Dia-Games 2026 Highlights
Junge Sportlerin aus Rheinbach bei Diabetes Games 2026 in Arnheim
aus Rheinbach
Rheinbach. Was für ein Tag für Helene Hartmann (7 Jahre) aus Rheinbach und ihre Familie!
Am Samstag, 13. Juni, war sie zu den „Diabetes Games“ als Teil des deutschen Teams angereist. Zu dieser dritten Ausgabe kamen mehr als 200 Kinder aus verschiedenen Ländern mit Typ-1-Diabetes zusammen zu einem Tag, der olympischen Geist versprühte.
Allen Kindern gemeinsam war die chronische Insulinmangelerkrankung, die oftmals mit erworbenem Diabetes verwechselt wird und für erschwerte Bedingungen im Alltag sorgt.
Eingeladen hatte eine von Bas van de Goor gegründete Stiftung. Der niederländische Volleyballspieler und Träger der olympischen Goldmedaille ist selbst an Typ 1 Diabetes erkrankt und zeigt national sowie international vielfältiges Engagement zum Thema. Natürlich war er an diesem besonderen Tag vielerorts zu finden; auch, um die hochkarätigen Sportlerinnen und Sportler zu begrüßen, die die Kinder in verschiedenen Workshops trainierten.
„Wie besonders dieser Tag für Kinder mit Typ-1-Diabetes ist“, sagte z.B. Noortje de Brouwer, ehemalige Synchronschwimmerin mit Typ-1-Diabetes und Botschafterin der Stiftung. „Es ist ein Ort, an dem du lernen kannst und an dem du mit Diabetes nicht allein bist. Ich bin froh, dass ich dieses Jahr dabei sein kann.“
Das deutsche Team wurde gestellt von den „Diabetes-Kids“; einer überregional aktiven Selbsthilfegruppe , vor über 20 Jahren gegründet von Michael Bertsch, der am Vortag zum Treffen und Kennenlernen in ein Klevener Hotel lud. Hier konnten Helene und ihre Geschwister Charlotte (12 Jahre) und Adam (10 Jahre) weitere betroffene Kinder und Jugendliche beim Werwolfspiel kennenlernen. Auch die Eltern hatten Gelegenheit zu Austausch und Vernetzung.
Am Samstag trat Helene in den Disziplinen Kickboxen, Karate und Schwimmen an, während auf dem gesamten Gelände auch weitere Workshops, Stände und Spielgelegenheiten von Korfball und Klettern bis zur silent disco geboten wurden. Kickbox-Sparring mit der sechsfachen Weltmeisterin Anja Renfordt aus Deutschland (ebenfalls T1D) ; Kraulschwimmen von einer Olympionikin vermittelt; Karate mit hochkarätiger Trainerin- natürlich alles auf niederländisch! Das allein war schon eine Herausforderung, der Helene sich aber unterstützt von Dolmetschern und medizinischen Crewmitgliedern stellte und sportliche Höchstleistung zeigte. Natürlich durften regelmäßige Essenspausen und Notfall-Gummibärchen an der Seitenlinie nicht fehlen, um trotz der Anstrengung den Blutzucker in Balance zu halten. Dass auch mal Insulinpumpen und Hypoalarme piepten und die Geräuschkulisse bereicherten wurde hier gelassen aufgenommen. Für Helene brachte der Tag unter Anderem eine wichtige Erkenntnis mit sich: „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viele Kinder mit Diabetes gibt!“ Zuhause trainiert die junge Sportlerin voll integriert neben ihren Altersgenossen in der Leichtathletik-Abteilung des Rheinbacher RTV.
Am Schluss machten sich alle Teilnehmenden mit verdienten Medaillen auf den Heimweg; reich beschenkt durch neue Kontakte, sportliche Erfahrungen und wohl verdienten Muskelkater.
Selbsthilfegruppe „Betroffen von Diabetes - Blauer Kreis Rheinbach“ https://chat.whatsapp.com/BPUnTwMQhq11ReVHb2SuL4
Quellen: - www.bvdgf.org , www.diabetes-kids.de, Annette Hilger (Mutter von Helene Hartmann)
Helene bei Karate. Foto: Annette Hilger
Sparring mit mehrfacher Kickbox-Weltmeisterin Anja Renfordt. Foto: Annette Hilger
„Must-Have“ der Dia-Games: Gürteltasche mit Empfängerhandy für die Blutzuckerüberwachung und Hypo-Snacks. Foto: Annette Hilger
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Helene (7J) als Teil des deutschen Kickbox-Teams; unterstützt von ihrem Bruder Foto: diabetes-kids.de