Fußball-Rheinlandliga, 26. Spieltag
Ein äußerst geruhsamer Nachmittag
SG Eintracht Mendig/Bell - VfB Linz 3:0 (1:0)
Mendig. Unterschiedlicher hätten die Gefühlswelten bei den Verantwortlichen nicht sein können: Während sich die SG Eintracht Mendig/Bell mit dem 3:0 (1:0) über den VfB Linz, im Übrigen der dritte 3:0-Sieg hintereinander, im oberen Mittelfeld der Tabelle auf Platz sechs eingenistet hat, müssen sich die Gäste nach der dritten Niederlage in Folge ohne eigenen Treffer weiter nach unten orientieren. Die 220 Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße sahen am 26. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga eine insgesamt sehr einseitige Begegnung. Spannender könnte es am Mittwoch, 3. April, werden, wenn sich das zuletzt glänzend aufgelegte Schlusslicht TuS Oberwinter um 19.30 Uhr zum fälligen Nachholspiel in Mendig vorstellen wird.
Steigerung ist nötig
„Gegen Oberwinter müssen wir uns steigern“, blickte SG-Trainer Cornel Hirt nach der Begegnung schon ein wenig voraus. „Fußballerisch war das heute sicherlich keine Offenbarung, wir haben teilweise ein wenig lethargisch gespielt. Trotzdem war es ein verdienter Sieg, wir waren nie in Gefahr. Mit unserem Umschaltspiel war ich sehr zufrieden.“
Torjäger Joachim Akwapay brachte die Gastgeber in der 34. Minute mit einem herrlichen Fallrückzieher in Führung, nachdem SG-Kapitän Florian Schlich zuvor mit einem Kopfball an der Latte gescheitert war. In der (noch) ausgeglichenen Anfangsphase hatte Torhüter Jan Heinemann bei einem Kopfball des Linzers Manuel Rott (11.), der einzigen Möglichkeit der Gäste in den gesamten 90 Minuten, keine Probleme gehabt.
Bei frühlingshaften Temperaturen war auch im zweiten Abschnitt beim VfB kein Aufbäumen erkennbar, das 2:0 war nur eine Frage der Zeit. Mit einem Doppelpack sorgte der agile Lars Bohm schließlich frühzeitig für die Entscheidung: Zunächst verwertete er eine Vorlage von Akwapay zum 2:0 (57.), sechs Minuten später markierte er nach einer ähnlichen Situation den 3:0-Endstand. Diesen Vorsprung brachten die Gastgeber souverän über die Runden, die Defensive ließ nichts anbrennen.
Der Mannschaft vom Rhein waren die Rückschläge in den vergangenen Wochen deutlich anzumerken. Der Trainer des VfB Linz wollte mit seinen Spielern nach der Partie allerdings nicht allzu hart ins Gericht gehen. „Die Ergebnisse nagen an meinem jungen Team. Wir haben auch heute ohne jedes Selbstvertrauen und viel zu ängstlich agiert“, analysierte Paul Becker.
„Einige Akteure wirken unsicher, wir haben einfach zu keiner Phase ins Spiel gefunden. Jetzt gilt es, den Schalter schnellstmöglich wieder umzulegen, ansonsten könnte es für uns noch sehr eng werden im Kampf gegen den Abstieg.“
Statistik
SG Eintracht Mendig/Bell: Jan Heinemann, Milan Rawert, Florian Schlich, Kodai Stalph, Björn Gilles, Florian Wirths, Philipp Geisen (89. Grace Lwakasi Balegamire), Marcel Berg, Niklas Heinemann (80. Magomed Ibragimov), Lars Bohm, Joachim Akwapay (74. Alexander Huber).
VfB Linz: Jan Lück, Samet Aslan, Yannik Becker, Leonor Tolaj, Manuel Rott (75. Tobias Schmitz), Michael Fiebiger, Fabian Weber, Moritz Rott, Benedikt Joch, Nicolas Kyrion (62. Mario Seitz), Yannic Böcking (46. Yannick Dillmann).
Schiedsrichter: Niclas Berg (Sohren).
Zuschauer: 220.
Tore: 1:0 Joachim Akwapay (34.), 2:0, 3:0 Lars Bohm (57., 63.).
Nächste Aufgaben für die SG Eintracht Mendig/Bell: am Mittwoch, 3. April, um 19.30 Uhr gegen den TuS Oberwinter und am Sonntag, 7. April, um 15 Uhr beim SV Mehring.
Nächste Aufgabe für den VfB Linz: am Sonntag, 7. April, um 15.30 Uhr gegen den FSV Salmrohr.
Die Defensive der SG Eintracht Mendig/Bell um Kapitän Florian Schlich (links) ließ erneut nichts anbrennen und blieb nach der Winterpause zum dritten Mal ohne Gegentor.
Vertauschte Rollen: Aufgrund der großen Personalprobleme musste Florian Wirths gegen den VfB Linz von Beginn an ran.
