Fußball-Rheinlandliga, 21. Spieltag: Der SV Eintracht Mendig setzte sich gegen Mitaufsteiger SG Arzfeld mit 3:1 (1:0) durch
„Es kann manchmal sehr schnell gehen“
Mendig. Der SV Eintracht Mendig hat das wichtige Heimspiel gegen Mitaufsteiger SG Arzfeld mit 3:1 (1:0) für sich entschieden: Durch diesen Erfolg am 21. Spieltag der Fußball-Rheinlandliga baute die Mannschaft von Trainer Damir Mrkalj den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf drei Punkte aus.
„In der vergangenen Woche waren wir nach der unnötigen Niederlage beim FV Rübenach der große Verlierer, nun sind wir der vermeintlich große Sieger. Es kann manchmal sehr schnell gehen“, zog Mrkalj nach der Partie vor 300 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße ein erstes Fazit. „Es war gut für uns, dass wir uns vor den Spielen beim Ahrweiler BC und gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich einen kleinen Puffer verschaffen konnten.“
Wie schon beim FV Rübenach brachte Linksverteidiger Nikolas Groß sein Team früh in Führung (4.), einen Eckball von Kapitän Niklas Heinemann musste er aus kurzer Distanz nur noch einnicken. Auf der Gegenseite sorgten immer wieder die langen Einwürfe für Gefahr, einen davon drückte Jakob Lempkes mit seinem Bauch um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (27.). Torhüter Nico Fogolin wäre machtlos gewesen. Robin Rohr, die etatmäßige Nummer eins, wäre nach seiner Fünf-Spiele-Sperre zwar einsatzberechtigt gewesen, doch beim ihm wurde ein leichter Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Eine MRT-Untersuchung in dieser Woche soll Klarheit über die Ausfallzeit bringen. Zudem musste Übungsleiter Mrkalj auf Leonard Zerwas verzichten, der einen kurzfristigen Ski-Urlaub angetreten hatte.
Nach Wiederanpfiff stellte Schiedsrichter Oliver Sons aus Koblenz SG-Stürmer Musa Bah mit Gelb-Rot vom Platz (52.). In der ersten Halbzeit hatte Bah nach einem Foul an Heinemann die Gelbe Karte gesehen, nun unterstellte ihm der Unparteiische eine Schwalbe. Zehn Minuten später erhöhte Brice Braquin mit einer Einzelaktion auf 2:0. Auf Vorarbeit von Heinemann traf der französische Stürmer auch zum 3:0 (75.), die Messe schien gelesen. Danach entwickelte sich eine kuriose Schlussphase. Justin Marie verkürzte zunächst auf 3:1 (85.), Torhüter Fogolin sah dabei nicht gut aus. Vorn vergaben die eingewechselten Jason Weber und Joel Maas riesige Möglichkeiten. Mit einer großartigen Fußabwehr verhinderte Fogolin das 3:2 (89.), bei einer fünfminütigen Nachspielzeit hätte es noch richtig spannend werden können.
„Mendig ist der verdiente Sieger und war schon in Hälfte eins die bessere Mannschaft. Wir haben erst nach der Gelb-Roten Karte in Unterzahl ins Spiel gefunden“, zeigte sich der Arzfelder Co-Trainer Joschka Trenz als fairer Verlierer. Mrkalj war trotz des Erfolgs ein wenig angefressen: „In der Endphase haben wir die Partie unnötig noch einmal angezündet. Wir haben immer die falschen Entscheidungen getroffen und sind regelrecht in eine Torschuss-Panik verfallen. Wir hätten auch mit 5:1 oder 6:1 gewinnen können.“
SV Eintracht Mendig: Nico Fogolin, Michael Koch, Pascal Zimmer (83. Stephan Gies), Alexej Eberhardt (70. Kodai Stalph), Nikolas Groß, Matthias Wengenroth, Niklas Heinemann, Max Bernads (60. Jason Weber), Carsten Thelen (67. Adrian Medic), Tim Montermann, Brice Braquin (79. Joel Maas).
SG Arzfeld: Florian Moos, Julian Propson, Marius Lempges (79. Thomas Blehm), Martin Schmitz, Jakob Lempges (59. Florian Arens), Dennis Ewen (59. Tom Biewald), Johannes Morgens, Bastian Propson, Fynn Juchmes (70. Justin Marie), Musa Bah, Robin Antony.
Schiedsrichter: Oliver Sons (Koblenz).
Zuschauer: 300.
Torfolge: 1:0 Nikolas Groß (4.), 2:0, 3:0 Brice Braquin (62., 75.), 3:1 Justin Marie (85.).
Besonderheit: Gelb-Rote Karte gegen Musa Bah (52., SG Arzfeld) wegen Foulspiels und einer Unsportlichkeit.
Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 8. März, um 14.30 Uhr beim Ahrweiler BC.
Nächste Aufgabe für die SG Arzfeld: am Samstag, 7. März, um 16 Uhr gegen die Spvgg Wirges.
SK
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