Lokalsport | 29.02.2016, 15:07 Uhr

Viertelfinale des Kreispokals

Diese Hürde war noch zu hoch

Die SG Franken/Königsfeld konnte den Klassenunterschied nicht wettmachen

Die Frankener Spieler können ihren Gegnern oft nur hinterher laufen. Wolf Eggers, Sinzig-Franken
19

Sinzig/Franken. Eigentlich war alles perfekt vorbereitet für ein großes Fußballfest. Die Ansetzung der Viertelfinalbegegnung im Kreispokal zwischen der SG Franken/Königsfeld und dem SV Gering-Kollig auf den abendlichen Samstagstermin um 18.30 Uhr ins Sinziger Stadion mit seiner Flutlicht-Ausleuchtung versprach echte Pokal-Stimmung - mit seinem Ambiente und der ungewöhnlich großen Zahl von Zuschauern und Fans. Dass mit Ende des Spiels der Traum vom Weiterkommen im Pokal beendet war, müssen sich die Spieler aus Franken nun wirklich nicht vorwerfen lassen. Sie haben aufopferungsvoll gekämpft, aber der Gegner war einfach zu stark und der Klassenunterschied deutlich spürbar. Nicht umsonst steht der SV Gering-Kollig auf Tabellenplatz 1 der Kreisliga A.

Mit viel Elan gestartet

Die Frankener begannen das Spiel, wie man es von ihnen gewohnt ist - mit großem Elan und viel Druck nach vorne, diesmal aber leider ohne durchschlagende Wirkung. Es zeigte sich schnell, mit welchem Kaliber man es beim SV Gering-Kollig, dem Tabellenführer der Kreisliga A, zu tun hatte. 20 Minuten lang wogte das Spiel recht ausgeglichen hin und her, ohne dass sich eine der Mannschaften entscheidende Vorteile erspielen konnte. Dann aber begann sich die Klasse der gegnerischen Spieler immer deutlicher durchzusetzen und die Frankener gerieten immer mehr unter Druck. Die Überlegenheit des SV hinsichtlich individueller spielerischer Klasse, perfektem Funktionieren und Ineinandergreifen der einzelnen Mannschaftsteile zeigte sich nun allzu deutlich. Vor allem aber waren es die blitzschnellen Läufe über die Flügel, die höchste Gefahr brachten und denen die Frankener nicht folgen konnten. Da hat man einfach keine Chance, den Gegenspieler zu stellen, wenn dieser so eindeutig schneller ist. Schließlich war es nur eine Frage der Zeit, wie lange die Frankener diesem Druck noch standhalten konnten. Und in dieser Logik war es dann auch keine Überraschung, dass in der 30. Spielminute Franken mit dem 0:1 durch Niclas Lohn in Rückstand geriet. Als die Gäste dann schon zwei Minuten nach dem Führungstreffer auf 0:2 erhöhen konnten, durfte man durchaus ein sich anbahnendes Debakel befürchten. Dann allerdings hätte man die Frankener Mannschaft völlig falsch eingeschätzt. Erstaunlicherweise ging nun ein Ruck durch die Mannschaft. Es war zu spüren, dass die Spieler sich - jetzt erst recht - gegen diese Niederlage stemmten, und mit der Einwechslung von Alexander Kalyta in der 42. Minute richtete sich das Spiel der Frankener auch wieder deutlich offensiver aus.

Weitere Tore verhindert

Zwar gelang es dem Gegner zu Beginn der 2. Halbzeit recht schnell, mit seinem dritten Treffer auf 0:3 zu erhöhen (53. Minute), die Mannschaft um Trainer Gratzki gab sich aber nie auf. Im Gegenteil, sie hatte nun ihre stärkste Phase und konnte weitere Torerfolge des Gegners sicher verhindern, spielte sich sogar selbst die eine und andere Chance auf einen Torerfolg heraus, wurde am Ende aber für ihren bedingungslosen Einsatz nicht belohnt. Nun wurde dieses Spiel zwar deutlich verloren und man musste sich aus dem Pokalwettbewerb verabschieden, kann das aber mit hoch erhobenem Haupte tun. Das Auftreten der Mannen aus Franken und Königsfeld in diesem Pokal-Wettbewerb war jedenfalls ohne Tadel und verdient volle Anerkennung.

Die Spieler: 1 Lukas Beinfohr, 3 Daniel Kleefuß, 5 Clemens Kelter, 6 Daniel Wulff, 7 Dominik Galle, 9 Bilbil Krasniqi, 11 Parick Beutgen, 12 Markus Huhn, 13 Niklas Waldbröhl, 18 Christian Hammer, 19 Mario Trelles-Vasquez. Wechsel: 10 Alexanter Kalyta (42.min für Niklas Waldbröhl), 8 Shkelzen Berisha (74. Minute für Bilbil Krasniqi), 14 Artur Geld (79. Minute für Partick Beutgen).

Die Frankener Spieler können ihren Gegnern oft nur hinterher laufen. Foto: Wolf Eggers, Sinzig-Franken

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Ralf Schweiss
Titel-Anzeige
Anzeige
70 Jahre Spielmannszug
Bestellung Nr.: 4300003040-W100-606  / Kampagne Rheinschiene, KW 30-51
Empfohlene Artikel
Team Chef Matthias Unger (v.li.) Edoardo Bugane, Sven Markert und Yannick Fübrich sicherten dem Team von Adrenalin Motorsport die NLS-Meisterschaft 2026.Foto: BURG
84

Nürburg. Spektakulärer Saisonabschluss in der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS): Bei der 2. NLS-Sportwarte-Trophy bescherte die Nordschleife den Akteuren und Fans während des vierstündigen Rennens nahezu perfekte goldene Oktoberstunden. Doch nicht nur die herbstliche Landschaft sorgte für glänzende Momente auch auf der Strecke wurden spannende Entscheidungen ausgefochten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Strecke ab der Ortslage Poltersdorf in Richtung KVP Senhals im Verlauf der B 49. Foto: LBM
3717

Arbeiten an wichtiger Verkehrsverbindung an der Mosel

Ab November: B49 wird im großen Stil saniert

Senhals/Poltersdorf. Ab dem 9. November 2026 wird die B 49 zwischen dem Kreisverkehrsplatz (KVP) Senhals und der Ortslage Poltersdorf auf einer Länge von rd. 5,3 km umfassend saniert. Die Arbeiten dienen insbesondere dem dauerhaften Substanzerhalt dieser wichtigen Verkehrsverbindung entlang der Mosel.

Weiterlesen

Beschädigungen am Rückhaltebecken. Foto: Stadtverwaltung / Jörg Beier
2088

Zudem wurde eine Menge Müll im Becken zurückgelassen

Ahrtal: Hochwasserrückhaltebecken in Gimmigen von Unbekannten beschädigt

Bei einer regelmäßigen Kontrolle wurde vergangene Woche am Bauwerk des Hochwasserrückhaltebeckens in Gimmigen festgestellt, dass unbekannte Personen dort durch Befahrung mit Rädern starke Beschädigungen verursacht haben. Durch die Umlagerung von Erdreich wurde erheblich in das Deichbauwerk eingegriffen, sodass eine Furche entstanden ist. Zudem wurde eine erhebliche Menge Müll im Becken zurückgelassen.

Weiterlesen