Fußball-Rheinlandliga: SG 99 Andernach – VfB Linz 3:4 (2:3).
Die Becker-Elf ist voll im Soll
Andernach. 20 Punkte und Platz fünf – der VfB Linz ist nach dem 4:3 (3:2)-Auswärtssieg bei der SG 99 Andernach in der Fußball-Rheinlandliga voll im Soll. In einer spannenden und hektischen Partie verbuchten die Gäste einen optimalen Start. In der 18. Minute stand Tobias Schmitz richtig und markierte die 1:0-Führung. Auf 2:0 erhöhte Eray Kizilkan (29.), der nach einem Freistoß von Fabian Weber am höchsten stieg und per Kopfball einnetzte. Danach stellte der Andernacher Trainer Franz-Josef Kowalski um, setzte auf Offensive und hatte damit schnell Erfolg. Kim Kossmann bediente Hakan Külahcioglu (31.), der den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Sehenswert war der 30-Meter-Distanz-Schuss von Jan Hawel (34.) zum 2:2-Ausgleich. Die Freude währte aber bei der SG 99 nicht lange. Kurz vor dem Pausenpfiff gingen die Linzer durch Weber (44.) mit 3:2 in Front. Nach der Pause dominierten zunächst die Platzherren und markierten durch Kim Kossmann (62.), der mit einem Sonntagsschuss traf, den 3:3-Ausgleich. Fünf Minuten später hatte Külahcioglu sogar erstmals den Führungstreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch an VfB-Keeper Lothar Hilkes und einem Linzer Verteidiger, der den Schuss auf der Torlinie abwehrte. Es entwickelte sich eine offene Schlussphase mit besserem Ende für die Linzer. Nicolas Kyrion (80.) war es, der mit einem tollen 20-Meter-Distanzschuss den nicht unverdienten 4:3-Treffer markierte. „20 Punkte sind mehr, als wir erhofft haben. Damit haben wir uns ein gutes Polster verschafft“, betonte VfB-Coach Becker, der aber auch Kritik parat hatte: „In der zweiten Halbzeit haben wir es lange überhaupt nicht gut gemacht, aber insgesamt waren wir einen Treffer besser.“ SG-Trainer Kowalski sah es ähnlich: „Letztendlich ist die Niederlage auch verdient. Linz war spielerisch besser als wir.“
Vorschau: Die Gelegenheit den fünften Tabellenplatz zu festigen, erhält der VfB Linz am Samstag um 17 Uhr, wenn der Aufsteiger und Tabellennachbar SG Hochwald Zerf auf dem Kaiserberg zu Gast ist. Der Klassenneuling hat sich bisher hervorragend geschlagen und kann im Fall eines Sieges die Linzer in der Tabelle überholen.
VfB Linz: Hilkes, Aslan (68. Kastert), Dillmann (63. Manuel Rott), Schmitz (63. Friese), Y. Becker, Focke, Weber, E. Becker, Kizilkan, Kyrion, Böckimg. Schiedsrichter: Joel Macziek (Klingelbach). Zuschauer: 100. Torfolge: 0:1 Tobias Schmitz (18.), 0:2 Eray Kizilkan (29.), 1:2 Hakan Külahcioglu (31.), 2:2 Jan Hawel (34.), 2:3 Fabian Weber (44.), 3:3 Kim Kossmann (62.), 3:4 Nicolas Kyrion (80.). LS
