglich vorbereitet bei der ICU Weltmeisterschaft an den Start zu gehen. In der Kategorie „Senior All Girl Elite“ traten in der Vorrunde neben Deutschland zwölf weitere Nationen gegeneinander an. Die deutschen Girls präsentierten eine fehlerfreie Darbietung und erzielten die höchste Vornote aller Teams.

Dies galt es jetzt auch beim großen Finale am nächsten Tag zu bestätigen, doch die Konkurrenz aus der ganzen Welt war groß. Aber die Germany-Girls präsentierten eine ebenso starke Leistung wie schon am Vortag und so holten sie sich vor Neuseeland und Chile den Weltmeistertitel. Die Freude war grenzenlos. Da das ganze Event über einen Livestream im Internet mitverfolgt werden konnte, war die Familie zuhause in Deutschland nahezu live dabei. Mama Maria, Papa Konny, Elli sowie ihre Geschwister Lisa und Niklas fieberten natürlich mit und freuten sich riesig mit Sarah über diesen tollen Erfolg, der unvergesslich bleibt.

Leider steht Cheerleading nicht im Sportfokus in Deutschland und wird somit finanziell nur sehr begrenzt unterstützt. So musste Sarah (unterstützt durch ihre Familie) insgesamt mehr als 2.000 Euro für Flüge, Unterkunft und so weiter aufwenden, um sich diesen sportlichen Traum erfüllen zu können. Ob dies auch im nächsten Jahr möglich wird, hängt für die vier Mädels, welche mitten in Studium und Ausbildung stecken, von Zuschüssen und Sponsoren ab. Hoffnungsvoll trainiert der Groupstunt mit dem Ziel WM 2019 fleißig weiter.

Wer sich einen Eindruck über den diesjährigen Auftritt in Orlando und die Qualität dieser Sportart machen möchte, findet dies unter www.cheerunion.org oder auch auf youtube unter: https://www.youtube.com/watch?v=ivAgCsO10r0

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Kommentare
Uwe Klasen :
Zitat Jörg Zschimmer: "...aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben..." --- Noch unterirdischer kann ein Mensch kaum Argumentieren. Die Vertreter, Befürworter und Anhänger der sogenannten Energiewende und des, angeblich durch den Menschen verursachten, Klimawandels agieren fast wie Sektierer, Gegenargumente werden Bestenfalls angehört aber Abgelehnt!
Jörg Zschimmer:
Im Gegensatz zur zum Beispiel Braunkohlesubvention, werden die genannten Vereine nicht subventioniert. Das CO2 zur Photosynthese wichtig ist, ist nur bis zu bestimmten Konzentrationen richtig, danach geh der Ertrag rabide zurück - aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben...
Uwe Klasen :
Die Subventionsabgreifer und unsozialen Energieverteurer diskutieren wohl darüber wie sie die Verbraucher noch mehr schröpfen können! P.S. Kohlenstoffdioxid ist elementar Wichtig für die Photosynthese!
Uwe Klasen :
Ein Termin an einem Wochenende wäre vielleicht von Vorteil gewesen, so sind Berufstätige Radfahrer im Nachteil und gerade deren Erfahrungen und Kenntnisse könnten zusätzliche Informationen erbringen.
juergen mueller:
Das weiss man längst,dass die Stadt auf Radfahrer nicht eingestellt ist u.sich als TOP-Stadt mit der höchsten Arbeitsdichte in Rhld-Pfalz,damit verbunden eine Verkehrsdichte,Tendenz steigend,die mit der vielgepriesenen Attraktivität u.einer positiven Wahrnehmung nicht mehr viel gemein hat ... u.das Ende der Gier nach noch mehr Arbeitsplätzen ist nicht abzusehen, im Gegenteil.Dafür muss ein Stadtteil wie RÜBENACH bluten unter der Last einer unzumutbaren Verkehrsdichte mit all ihren negativen Folgen,auch gesundheitliche u.einem Entzug von Freizeit-/Erholungswert durch Flächennachfrage zur weiteren Ansiedlung von Gewerbe u.Industrie.Die neue Pfaffendorfer Brücke wird "natürlich mit einem breiten Radweg ausgestattet?" Ja,weiss man ebenfalls - mit unzureichenden 30 cm!Dieser angelaufene Paradigmenwechsel (besonders wichtig gehaltene Entwicklungen,Umbrüche) hat sich damit spätestens erledigt.Die Politik hat halt die Macht Vertrautheit zu zerstören.
Olaf Erdmann:
Der sich rsant vollziehende Wandel in unserer Gesellschaft ist weder eine Laune noch Verlust von Pietät, sondern Teil des Gesamtgesellschaftslichen Veränderungsprozesses. Friedhöfe z.B. markieren für mich die unüberbrückbare Linie zwischen "Sein und Nichtsein", zwischen "Leben und Tod", zwischen "Zeit und Ewigkeit". Alle Menschen kennen diese Grenze, die das Leben vom Tod, die die Lebenden von den Toten trennt und deutlich unterscheidet. Ein offener Dialog in unserer Gesellschaft zu diesem Thema ist daher ein hohes GUT.
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