Lokalsport | 29.09.2025

Aufsteiger SV Eintracht Mendig unterlag dem Tabellenzweiten Rot-Weiß Wittlich unglücklich mit 1:2 (0:1)

In Überzahl ging der Schuss nach hinten los

Pascal Zimmer konnte den Wittlicher Stürmer im letzten Moment stören. Foto: SK

Mendig. Zum Abschluss des neunten Spieltags in der Fußball-Rheinlandliga musste Aufsteiger SV Eintracht Mendig gegen den Tabellenzweiten SV Rot-Weiß Wittich eine unglückliche 1:2 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Eintracht-Trainer Damir Mrkalj wollte seinen Spielern nach der dritten Partie innerhalb von sieben Tagen keinen Vorwurf machen: „Vielleicht haben uns heute einige Körner gefehlt. Wir sind punktemäßig trotz dieser Niederlage nach neun Begegnungen voll im Soll. Vor allem ist nach den Duellen mit dem Ahrweiler BC und mit der SG 2000 Mülheim-Kärlich eine erfreuliche Weiterentwicklung zu sehen.“

In einer absolut ereignislosen ersten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Kontrahenten, die Teams hatten gehörigen Respekt voreinander. Die Gäste profitierten in der zweiten Minute der Nachspielzeit von einem umstrittenen Freistoßpfiff von Schiedsrichter Patrick Heim aus Hohenstein, Christopher Bibaku staubte zum 0:1 ab.

„Ich bin mir sicher, dass das Spiel mit einem 0:0 geendet hätte, wenn wir in dieser Phase keinen Gegentreffer kassiert hätten“, erklärte Mrkalj nach der spannenden Partie vor 130 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz an der Brauerstraße.

120 Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Yannick Lauer das 0:2 auf dem Fuß. Eine Hereingabe von Anton Moroz schoss er am langen Pfosten vorbei, Eintracht-Schlussmann Robin Rohr wäre machtlos gewesen. In der Schlussphase nahm die Begegnung so richtig Fahrt auf. Der Wittlicher Gabriel Harig sah in der 72. Minute wegen groben Foulspiels am eingewechselten Leonard Zerwas die Rote Karte. Zerwas sollte sich auf seine Art revanchieren: Eine Flanke von Michael Koch köpfte er zum 1:1-Ausgleich ins Netz (81.).

Die Hausherren schnupperten in Überzahl kurze Zeit am dreifachen Punktgewinn, wurden aber eiskalt ausgekontert. Mit einem 20-Meter-Schuss stellte der eingewechselte Luca Herrig den 1:2-Endstand her (86.). Die siebenminütige Nachspielzeit brachten die Gäste auch in Unterzahl clever über die Runden.

„Es fühlte sich für uns nicht wie eine Niederlage an, aber im Endeffekt war es eine. Vielleicht haben wir zu viel riskiert“, ärgerte sich Mrkalj. „Wir fahren als glücklicher Sieger nach Hause“, freute sich der Wittlicher Übungsleiter Fahrudin Kuduzovic. „Wir wussten, dass es schwer werden würde, obwohl bei Mendig einige erfahrene Akteure gefehlt haben. In den ersten 45 Minuten waren wir nicht effektiv genug. Im zweiten Abschnitt haben wir richtig Gas gegeben und kurz vor Schluss in Unterzahl den Siegtreffer erzielt. So ist halt der Fußball.“

SV Eintracht Mendig: Robin Rohr, Michael Koch, Pascal Zimmer, Alexej Eberhardt, Nikolas Groß (90. + 1 Joel Maas), Carsten Thelen, Dama Kanoute (87. Jonas Hemgesberg), Max Bernads, Tim Montermann (63. Teodor Slavov), Meris Ramic (54. Leonard Zerwas), Brice Braquin.

SV Rot-Weiß Wittlich: Philipp Berhard, Gabriel Harig, Mohammad Rashidi (63. Timo Wollny), Omer Hakki Kahyaoglu, Christopher Bibaku (67. Ralf Rizvani), Nicolae Stefan, Alexander Klein (63. Luca Herrig), Ayman Habbouci, Jonas Tarik Ercan (55. Maximilian Uhlig), Yannick Lauer (77. Leonard Tonner), Anton Moroz.

Schiedsrichter: Patrick Heim (Hohenstein).

Zuschauer: 130.

Torfolge: 0:1 Christopher Bibaku (45. + 2), 1:1 Leonard Zerwas (81.), 1:2 Luca Herrig (86.).

Besonderheit: Rote Karte gegen Gabriel Harig (72., SV Rot-Weiß Wittlich) wegen groben Foulspiels).

Nächste Aufgabe für den SV Eintracht Mendig: am Sonntag, 5. Oktober, um 15 Uhr beim TuS Immendorf.

Nächste Aufgabe für den SV Rot-Weiß Wittlich: am Samstag, 4. Oktober, um 14 Uhr gegen die Spvgg Wirges.

Pascal Zimmer konnte den Wittlicher Stürmer im letzten Moment stören. Foto: SK

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