SV Rot-Weiß Queckenberg
Die zwei Gesichter des RWQ…
Gegen den 1. FC Südstadt gab es einen Sturmlauf, gegen Godesberg das Gegenteil
Rheinbach. Als der RWQ zum letzten Nachholspiel des vergangenen Jahres nach Bonn fuhr, präsentierte sich gegen den gastgebenden 1. FC Südstadt II eine Mannschaft, die von Anbeginn ihr Heil in der Offensive suchte. Die Becker-Schorn-Flügelzange trieb ohne Pause das Spielgerät gen Südstadtgehäuse. Trotz der hoch überlegenen Spielweise boten sich bis auf einen Abeling-Kopfball wenige zwingende Torchancen. Als zu allem Überfluss in der 25. Minute einer der wenigen, zaghaften Konter zur überraschenden Führung der Südstädter führte, verschärfte der RWQ das Tempo und die Situation vor dem Bonner Kasten glich immer mehr einem Dauerbelagerungszustand. Nach dem Seitenwechsel brachten die Trainer für den völlig erschöpften Becker mit Nordt die zuverlässige Allzweckwaffe auf der Außenposition. Der Queckenberger MAN-Sturm (Mundorf, Abeling, Nordt) rollte jetzt ähnlich kraftvoll über die Bonner Asche wie die gleichnamige bayrische Lkw-Schmiede über die deutschen Autobahnen. Man erspielte sich Chancen für drei Partien. Doch erst in der 60. Minute stieg Abeling nach präziser Mundorf-Eingabe in den Bonner Abendhimmel und beförderte mit einem wuchtigen Kopfstoß Ball, Torwart und Verteidiger ins gegnerische Netz. Doch mit dem hoch verdienten Ausgleich gaben sich weder die Trainer noch die weiter aufopferungsvoll kämpfende Mannschaft zufrieden. Der frische Geimer brachte über die rechte Seite nochmals viel Schwung in die Offensivaktionen und belohnte sich und alle Queckies nach erneuter Mundorf-Vorarbeit zehn Minuten vor Spielende mit dem erlösenden Führungs- und letztendlich auch Siegtreffer. Nachdem man in der Bundesstadt den ersten Sieg im Jahre 2013 perfekt gemacht hatte, wollte man diesen unbedingt mit dem zweiten Dreier in Folge daheim auf dem höchsten Fußballgipfel der Kreisliga D gegen den Godesberger FV III veredeln. Der Gegner reist mit einer Weltauswahl zum Mount Queck, in dessen Reihen so klangvolle Namen wie Django, Döner oder Nummer Neun aufliefen. Damit sind eigentlich auch alle Höhepunkte einer niveauarmen Partie geschildert. Denn um es vorweg zu nehmen: Nach der mit Abstand schlechtesten Saisonleistung endete die Begegnung leistungsgerecht 0:0. Als in der 55. Minute der Gast für eine (Blackout)-Sekunde zwei Torhüter auf dem Platz hatte, entschied der souveräne Spielleiter Heinrich Harzem zu Recht auf Handelfmeter für den RWQ. Doch selbst die Gelegenheit schmiss Queckenberg in Person des sonst souveränen Schützen Jean Mundorf förmlich weg. Obwohl der Spielfluss über die gesamte Distanz erheblich gestört war, kamen die Rot-Weißen zu guten Einschussmöglichkeiten, vergaben diese jedoch genauso kläglich wie den Elfer. Leider verletzte sich in der Nachspielzeit Torhüter Gerhard schwerer als zunächst angenommen, sodass die ohnehin blasse Vorstellung weiter getrübt wurde. Zu den nächsten beiden Heimspielen erwartet der RWQ den Tabellendritten aus Altendorf-Ersdorf, am Sonntag steigt das brisante Derby gegen TuRa Oberdrees III.
Aufstellung der Queckenberger
Gerhard, Haas, Rücker, Buchwald, Wyrzykowski, Schorn, Nordt, St. Frank, Becker, D. Declair, Abeling, Geimer, Uygur, Mundorf, Raffino, Roitzheim.
