SV Rheinbreitbach Tischtennis
Gleich zwei SVR-Tischtennisteams mischen im Aufstiegsrennen mit
Rheinbreitbach. Vor Saisonbeginn war das Ziel für alle vier Rheinbreitbacher Tischtennismannschaften in der Punktspielrunde klar abgesteckt: Plätze im gesicherten Mittelfeld der Tabelle, um dem Abstiegskampf möglichst aus dem Weg zu gehen. Dass nach zwei Dritteln der Saison sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft in ihren Klassen ganz oben in der Tabelle mitmischen, kommt schon fast einer kleinen Sensation gleich. Beide Teams unterstrichen in ihren letzten Begegnungen noch einmal nachdrücklich ihre Ambitionen. In der Kreisliga kam die Erste in Ockenfels zu einem 8:4 Auswärtssieg und festigte damit den dritten Tabellenplatz. Noch besser machte es die zweite Vertretung, die gegen Asbach III einen souveränen 8:1 Erfolg verbuchte und damit als Tabellenzweiter den Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz vor den letzten sechs Saisonspielen auf sieben Zähler ausbaute. Stark auch die Vorstellung der SVR-Jugend, die in Ockenfels 7:3 gewann und damit in der Frühjahrsrunde noch verlustpunktfrei ist.
Grundlage für den Sieg der Ersten bei den heimstarken Ockenfelsern waren die Erfolge in den Eingangsdoppeln durch David Riddering/Arne Beines und Reinhard Ahlke/Niels Assenmacher sowie starke Vorstellungen von SVR-Mannschaftskapitän Ahlke und SVR-Spitzenspieler Assenmacher in den Einzeln. Beide steuerten allein fünf Zähler zum durchaus knappen aber letztlich verdienten Rheinbreitbacher Auswärtssieg bei. Mit drei Zählern Rückstand auf den Aufstiegsplatz bleiben die SVR-Akteure damit weiter in Lauerstellung und haben zumindest den kleinen Vorteil, dass der gegenwärtige Tabellenzweite aus Asbach noch in Rheinbreitbach antreten muss.
„Wenn wir mit stärkster Mannschaft antreten können, haben wir die Chance, jede Mannschaft in der Kreisliga zu schlagen“, glaubt Ahlke, der mit Martin Jünger und Alexander Lorbeck immerhin noch zwei Ex-Rheinlandligaspieler in der Hinterhand weiß, die bislang wenig oder nur im Pokal zum Einsatz kamen. „Aber auch wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte, wäre das für uns absolut kein Beinbruch. In erster Linie sind wir einmal froh darüber, dass es trotz der Pandemie – wenn auch unter erschwerten Bedingungen – überhaupt weitergeht und die Saison gespielt werden kann.“
Nach dem 8:1 Sieg in Asbach liegt die zweite SVR-Mannschaft um die beiden Routiniers Eckehardt Ridder und Klaus Riddering in der 1. Kreisklasse hingegen klar auf Aufstiegskurs. Mit nur einer verlorenen Partie gegen die Übermannschaft aus Waldbreitbach, die mit Stefan Kunze gar einen ehemaligen Bundesligaspieler in ihren Reihen hat, beträgt der Abstand zum Tabellendritten nun bereits sieben Zähler. „Natürlich haben wir enorm von den geänderten Regeln während der Pandemie profitiert, so Mannschaftskapitän Klaus Riddering, denn mit David Riddering, Arne Beines und Reinhard Ahlke konnten wir bei Bedarf immer mal wieder auf Spieler der Ersten zurückgreifen, was sonst nicht möglich gewesen wäre.“ Mit Paul Ahlke etablierte sich zudem ein Jugendspieler, der bislang ebenfalls für manch positive Überraschung beim Aufsteiger sorgte.
Nach Startschwierigkeiten zu Beginn der Saison verbesserte sich die dritte Mannschaft des SVR in der 3. Kreisklasse mittlerweile ins untere Mittelfeld der Tabelle. Einem 8:0 Erfolg in Windhagen, folgte zuletzt beim Aufstiegsaspiranten Waldbreitbach allerdings eine ebenso deutliche 8:1 Niederlage. Für den Ehrenpunkt sorgte dabei Heidi Wunner, die auch mit 83 Jahren im Wettkampfsport mit vielen wesentlich jüngeren Akteuren noch immer locker mithalten kann.
Ohne Verlustpunkt verbesserte sich die SVR-Jugendmannschaft in der Kreisklassen-Frühjahrsrunde nach einem ungefährdeten 7:3 Auswärtssieg in Ockenfels auf den dritten Tabellenplatz. Für den SVR punkteten Gabriel Steege/Sophie Schwarz und Alina Pastors/Hannah Küppers in den Doppeln sowie Steege (1), Küppers (2) und Schwarz (2) in den Einzeln.
Ein Umstand, von dem alle Rheinbreitbacher Mannschaften in dieser Spielzeit enorm profitierten, war die Tatsache, dass aufgrund der monatelangen Hallenschließung während der Pandemie zuvor diesmal in den letzten Sommerferien durchgehend trainiert werden konnte. „Über dieses Entgegenkommen insbesondere von unserem Bürgermeister Roland Thelen haben wir uns sehr gefreut. So konnten wir von Beginn an voll durchstarten“, so Tischtennisabteilungsleiter Klaus Riddering.
Wer Lust hat, dass Tischtennisspielen zu erlernen oder vielleicht auch nach einer Pause mal wieder einen Schläger in die Hand nehmen möchte: Anfänger wie Fortgeschrittene sind beim Training in der Hans-Dahmen-Halle mittwochs und freitags jederzeit herzlich willkommen. Die Jugendlichen spielen von 17 bis 19 Uhr, danach beginnt das Erwachsenentraining. Es gelten weiterhin die aktuellen Corona-Regeln für Hallensport in Rheinland-Pfalz.
