Lokalsport | 31.07.2017

SC 13 Bad Neuenahr und Rot-Weiß Merl gehen gemeinsame Wege

Kooperation besiegelt

Marcello Mastruoni (l.) und Leopold Trummer (Mitte) feiern die Kooperation mit Nina Dielmann, Michael Saal und Saskia Oebel- Noack (v.l.). Guido Kölzer

Bad Neuenahr/Meckenheim. Der SC 13 Bad Neuenahr und Rot-Weiß Merl haben in dieser Woche einen Kooperationsvertrag geschlossen, der Beide in der Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs im Bereich Mittelrhein voranbringen soll.

Die beiden Traditionsvereine wollen durch diese Zusammenarbeit vor allem Spielerinnen aus den Regionen Bonn und Euskirchen die Möglichkeit geben, ihre Fähigkeiten nicht nur in Jungenteams zu beweisen, sondern auch den Topbereichen des Mädchenfußballs ihren Stempel aufzudrücken.

So haben die Verantwortlichen zwei Talenttage unter der Leitung von SC-13-Jugendkoordinatorin Saskia Oebel-Noack auf der Anlage von Rot-Weiß Merl vereinbart.

Hier sollen beide Clubs ihre bereits starken Teams noch erweitern können.

Regelmäßiger Austausch zwischen den Trainern

Des Weiteren findet ein regelmäßiger Austausch zwischen den Trainern beider Abteilungen statt.

Diese werden der Förderung von Spielerinnen und Übungsleitern dienen, die in diesem Zusammenhang auch gegenseitig Probetrainingseinheiten untereinander vermitteln werden.

Vor allem die Talenttage, die bislang in Bad Neuenahr stattgefunden haben, spülten schon einige Talente in die Juniorinnen-Bundesliga. Paula Gau, die 2015 am Kurstädterinnen-Tag teilnahm, wurde seinerzeit für die damalige U15 übernommen und spielt nun bereits im zweiten Jahr in der höchsten deutschen Mädchenfußballklasse. Paulas ursprünglicher Verein war die JSG Erft 01, also genau im Einzugsgebiet der neuen Kooperation.

Jüngstes Beispiel ist Louisa Remien, die nun nicht nur das Tor der U12/13 des SC 13 hütet, sondern auch noch das Gehäuse ihres Heimatvereins bei den Jungen von Blau-Weiß Oedekoven.

Frauenteam der Merler soll zu alter Stärke geführt werden

Für die „Merlen“ aus dem Stadtteil Meckenheims geht es vor allem darum, ihre B- und C-Juniorinnen in der Mittelrheinliga zu etablieren und damit einen Weg einzuschlagen, der darin münden soll, das Frauenteam wieder zu alter Stärke zu führen.

Es ist also eine Win-win-Situation für beide Vereine, die in dieser Form wohl einzigartig im Großraum Köln/Bonn/Koblenz sein dürfte.

Versteckte Talente aufspüren

Saskia Oebel-Noack freut sich demnach auch sehr über den neu eingeschlagenen Weg: „Es wird sehr spannend werden, wie sich diese Zusammenarbeit entwickeln wird.

Die Vorfreude ist auf beiden Seiten sehr groß, und es dürften einige noch versteckte Talente den Weg zu einem der beiden Clubs finden.“

In der Regionalligamannschaft des SC 13 Bad Neuenahr spielt übrigens eine Akteurin, die beide Vereine bestens kennt: Stefanie Lotzien, die seit zwei Jahren als Mittelfeldmotor im Apollinarisstadion agiert und als zuverlässige Bank gilt.

Marcello Mastruoni (l.) und Leopold Trummer (Mitte) feiern die Kooperation mit Nina Dielmann, Michael Saal und Saskia Oebel- Noack (v.l.). Foto: Guido Kölzer

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