Lokalsport | 04.06.2025

Achter mit Jonas Wiesen zeigt starkes Potenzial für Weltcup

Deutschlandachter verpasst EM-Medaille knapp

Der nacholympische, neu formierte Deutschlandachter, mit Steuermann Jonas Wiesen (2.v.r.) verpasst die Bronzemedaille mit nur 29 hundertstel Sekunden. Foto: Michael Hippert

Treis-Karden. Bei den Ruder-Europameisterschaften im bulgarischen Plovdiv gingen im Wettbewerb der Achter sieben Mannschaften an den Start. Jonas Wiesen von der Rudergesellschaft Treis-Karden übernahm im deutschen Boot, dem „Deutschlandachter“, die Steuerseile. Nach zwei Vorläufen qualifizierten sich die sechs zeitschnellsten Boote für das Finale. Der neu formierte deutsche Achter zeigte dabei eine starke Vorstellung:

In seinem Vorlauf setzte sich das Team vor Großbritannien, Rumänien und der Ukraine durch und stellte mit einer Zeit von 5:18,79 Minuten einen neuen europäischen Rekord auf. Im zweiten Vorlauf siegte die Niederlande in 5:24,04 Minuten vor Italien und Polen. Die Ukraine erreichte die langsamste Zeit und verpasste somit das Finale.

Im Endlauf lag der deutsche Achter lange auf dem dritten Platz hinter den Niederlanden und Großbritannien, die ihre Boote souverän führten. Im Schlussspurt kam die italienische Mannschaft stark auf und schob sich auf der Ziellinie noch vor das deutsche Boot. Den Sieg sicherte sich Großbritannien knapp vor der Niederlande – in der gleichen Reihenfolge wie bei der olympischen Regatta in Paris.

Trotz des Rekords im Vorlauf endete das Rennen für den deutschen Achter, trainiert von Sabine Tschäge und Mark Emke, mit dem undankbaren vierten Platz – eine bittere Enttäuschung nach der vielversprechenden Vorrunde. Dennoch bleibt das Potential für weitere Spitzenleistungen erkennbar. Die kommenden Weltcuprennen in Varese und Luzern dürften entsprechend mit Spannung erwartet werden. BA

Der nacholympische, neu formierte Deutschlandachter, mit Steuermann Jonas Wiesen (2.v.r.) verpasst die Bronzemedaille mit nur 29 hundertstel Sekunden. Foto: Michael Hippert

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