VFL Rheinbach in der Landesliga
„Grün hinter den Ohren“
Spich. Drei Spiele in Folge gut gespielt, gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel, da kam Spich eigentlich gerade recht: Endlich sollte ein Dreier her. Vergessen wurde dabei aber vollkommen, dass gerade dieser Gegner durch seinen Kampf den Rheinbachern regelmäßig die Grenzen aufzeigt.
Die ersten 30. Spielminuten waren eine reine Katastrophe, in allem steckte der „Wurm“, es fehlte Leben, Lust und Leidenschaft. Die Grundtugenden eines Fußballspieles wurden vermisst. Kaum etwas lief zusammen, die Pässe kamen nicht, kaum Gewinn von „Zweiten“ Bällen: Schlafwagenfußball. Der Gegner lieferte allerdings auch keine spielerischen Höhepunkte, dort verlegte die Mannschaft sich aufs erfolgreiche Bolzen aus der Abwehr heraus, in der Hoffnung, dass es vorne die beiden schnellen Spitzen richten. Es muss aber fairerweise gesagt werden, dass dies vollkommen ausreichte, zumal der FC Spich sich mit allem, was er zu bieten hatte, in den Kampf schmiss. In der 21. Minute gerieten die schwarzroten dann auf der Verliererstraße, ein gegnerischer Stürmer fädelte geschickt im Strafraum im Zweikampf mit David Neubauer-Fischer ein, heraus kam ein Strafstoß gegen Rheinbach, den Ralf Jauernick sicher verwandelte. Geschickt ist überhaupt ein Wort, welches mit den Spichern in Verbindung gebracht werden kann. Das war teilweise Anschauungsunterricht für die Glasstädter: Das Team merkte immer wieder, dass sie im Gegensatz zu den cleveren gelbschwarzen „grün hinter den Ohren“ sind. Neun Minuten später bedanke sich Tobias Blum für ein Missverständnis in der Abwehr, 2:0 für Spich. Drei Minuten später fiel dann der Anschlusstreffer durch Sherif Krasniqi zum 2:1 für die Rheinbacher Elf. Bezeichnend, dass Freddy Ziburske als Einer der Wenigen, mit annäherndem Normalfall, das Tor von Krasniqi quasi erzwang. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Die zweite Hälfte stand im Schatten von Spieleunterbrechungen, an denen Rheinbach nicht ganz unbeteiligt war. Die Unruhe in Team des Kreispokalsiegers wurde größer und damit begannen die Diskussionen untereinander. Nach viel Kritik gibt es auch Lichtblicke: Die Schlösser-Elf Mannschaft erspielte sich eine hohe Zahl von Tormöglichkeiten, Manko die Verwertung. Dabei hatte allein der eingewechselte Yilmaz drei glasklare Dinger auf dem Fuß. Es blieb am Ende bei dem Sieg der Hausherren, die Bilanz aus den letzten Spielen verbessert sich nicht.
Fazit:
Wenn der Abwärtstrend anhält und Rheinbach nicht langsam mal einen Dreier einfahren, ist der Klassenerhalt in Gefahr. Zumal mit Oberpleis und Siegburg zwei Mannschaften warten, die zurzeit zum Besten gehören, was die Liga zu bieten hat.
Aufstellung:
Primke, Schroden, Birkner, Schulten, Seeger, Neubauer-Fischer (42. Rößler), Ziburske (77. Breuer), Weber, Kayirtar (59. Yilmaz), Schweizer, Krasniqi.
