Lokalsport | 06.05.2022, 15:00 Uhr

53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy wurden zu BMW-Festspielen

Lehrmeister Farfus und Zögling Hesse begeistern mit atemberaubendem Finish

BMW dominierte im Kampf um den Gesamtsieg das Feld der 148 Fahrzeuge bei der 53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy.  Fotos: BURG
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Nürburg. Nachdem sich zum ersten NLS-Lauf mit 125 Fahrzeugen nur ein mäßiges Starterfeld gefunden hatte, präsentierten die Organisatoren der Adenauer Rundstrecken-Trophy den Fans mit insgesamt 160 Fahrzeugen eine sehr gut gefüllte Starterliste. Allen voran waren es beim Kampf um den Gesamtsieg die BMW-Piloten, die mit packenden Duellen der Veranstaltung des MSC Adenau ihren Stempel aufdrückten. Schon beim Qualifying sicherten sich die Fahrzeuge der Sportwagenschmiede aus München die ersten drei Startpositionen. Auf Rang vier folgte der Manthey-Porsche, der vier Wochen zuvor noch den Saisonauftakt gewonnen hatte.

Nach dem Start übernahmen zunächst auch die BMWs die führenden Positionen. In den kommenden Runden, konnte der Manthey-Porsche und zur Überraschung der zahlreichen Fans auch ein KTM X-Bow GT2, in die Dominanz der BMWs einbrechen. Nach einer Kollision des Porsches in der neunten Rennrunde zerschlugen sich jedoch alle Hoffnungen des Meuspather Teams auf einen erneuten Sieg. Auch der KTM musste sich nach dem Verlust des rechten Hinterrades und dem daraus resultierenden längeren Reparaturstopp aus der Spitzengruppe verabschieden.

Fortan machten die BMW-Teams den Gesamtsieg unter sich aus, was jedoch im weiteren Rennverlauf zu keinem Spannungsabbruch führte. Bis auf den letzten Meter lieferten sich die Besatzungen des ROWE BMWs mit Augusto Farfus (Monaco) und Connor De Philippi (USA) ein packendes Duell mit den Boliden der BMW- Junioren Max Hesse (Wernau), Neil Verhagen (GBR) und Dan Harper (USA). Am Ende konnte sich der Routinier Augusto Farfus mit gerade einmal 0,582 Sekunden gegen über dem Youngs¬ter Max Hesse durchsetzen. Das Podium komplettierten Christian Krognes (NOR), Andy Soucek (SPA) und Sami-Matti Trogen mit einem BMW GT3 von Walkenhorst Motorsport.

Auf Position vier folgte dann mit dem WRT-Porsche das erste Fahrzeug aus den Reihen der lokalen Teams. Pilotiert wurde der Porsche von der in Quiddelbach beheimateten Mannschaft von Julien Andlauer (F), Matt Campbell (AUS) und Mathieu Jaminet (F).

Während die lokalen Teams beim Heimrennen in der Gesamtwertung keine Podiumsplatzierung belegten, sah es in den einzelnen Klassenwertungen schon anders aus. Insgesamt 9 Plätze unter den Top 3 standen am Ende für die Mannschaften und Fahrer aus der Region zu Buche.

Mit Abstand am erfolgreichsten verlief das Rennen für das Team von Schmickler Performance. Die Mannschaft aus Bad Neuenahr-Ahrweiler konnte gleich drei Klassensiege ihrer NLS-Erfolgsstatistik hinzufügen. Für den Teamerfolg in der Porsche Cayman GT4 Trophy zeichneten sich Mauro Calamia (CH), Ivan Jacoma (CH) und Kai Riemer (Filderstadt) verantwortlich. Zudem platzierte sich, dass unter anderem von Stefan Schmickler (Bad Neuenahr-Ahrweiler) pilotierte Schwesterfahrzeug noch auf dem fünften Rang. Additional sicherten bei ihrem ersten Renneinsatz in der SP3T in dieser Saison, Carsten Knechtges (Mayen) und Achim Wawer (Karlsruher) dem Team von der Ahr mit dem Porsche 981 GT4 einen weiteren Klassensieg. Bei ihrem Erfolg konnten die Schmickler Piloten keine geringeren als die Seriensieger des vergangenen Jahres um den FIA Tourenwagen Pilot Benjamin Leuchter auf die Plätze verweisen. Ebenfalls mit einem Schmickler Porsche fuhren Albert Egbert sowie Thomas und Christian Heuchemer (beide Bad Ems) in der Klasse V6 als Sieger über die Ziellinie.

Der Erfolg in der CupX-Klasse ging, an die Adenauer Mannschaft von Teichmann Racing für die Stephan Brodmerkel, Constantin Schöll und Laura Kraihamer den Sieg einfuhren. Auf Rang zwei folgte ein weiterer KTM X-Bow GTX des Teams der unteranderem von Maik Rönnefahrt (Bad Neuenahr-Ahrweiler) pilotiert wurde. Ebenfalls auf der Siegerstraße fuhren in der neuen Porsche CUP 2 Klasse die Piloten des Meuspather Black Falcon Teams. Zudem belegte man mit dem von Tobias Wahl aus Remagen und seinen Teamkollegen gesteuerten Porsche 718 Cayman GT4 eine zweite Position in der SP10.

Den Sieg in dieser Klasse ging aber an das Team von Ring Racing aus Boxberg bei Kelberg. Wo Andy Gülden (Reifferscheid) auch beim Rennen seines Heimatvereins an die Leistungen des ersten Laufes anknüpfen konnte und mit dem Toyota Supra GT4 gemeinsam mit Heiko Tönges (Bell) und Michael Tischner (Marl) den Sieg einfuhr.

Das Team von Prosport-Racing aus Wiesemscheid rundete in der Klasse V5 mit einem zweiten Rang die Erfolge der lokalen Teams ab.

Die NLS begibt sich nun in eine verlängerte Frühlingspause bevor am 25. Juni mit dem 45. RCM DMV Grenzlandrennen die Saison fortgesetzt wird. Viele Teams werden aber vom 6. bis 8. Mai das 24h- Qualifikationsrennen noch einmal zu einem letzten Test nutzen, bevor sie zur 50. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens vom 26. bis 29. Mai an den Start rollen.

BURG

Mit dem Porsche 981 GT4 konnten Carsten Knechtges (li.) und Achim Wawer den Sieg in der SP3T für das Team von Schmickler Performance einfahren.

Mit dem Porsche 981 GT4 konnten Carsten Knechtges (li.) und Achim Wawer den Sieg in der SP3T für das Team von Schmickler Performance einfahren.

Rang eins und zwei in der CupX-Klasse für die beiden KTM X-Bow GTX von Teichmann Racing.

Rang eins und zwei in der CupX-Klasse für die beiden KTM X-Bow GTX von Teichmann Racing.

Der siegreiche Toyota Supra GT4 von Ring Racing unteranderem mit Andy Gülden aus Reifferscheid.

Der siegreiche Toyota Supra GT4 von Ring Racing unteranderem mit Andy Gülden aus Reifferscheid.

BMW dominierte im Kampf um den Gesamtsieg das Feld der 148 Fahrzeuge bei der 53. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy. Fotos: BURG

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