Lokalsport | 05.01.2026

Zum 52. Mal stand die Stadtmeisterschaft auf dem Programm

Die Rangordnung ist wieder hergestellt

Die lange Leidenszeit hat ein Ende: Bezirksligist TuS Mayen sicherte sich den Titel bei der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Fotos: SK

Mayen. Die Rangordnung ist wieder hergestellt:

Der in der Bezirksliga Mitte beheimatete TuS Mayen sicherte sich zum ersten Mal nach 2023 und 2024 die prestigeträchtige Stadtmeisterschaft im Hallenfußball.

Im vergangenen Jahr siegte die eigene Reserve (Kreisliga B), weitere zwölf Monate zuvor hatte B-Ligist TuS Hausen die Oberhand behalten. 1300 Zuschauer an den vier Turniertagen (zum Auftakt hatten sich die Alten Herren des TuS Mayen die Krone aufgesetzt) sorgten im „Hexenkessel Realschulhalle“ (die Burghalle war wegen Renovierungsarbeiten geschlossen) für eine prickelnde Atmosphäre, jede Menge Spannung und großen Nervenkitzel.

Die sechs teilnehmenden Mannschaften (neben den beiden Vertretungen aus Mayen und Hausen noch die SG Alzheim/Kürrenberg und die SG Mayen/Monreal) lieferten sich hitzige Duelle, die drei Schiedsrichter Ronny Jäckel, Horst Setzepfandt und Christian Hollmann hatten alle Hände voll zu tun, um die Gemüter zu beruhigen.

Gespielt wurde nach dem Modus „Jeder gegen jeden“ mit Hin- und Rückrunde, so dass an den drei Turniertagen insgesamt 30 Partien auf dem Plan standen. Sowohl B-Ligist TuS Hausen als auch C-Ligist TuS Hausen II konnten den großen Favoriten TuS Mayen in der Hinrunde sogar bezwingen. Die Reserve aus Hausen gewann gegen den drei Klassen höher angesiedelten Konkurrenten mit 2:0, die erste Garnitur setzte sich im abschließenden Spiel des ersten Tages mit 1:0 durch. Der TuS Mayen lag zu diesem Zeitpunkt nur auf dem dritten Platz.

Im weiteren Verlauf patzte Hausen sowohl gegen die SG Alzheim/Kürrenberg als auch gegen Vorjahressieger TuS Mayen II (jeweils 1:1). Die zweite Mannschaft des TuS Hausen ließ im vereinsinternen Duell gegen die Erstvertretung beim 0:2 wertvolle Punkte liegen. Mayen hingegen hielt sich mit drei Siegen in drei Begegnungen Partien schadlos und sprang an die Spitze. Der Finaltag hätte eine erneute Wende bringen können, da die direkten Duelle der beiden Hausener Teams gegen Mayen auf dem Programm standen. Zuerst unterlag Hausen II mit 0:1 und war damit aus dem Rennen.

Im 30. und letzten Spiel hätte sich der TuS Hausen mit einem Sieg über den Bezirksligisten die Krone aufsetzen können, doch Mayens Kapitän Tim Oliver Gilles machte diesen Traum durch seinen Treffer zwei Minuten vor Schluss zunichte. „Aufgrund der Tabellensituation waren wir unter Zugzwang. Wir hatten beim Stand von 0:0 zwei gute Möglichkeiten, um in Führung zu gehen. Leider haben wir keine davon genutzt“, ärgerte sich der Hausener Trainer Dominik Ihle. Sein Gegenüber hatte in der Vorrunde als Spieler des TuS Mayen II die Rote Karte gesehen und musste die Entscheidung von der Tribüne aus verfolgen. „Die kleinen Handballtore und die Tatsache, dass ohne Bande gespielt wurde, machte es den anderen Mannschaften einfacher, gegen uns als Favoriten zu bestehen. Letztlich macht aber gerade dieser Modus den Reiz der Stadtmeisterschaft aus“, erklärte Mayens Übungsleiter Marc Steil. „Wir mussten uns mächtig strecken, verdient ist der Turniersieg aber allemal.“

Für Steil nahm der neue Sportliche Leiter auf der Bank Platz. „Ich habe mir erzählen lassen, dass es auch vor 40 Jahren schon so zur Sache gegangen ist. Dem ist nichts hinzuzufügen“, atmete Niko Foroutan auf. „Nach zwei erfolglosen Jahren freuen wir uns über den Titel und einen gelungenen Jahresabschluss.“ Die Reserve des TuS Hausen stellte mit David Rudak nicht nur den Torschützenkönig (sechs Tore), sondern mit Robin Henn auch den besten Schlussmann der intensiven Stadtmeisterschaft.

Für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung hatte der TuS Hausen gesorgt. Der Vorsitzende Werner Grosse, seit sage und schreibe 33 Jahren im Amt, konnte 60 Helfer um sich versammeln. Der Klub hat mittlerweile über 600 Mitglieder, die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. 16 Jugend- und drei Seniorenteams stehen im Spielbetrieb. Für 265.000 Euro wurden durch Fördermittel und Unterstützung durch die Stadt Mayen drei Kleinspielfelder errichtet. „Wir hatten am ersten Tag 200, am zweiten und dritten jeweils 350 und am Abschlusstag 400 Leute in der Realschulhalle. Es dürfte also ein wenig gerappelt haben in der Vereinskasse“, zog Grosse ein positives Fazit. „Wir haben alles richtig gemacht, nur im Finale kein Tor gezielt.“ SK

An allen vier Tagen war die Realschulhalle voll besetzt.

An allen vier Tagen war die Realschulhalle voll besetzt.

Der TuS Hausen um seinen Vorsitzenden Werner Grosse war ein perfekter Gastgeber.

Der TuS Hausen um seinen Vorsitzenden Werner Grosse war ein perfekter Gastgeber.

Die lange Leidenszeit hat ein Ende: Bezirksligist TuS Mayen sicherte sich den Titel bei der Stadtmeisterschaft im Hallenfußball. Fotos: SK

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