Lokalsport | 10.10.2016

Dritte Volleyball-Liga Süd der Männer

Fuhrpark ist noch kleiner als das Team

TV Bliesen - LAF Sinzig 3:2 (25:23, 22:25, 22:25, 25:19, 17:15)

Sinzig. Trotz des personell ausgedünnten Kaders fand sich erst im letzten Moment das noch fehlende Auto für die Reise der Sinziger zum ersten Spieltag beim Mit-Meisterschaftsfavoriten Bliesen. „Unser Fuhrpark ist noch kleiner als unser Team“, kommentierte Trainer Gilbert Deurer lakonisch den holprigen Start, der allerdings die Leistung der Sinziger keineswegs negativ beeinträchtigen sollte. Denn die eigentlich erwartete klare Niederlage blieb aus. Im Gegenteil: Nach einem knappen 0:1-Rückstand (23:25) zogen die Sinziger an den Saarländern vorbei, lagen sogar mit 2:1 in Führung (25:22, 25:22), um dann nach Verlust des vierten Satzes (19:25) den Tie-Break unglücklich mit 15:17 zu verlieren. So stand es am Ende dieses Krimis über zweieinhalb Stunden 2:3 aus Sinziger Sicht. Für Sinzig spielten: Matthias Michno, Dirk Funk, Manuel Michno, Patrick Hehmann, Merlin Hinsche, Konstantin Skok, Jan-Niklas Comes und Esteban Deutschmann.

LAF Sinzig - SSC Karlsruhe (Samstag, 20 Uhr). Nach dem ausgesprochen starken Auftreten der Sinziger in Bliesen am vergangenen Wochenende steht das Heimspiel gegen Karlsruhe an. Doch die Vorzeichen stehen für die Sinziger in dieser Saison konstant auf Außenseiter und Abstiegskampf. Denn zum einen mussten die Barbarossastädter den Verlust der Mittelblocker Stephan Durchholz und Artur Wotzke sowie des überaus starken Diagonalspielers Thomas Schäfer verkraften. Zum anderen setzen sich die drei Neuzugänge Dirk Funk (aus Köln), Esteban Deutschmann (Guatemala) und Daniel Upgang (zweite Mannschaft) aus Spielern zusammen, die bislang auch nicht annähernd auf diesem Niveau Erfahrung gesammelt haben. Und mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Sinzigs Defensiv-Recke Konstantin Skok dürfte tatsächlich gegen den letztjährigen Vizemeister Karlsruhe kein Blumentopf zu holen sein. Dies, zumal sich der Aufstiegsfavorit aus der Stadt des Bundesgerichtshofs und des Bundesverfassungsgerichts personell verstärkt dem Projekt Aufstieg in die Zweite Bundesliga verschrieben hat.

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