SG Bad Breisig – Rheinlandliga
Fünf Minuten vor und nach der Halbzeit geschlafen
Bad Breisig. Dass es gegen den FSV Trier-Tarforst nicht einfach werden würde zu gewinnen, war von vorne herein klar. Aber dass man so verliert, damit war nun wirklich nicht zu rechnen.
In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Teams ein beherztes Spiel, in dem die Heimmannschaft immer ein wenig die Nase vorne hatte. Sie erarbeiteten sich mehrere Chancen, trafen aber das Tor nicht. Auf der anderen Seite hielt sich der Breisiger Torsteher Pütz mit Dehnübungen warm. Mehrfach hatte Burak Sözen schon versucht, selber ein Tor zu erzielen, als er dann in der 41. Minute als Flankengeber in Erscheinung trat. Seinen Ball legte David Buschbaum per Kopf in Richtung Yannick Schweigert ab. Der hatte keine große Mühe mehr den Ball über die Linie zu drücken. Damit hatte man aber den Ehrgeiz der in der Tabelle auf Platz 4 rangierenden Tarforster geweckt, während man selber in einen 10-minütigen Tiefschlaf fiel. So gelang es den Gästen, aus Trier noch vor dem Halbzeitpfiff in der 45. Minute den 1:1-Ausgleich zu schießen, da es den Badestädtern leider nicht gelang, den Ball aus dem eigenen 16er zu befördern. Aus dem Gewühl heraus landete der abgefälschte Ball unerreichbar für Torwart Pütz im Breisiger Netz. Auch in den ersten fünf Minuten nach der Pause waren die Gastgeber irgendwie nicht auf dem Platz. Innerhalb von nur drei Minuten gelang es den Moselanern, mit einem Weitschuss und einem erneut abgefälschten Freistoß bereits früh den Endstand von 3:1 herzustellen. In der Folge versuchten die Breisiger zwar noch weitere Tore zu erzielen, aber Trier stand in der Defensive wesentlich sicherer und ließ so nur wenig zu. Auch der nach Verletzung zurückgekehrte Andreas Moog sowie Neuzugang Marchiori de Oliveira waren nicht mehr in der Lage das Ruder herum zu reißen. Damit ist der Aufwärtstrend zunächst einmal gestoppt und mit der TuS Koblenz II hat Trainer Keskin mit seiner Mannschaft den nächsten schweren Brocken vor der Brust. Aber Aufgeben ist nicht die Strategie der Quellenstädter. Auch hier will man angreifen und versuchen auf die erste Halbzeit des Spieles gegen Tarforst aufzubauen. „Irgendwie schaffen wir es, immer wieder uns selber zu schlagen“, so Trainer Keskin, „aber die Moral in der Truppe stimmt und aufgeben gibt es nicht. Wir werden den Kampf in den letzten 11 Endspielen annehmen und weiterhin versuchen einen Nicht-Abstiegsplatz zu ergattern.“
Der SG gelang es nicht, die knappe Führung mit in die Pause zu nehmen und mussten noch den Ausgleich hin nehmen.
