SV Rot-Weiß Merl, Abteilung Juniorinnenfußball
Kooperation mit dem SC 13 Bad Neuenahr soll gefördert werden
Meckenheim. Der SC 13 Bad Neuenahr und der SV Rot-Weiß Merl arbeiten künftig im Mädchenfußball zusammen, um den regionalen Juniorinnen-Fußball zu fördern. Von der Partnerschaft sollen talentierte Spielerinnen sowie beide Vereine profitieren.
Das frühe Ausscheiden der Frauennationalmannschaft bei der Europameisterschaft in der Niederlande und die niedrigen Zuschauerzahlen bei den Bundesligaspielen der Frauen können nicht über einen Fakt hinwegtäuschen: Fußball gehört zu den beliebtesten Sportarten bei Mädchen. In über 7000 Vereinen sind etwa 350.000 Mädchen aktiv, die unter 16 Jahre alt sind. Auch in den Regionen Bad Neuenahr und Bonn gehört Fußball zu den bevorzugten Sportarten bei Juniorinnen.
Bad Neuenahr und Merl, zwei regionale Traditionsvereine im Bereich des Frauen- und Juniorinnenfußballs, möchten miteinander den Mädchenfußball in der Region fördern. Dabei ist der gemeinsame Fördergedanke nicht das Einzige, was die beiden Vereine verbindet . In den vergangenen Jahren hat der sportliche Werdegang einiger Spielerinnen und Trainer von Merl nach Bad Neuenahr geführt. So sind derzeit mit Saskia Oebel-Noack, Andre Noack, Thomas Dressler und Andreas Plum gleich vier Übungsleiter im Dienst des SC 13 Bad Neuenahr, die früher Trainer beim SV Rot-Weiß Merl waren. Der Trend, dass Spielerinnen beider Vereine den Weg zu dem jeweiligen anderen Verein gehen, könnte sich durch den im Juni geschlossenen Kooperationsvertrag verstärken.
Marcello Montuori, Sportlicher Leiter für Juniorinnen in Merl, sagt: „Wir verstehen uns als ambitionierter Ausbildungsverein, der den Spielerinnen in der Region die bestmögliche Förderung ermöglichen möchte. Durch die Zusammenarbeit wird die leistungsgerechte Entwicklung der talentiertesten Spielerinnen ermöglicht und das Sichtungsnetzwerk von Bad Neuenahr erweitert. Spielerinnen und Trainer des SV Rot-Weiß Merl erlangen durch die Partnerschaft neue Erfahrungen. Derzeit spielen etwa 70 Juniorinnen bei uns im Verein, wir erhoffen uns durch die Kooperation einen noch größeren Zulauf.“ Neben gemeinsamen Talenttagen, sportlichen Schulungen oder dem Austausch zwischen den Trainern und Vereinsverantwortlichen gehört ein Förderprogramm für die talentiertesten Spielerinnen zu den Säulen der Kooperation.
Montuori meinte: „Es wäre ein Traum, wenn wir in Zukunft eine Spielerin in der Nationalmannschaft sehen, die durch diese Kooperation gefördert wurde.“
Ein erster Schritt in diese Richtung soll der für Sonntag, 1. Oktober, geplante gemeinsame Talenttag auf der Platzanlage des SV Rot-Weiß Merl sein.
„Dass dieser Werdegang durchaus realistisch sein kann, zeigt sich am Beispiel von Stefanie Lotzien, die in der Jugend des SV Rot-Weiß Merl ausgebildet wurde und aktuell mit der ersten Frauenmannschaft in der Regionalliga auf Punktejagd geht“, ergänzt Saskia Oebel-Noack, Aufbaubereichskoordinatorin des SC 13 Bad Neuenahr.
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