Lokalsport | 25.06.2019

Fahrer aus Sinzig und Remagen am Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring

Glück und Pech lagen dicht beieinander

Routinier Andreas Ziegler und Team mussten einen Totalausfall verkraften – Tobias Wahl konnte sich bei seinem ersten Einsatz bei dem Langstreckenklassiker über einen zweiten Rang in seiner Klasse freuen

Andreas Ziegler und Tobias Wahl vertraten als Fahrer die Farben von Sinzig und Remagen auf dem Nürburgring. Fotos: BURG

Nürburg. Phoenix Racing siegte bei der 47. Auflage des ADAC 24-Stunden-Rennens vor 230.000 Zuschauer auf dem Nürburgring. In einem ereignisreichen Rennen sicherte die Besatzung des Teams aus Meuspath mit Pierre Kaffer (Schweiz), Frank Stippler (Bad Münstereifel), Frederic Vervisch und Dries Vanthoor (beide Belgien) der Ingolstädter-Marke damit nach 156 Runden den fünften Gesamtsieg. Auch die weiteren Podiumspositionen blieben bei den Eifel-Teams. Der Manthey-Porsche mit Kevin Estre (Frankreich), Laurens Vanthoor (Belgien), Earl Bamber (Neuseeland) und Michael Christensen (Dänemark) belegte den zweiten Rang, gefolgt vom Black Falcon Mercedes AMG GT3 mit Maximilian Buhk (Reinbek), Hubert Haupt (München), Thomas Jäger (Hanau) und Luca Stolz (Kirchen). Die Besatzung des zweitplatzierten Manthey-Porsche schien bis drei Stunden vor Rennende die Spitzenposition nur noch bis ins Ziel verwalten zu müssen. In der Nacht war der grün-gelbe Porsche an die Spitze gegangen und konnte sich bis zur Halbzeit einen Vorsprung von beinahe drei Minuten herausfahren, bevor man sich selbst durch eine Unachtsamkeit um den Sieg brachte. Laurens Vanthoor passierte eine Unfallstelle bei doppelten gelben Flaggen mit 172 statt der erlaubten 120 km/h, worauf die Rennleitung eine Zeitstrafe von 5,32 Minuten verhängte.

Dreikampf an der Spitze

Gleich drei Teams kämpften fortan um das Erbe des entthronten Porsche-Quartetts, neben dem späteren Siegerauto auch noch der Land-Audi mit Christoper Mies (Düsseldorf), Rene Rast (Bregenz) und Kelvin van der Linde (Kempten) sowie der Black-Falcon-Mercedes von Patrick Assenheimer, Niko Bastian, Yelmer Buurman und Gabriele Piana. Fortan lieferten sich die Fahrer der drei Boliden zur Freude der Zuschauer einen spannenden Dreikampf um die Führung. Dieser endete nach einer unrühmlichen Aktion von Piana, der Rast bei 250 km/h auf der Döttinger Höhe in den Seitenstreifen dränge. Rast konnte den Wagen noch abfangen, krachte aber in das Heck des Mercedes, der daraufhin mit einem Reifenschaden an die Box musste. Das Ende für den damit letzten siegfähigen Mercedes kam wenig später, als Niko Bastian im Bereich Wippermann auf einer Ölspur verunglückte. Auch der Land-Audi eliminierte sich selbst, als Kelvin van der Linde versuchte, nach einem Reifenschaden mit Speed die Box zu erreichen. Dabei zerfetzten die herumwirbelnden Reifenteile die gesamte rechte Heckpartie. Zwischenzeitlich hatte sich der mit Werksfahrern besetzte Frikadelli-Porsche vor dem späteren Siegerauto platziert, doch auch bei diesem bildete ein Reifenschaden die Ausgangsposition für das folgende Aus. Damit war der Weg frei für den Phönix-Audi, der sich auch gegen die Schlussattacke des Manthey-Porsches zur Wehr setzen konnte. Nach dem Führungstrio folgte auf Platz 4 der von Markus Winkelhock (Berglen-Steinach), Christopher Haase (Kulmbach), Marcel Fässler (Schweiz) und Rene Rast (Bregenz) pilotierte Audi vom Team Car Collection. Auf Position 5 erreichten Otto Klohs (Ludwigshafen), Lars Kern (Weissach), Dennis Olsen (Norwegen) und Matteo Cairoli (Italien) mit einem weiteren Manthey-Porsche das Ziel.

BMW erlebt Debakel

Für BMW, den vierten deutschen Premiumhersteller wurde das 24-Stunden-Rennen 2019 dagegen zum Debakel. Nach bevor zehn Stunden der Renndistanz absolviert waren, hatten sich mit dem Ausfall fast der gesamten BMW-Streitmacht alle Hoffnungen auf ein gutes Rennergebnis zerschlagen. Lediglich der Falken-BMW hielt den Anforderungen des 24-stündigen Marathons stand und konnte mit der sechsten Position etwas Imagepflege betreiben. Die Besatzungen des GetSpeed Mercedes, des zweiten Audi von Phoenix Racing, der Eigenbau der Scuderia Cameron Glickenhaus sowie der Nissan GTR Nismo komplettierten die Top 10.

Mit Andreas Ziegler (Sinzig) und Tobias Wahl (Remagen) stellten sich beim „ADAC Total 24h-Rennen“ auch zwei Piloten aus der Region der Herausforderung der Hatz durch die „Grüne Hölle“.

Während Tobias Wahl sein Debüt bei dem Langstreckenklassiker gab, war es für Andreas Ziegler bereits der neunte Einsatz bei dem legendären Marathon.

Ebenso wie in den vergangen drei Jahren bestritt der Fahrer des MSC Sinzig auch in diesem Jahr das Rennen erneut mit einem GT3-Boliden. Gemeinsam mit Henry Walkenhorst (Melle), Jordan Tresson (Frankreich) und Jörn Schmidt-Staade (Düsseldorf) startete der Nordschleifenspezialist aus der Barbarossastadt am Samstag mit einem BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport in das Renngeschehen. Doch Glück und Pech lagen bei diesem Rennen für die Lokalmatadore Ziegler und Wahl eng beisammen. Auch der in den Farben des Hauptsponsors gebrandete BMW blieb vom BMW-Pech nicht verschont. Gegen 1.30 Uhr drehte sich das Fahrzeug im Bereich der Fuchsröhre von der Strecke und schlug mit der Heckpartie in die Planken, was zu einem irreparablen Schaden führte und somit das Aus für die Besatzung des Total-BMW bedeutete.

Ein strahlender Debütant

Im Gegensatz dazu sah man nach dem Fallen der Zielflagge einen strahlenden Tobias Wahl vor der Box des Black Falcon Teams, in dessen Reihen er das Rennen auf einem Porsche Carrera bestritten hatte. Gemeinsam mit Christoph Hoffmann (Bad Honnef), Carsten Palluth (Hohen Neudorf) und Robert Woodside (Großbritannien), belegte er in der Klasse V6 für seriennahe Fahrzeuge den zweiten Rang.

Die nächste Auflage des ADAC Total 24h-Rennens wird vom 21. bis 24. Mai 2020 auf der Nürburgring-Nordschleife ausgetragen. Das Motorsport-Highlight in der „Grünen Hölle“ findet damit am Wochenende von Christi Himmelfahrt statt. BURG

Ganz oben auf dem Treppchen stand am Ende die Mannschaft des Meuspather Teams Phoenix Racing mit dem aus Burgbrohl stammenden Pierre Kaffer.

Ganz oben auf dem Treppchen stand am Ende die Mannschaft des Meuspather Teams Phoenix Racing mit dem aus Burgbrohl stammenden Pierre Kaffer.

Der Porsche von Black Falcon im nächtlichen Renneinsatz.

Der Porsche von Black Falcon im nächtlichen Renneinsatz.

Mit dem BMW M6 GT3 konnte sich das Fahrerquartett um Andreas Ziegler zu Beginn des Rennens noch vor den späteren sechs platzierten Schwesterautos positionieren.

Mit dem BMW M6 GT3 konnte sich das Fahrerquartett um Andreas Ziegler zu Beginn des Rennens noch vor den späteren sechs platzierten Schwesterautos positionieren.

Andreas Ziegler und Tobias Wahl vertraten als Fahrer die Farben von Sinzig und Remagen auf dem Nürburgring. Fotos: BURG

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag Imageanzeige
Koblenz blüht 2026
Anlagenmechaniker
Tag der offenen Tür
Rund ums Haus
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in
Empfohlene Artikel
Der MGC Bad Bodendorf startet vielversprechend in die neue Saison.  Foto:privat
53

Köln. Mit Spannung war der erste Spieltag der NBV Bezirksliga 4 erwartet worden – und er hielt, was er versprach. Auf der Betonbahn in Köln-Neubrück schickten fünf Vereine insgesamt 39 Spielerinnen und Spieler ins Rennen. Der MGC Bad Bodendorf zeigte dabei eine kämpferisch, aber durchwachsene Teamleistung und belegte am Ende Rang vier. Besonders zwei Akteure rückten ins Rampenlicht: Oliver Frings und der noch schulpflichtige Nachwuchsspieler Simon Weber.

Weiterlesen

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das größte Rennen der Welt.
37

Nürburg. Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2267

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Rund ums Haus
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Ostergruß
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Container Anzeige
Innovatives rund um Andernach
Rund ums Haus
Stellenanzeige
Anzeige Lange Samstage
Mitarbeiter IT-Administrator