VfL Rheinbach
Großer Kampfgeist reichte nicht
Die Erste verliert mit 0:1 unglücklich gegen Siegburg
Rheinbach. „Es gibt Tage, da bleibt man besser zu Hause.“ Und das hat nicht mit dem Spiel gegen Siegburg zu tun, sondern mit der überaus schlechten Stimmung im Verein. Man kommt mit guter Laune ins Stadion, schaut sich das Spiel der zweiten Mannschaft an, die völlig verdient mit 3:0 gegen den FC Rheinbach verliert. Daraus resultiert, dass deren Trainer Hans Barth schon mit sehr schlechter Laune vom Tennenplatz ins Stadion kam und dort mal wieder vom Rücktritt sprach.
Die Todesanzeige und verschiedene, an ihn gerichtete, Diffamierungsbriefe, waren wohl verantwortlich dafür.
Der Höhepunkt war dann ein Streit zwischen einer Trainerin aus der Jugendabteilung und dem Vorsitzenden in der Öffentlichkeit.
Nachdem die Bonner Rundschau zusätzlich in dieser Woche auch noch über das Verhältnis zwischen dem Trainer und Hans Barth berichtete und auch die Torwartfrage öffentlich diskutiert wurde, rechnete keiner mehr damit, dass die Begegnung der ersten Mannschaft positiv verlaufen wird. Doch das war nun mal ganz anders. Trainer Wolfgang Schlösser hatte wohl die richtigen Worte in der Mannschaftsbesprechung gefunden, denn das Team krempelte die Ärmel hoch und lies das Spiel gegen Spich komplett vergessen.
Man war hoch konzentriert, deswegen schenkte Siegburg dem VfL dieses Mal keine drei Tore in den ersten zwölf Minuten wie im Hinspiel ein. Auf beiden Seiten blieben zwingende Chancen bis zur Halbzeit aus, die Spielanteile verzeichneten allerdings ein kleines Übergewicht auf Rheinbacher Seite. Nach der Halbzeit änderte sich das Bild nicht oder nur kaum.
In der 57. Minute wurde dem Kreispokalsieger dann ein Einwurf zum Verhängnis, der nicht geklärt werden konnte, den Abstauber schoss ein Siegburger zum 0:1 ein. Wolfgang Schlösser handelte sofort und brachte in Folge drei neue Offensivkräfte, um das Spiel zu drehen.
Dies gelang leider nicht mehr, sodass man am Ende wieder ohne Punkte dastand. Im Moment steht Fortuna nicht an der Seite des VfL, der Ball will einfach nicht in den Kasten. Kein Erfolgserlebnis kann irgendwann die bisher gute Moral der Mannschaft zerstören; insbesondere, wenn man als Spieler die Unruhe im Verein geradezu schmecken kann.
Aufstellung des VfL Rheinbach
Primke, Schroden (81.Nürnberg), Birkner, Schulten, Dickebohm, Rößler (67. Breuer), Ziburske, Schweizer (72. Yilmaz), Kayirtar, Krasniqi.
