Bilanz des Schachclub Brohltal Weibern

Ein Denksport für alle Altersgruppen

Ein Denksport für alle Altersgruppen

Bei der Ehrung der Vereinsmeister mit dabei (hinten v.l.) Fabian Kutzner, Manfred Nett, Werner Fleischhauer, Erwin See, Wolfgang Kutzner und Mike Kutzner sowie (vorne v.l.) Mathias Koslowski, Arno Hartmann, Beata Dedenbach und Richard Budzynski. Foto: Hans-Josef Schneider (k-hjsschach)

28.05.2018 - 15:20

Brohltal-Weibern. Das war 1998: Mathias Koslowski aus Kempenich-Engeln wurde im zarten Alter von zehn Lenzen Schach-Rheinlandmeister in der Altersstufe U 11. In St. Goar schaltete er die Konkurrenz aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz aus und sicherte sich nach der Krone auf der Ebene des Bezirks Rhein-Ahr-Mosel auch den Verbands-Titel.Zu der Zeit hatte Mathias schon längst die ersten zaghaften Schritte zur Erlernung des königlichen Spiels hinter sich, denn mit zarten fünfeinhalb Jahren eignete er sich in Kursen und mit entsprechender Anleitung durch den Vater, der dem Schachspiel seit jeher frönt, das nötige Fachwissen an, schloss sich dem Schachclub Brohltal-Weibern an und spielte dort schon seit drei Jahren in einer Mannschaft. Jetzt, 20 Jahre später, ist Mathias Koslowski Vorsitzender des Schachclubs Brohltal Weibern, und das schon seit 2012. Der 30-Jährige ist Stammspieler in der ersten Mannschaft, die in der Bezirksklasse, der höchsten Liga im Schachbezirk Rhein-Ahr-Mosel nur einen Punkt hinter dem Vizemeister den dritten Platz belegte, und er wurde Brettmeister (Brett 5) wie sein Mannschaftskamerad Pietro Gaudenti aus Niederzissen (Brett 4).



Stärkung der Basis


Das Beispiel des jungen Vereinschefs könnte beispielhaft sein für junge Leute aus dem Brohltal. Das jedenfalls hat sich das SC-Führungsteam auf die Fahnen geschrieben: Mit einer groß angelegten Werbeaktion will man die Basis stärken und dabei vor allem auf den Nachwuchs setzen. In früheren Zeiten kümmerte sich Egon Bender aus Hausten um die Jugendarbeit, über 20 Jahre war er bemüht, junge Leute an das Schachspiel heranzuführen, machte aber immer wieder die schmerzliche Erfahrung, dass kaum jemand über einen längeren Zeitpunkt bei der Stange blieb „Die meisten haben keine Zeit, weil sie noch mit anderen Dingen befasst sind“, hörte man ihn oft sagen. „Die spielen Handball oder Fußball oder sind in anderen Verein aktiv, da bleibt für Schach keine Zeit.“ Vor einem Jahr erklärte sich der 2. Vorsitzende Wolfgang Kutzner aus Staffel bereit, sich der Jugendarbeit zu widmen. Das kommt nicht von ungefähr, ist doch Kutzner nicht nur der Spielstärke nach hinter Gaudenti die Nummer zwei im Verein, mit ihm zusammen sind auch sein Sohn Mike und sein Enkel Fabian (15 Jahre) passionierte Schachspieler. Geplant ist es, dass sich Kutzner mit der Grundschule in Kempenich kurz schließt. Mit Noah van Veen und Max Deuster sind bereits zwei Grundschüler aus Kempenich mit von der Partie. Alexander Meid aus Wollscheid hat ebenfalls Interesse gezeigt. „Wir wollen besonders die Jugend fördern und haben das Ziel, in absehbarer Zeit eine Jugendmannschaft ins Punkterennen zu schicken“, so der Vereinsvorsitzende. Neu zum Schachclub hinzugestoßen sind frühere Aktive wie Pietro Gaudenti sowie die beiden Weiberner Alfons Hilger und Wilfried Walz, der als Gründungsvater lange dem im Jahre 1967 aus der Taufe gehobenen Schachclub Weibern vorstand, in dessen Seniorenheim in Weibern auch die Clubabende und Meisterschaftsspiele über die Bühne gingen und der mit seinen 78 Jahren beweist, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch auf hohem Niveau Schach spielen kann. Positiv auf die Mitgliederentwicklung hat sich aber auch die Aktion Schachrätsel ausgewirkt. Manfred Nett aus Kempenich, seit 1975 im Verein und SC-Kassierer, hielt Kontakt zu den Einsendern und so stießen im Laufe der Zeit Werner Fleischhauer aus Burgbrohl und mit Beata Dedenbach aus Schalkenbach die bisher einzige Frau hinzu. Beide sind in der zweiten Mannschaft aktiv, die in der zurückliegenden Saison in der A-Klasse auf Punktejagd ging und im Mittelfeld landete. Der Schachclub Brohltal Weibern, vor 25 Jahren nach der Fusion mit dem Schachclub Oberzissen mit dieser Bezeichnung gestartet, ist personell so gut aufgestellt, dass er drei Seniorenmannschaften bestücken kann. Hervorragend schlug sich die Dritte, die erstmals an der Punkterunde teilnahm. Sie verließ in allen Begegnungen den Tisch als Sieger, wurde Erster und steigt somit aus der C- in die B-Klasse auf. Mannschaftsführer Markus Wolff aus Wehr wurde ebenso Brettmeister (Brett 1) wie seine Mitspieler Noah van Veen (Brett 4), Mike Kutzner (Brett 5), Fabian Kutzner (Brett 7) und Marco Bell aus Hohenleimbach (Brett 6). Die momentan als recht positiv zu beurteilende Personalsituation bedeutet aber nicht, dass man beim SC Brohltal Weibern auf lange Sicht auf „Blutauffrischung“ verzichten will. „Ich bin sicher, dass es im Brohltal viele Freunde des Schachspiels gibt. Und ich glaube, dass mancher auch das Zeug dazu hat, bei uns mitspielen zu können“, ist Arno Hartmann (Bonn), der Mann für die Öffentlichkeitsarbeit, überzeugt. Daher hat man die besagte Werbeaktion gestartet. Im Mai finden offene Trainingsabende im Landgasthof Bockshahn in Spessart statt, jeweils mittwochs ab 17.30 Uhr. Anschließend will man im unteren Brohltal, in Niederzissen und in Burgbrohl, ein ähnliches Angebot machen. Jeder, der Interesse am Schachspiel hat oder bereits über Erfahrungen im königlichen Spiel verfügt, ist eingeladen, sich mit Gleichgesinnten zu messen. Für Anfänger gibt es Unterstützung von Seiten der Aktiven des Vereins.


Vereinsmeister geehrt


Den zweiten offenen Trainingsabend im Bockshahn in Spessart nahm der Schachclub Brohltal Weibern zum Anlass, seine Vereinsmeister zu ehren. Turnierleiter Manfred Nett bedauerte, dass es so lange gedauert hat, ehe die Meisterschaft des Jahres 2017 beendet werden konnte.

Diesmal haben nur sechs Mitglieder teilgenommen, für 2018 liegen indes schon elf Meldungen vor. Wolfgang Kutzner konnte seinen im Jahr 2016 errungenen Titel nicht verteidigen, er musste sich Erwin See (Weibern) beugen, der alle Partien als Sieger beendete. Kutzner wurde Zweiter vor Werner Fleischhauer.

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K. Schmidt:
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