Buschhoven entfernt sich nach 1:0 in Godesberg von den Abstiegsplätzen
Meller köpft Hertha in letzter Minute zum Sieg
Buschhoven. „Hier ist etwas zu holen heute“, war Hertha-Trainer Günter Weber schon vor dem Spiel trotz ungünstiger Voraussetzungen optimistisch gestimmt. Der Optimismus vom Start wich in der Pause einer kurzen aber lauten Halbzeitansprache und folgte nach Spielschluss grenzenloser Erleichterung. Dazwischen lagen 90 meist ereignislose Minuten, in denen Chancen Mangelware waren und der Spielfluss auf dem unfassbar schlechten Godesberger Ascheplatz von vielen nicht geahndeten Fouls gestört wurde. Ohne die verletzten Mike Schröder, Marvin Schuster und Thomas Schmidt, dafür aber mit dem noch nicht ganz wieder genesenen Marco Meller in der Startformation nahm die Hertha den Kampf vom Start weg an, kam gegen die engagierten Gastgeber aber nur schwer ins Spiel. Den hart spielenden Godesbergern setzten die Buschhovener eine nicht minder harte Spielweise entgegen, bedauerlicherweise war der Schiedsrichter Bernhard Schmuck an diesem Nachmittag ein Freund sehr großzügiger Zweikampfbewertung und ließ unverständlicherweise auf beiden Seiten eine Unzahl an klarer Vergehen ungeahndet, weshalb das Spiel in eine unschöne Richtung zu kippen drohte. Spielerisch lief in den ersten 45 Minuten hüben wie drüben nichts zusammen. Aus den Defensivreihen wurden die Bälle, auch aus Angst vor dem unberechenbaren Geläuf, zumeist im hohen Bogen zurück in die andere Hälfte befördert, sodass kein Spielfluss entstehen konnte.
Zweite Halbzeit
Auch in der zweiten Hälfte konnte man den Swisttalern kämpferisch nichts vorwerfen, dennoch schien Godesberg der Führung lange Zeit näher. Ein aufmerksames Spiel von Torwart Simon Stute und der Defensivabteilung der Hertha konnte ein Gegentor aber bis zum Schluss verhindern. Aufregung dann kurz vor Schluss, als der gerade erst eingewechselte Faton Gashi auf Seiten der Gastgeber Philipp Velten mit einem Ellbogencheck in die Rippen zu Boden streckte. Diesmal war Schiri Schmuck aufmerksam und verwies Gashi folgerichtig mit der Roten Karte des Feldes (87.). Godesberg verlor nun die Ordnung und die Hertha witterte plötzlich Morgenluft. Timo Meller konnte in aussichtsreicher Position nur mit einem Foul gestoppt werden und Michael Schallenberg legte sich den Ball zum Freistoß zurecht. Seine Hereingabe fand den völlig allein gelassenen Timo Meller, der den Ball per Kopf ins Tor verlängerte (88.).
Kollektiver Jubel
Was folgte war kollektiver Jubel über Mellers bis dato wohl wichtigsten Treffer der Saison. Die letzten Minuten brachte die Weber-Elf mit letzten Kräften über die Zeit und freute sich im Anschluss ausgelassen über die im Kampf um den Klassenerhalt überlebenswichtigen drei Punkte, mit denen sich die Mannschaft vier Spieltage vor Schluss in der Tabelle vier Punkte vom ersten Abstiegsplatz entfernt wiederfindet. Auch wenn den Sieg an diesem Nachmittag in Godesberg keine Mannschaft so richtig verdient gehabt hätte, war der Erfolg der Hertha auch eine nachträgliche Belohnung für die Mühen der letzten Partien, in denen das Team tapfer kämpfend am Ende stets mit leeren Händen dastand.
Das nächste Spiel
Am nächsten Sonntag ist der Tabellenzweite FC Rheinbach zu Gast in Buschhoven. Anstoß ist um 15 Uhr.
Stute, Schönenstein (36. S. Meller), Overkamp, Velten, Schmitz, Sieger, Wolters, T. Meller, Schallenberg, M. Meller (75. Wüst), Weber. Tore: 0:1 T. Meller (88.); Rote Karte: Gashi (87.)
