Lokalsport | 11.02.2020

Bad Neuenahrer geht in den USA an den Start

Nico Mausch startet im Juni beim „härtesten“ Radrennen der Welt

Erfolgreiche Teilnahme am Race Around Austria 2019. Fotos: privat

Bad Neuenahr-Ahrweiler. 4.800 Kilometer nonstop, von der West zur Ostküste der USA, wird der Bad Neuenahrer Extremsportler beim Race Across America (RAAM) das am 16. Juni im Kalifornischen Oceanside startet, unter die Räder nehmen. Damit erfüllt sich der Traum, am härtesten Radrennen der Welt teilzunehmen, schneller als er sich je zu träumen wagte.

Möglich wird dies nicht zuletzt, durch die Unterstützung seiner Familie und Freunden, die nach der erfolgreichen Teilnahme am Race Around Austria 2019 sofort sagten „und jetzt fahren wir zum RAAM“.

Eine solche Distanz legt man nicht aus Spaß oder einfach mal so zurück! Stattdessen investiert man viel Zeit in Training, sitzt mehr als einmal, auch bei schlechtem Wetter, auf dem Rad um seinen Willen zu stärken. Dass diese Willenskraft bei ihm vorhanden ist, hat Nico Mausch, seitdem er 2017 beim Race Across The Alps erfolgreich finishen konnte, mehrfach unter Beweis gestellt.

So gewann er, knapp drei Wochen nach RATA das 24-Stunden MTB-Rennen am Nürburgring als Einzelfahrer!

Und was mit einer fixen Idee anfing, sollte langsam Realität zu werden. So folgte 2018 die erste RAAM-Qualifikation im Rahmen des italienischen Alpenrennens Dolomitica. 2019 sollten nach dem Race Across Germany von Aachen nach Görlitz und Race Around Austria vom Attersee zum Attersee, zwei weitere Einladungen folgen. Und dabei fragt, auch er sich, mehr als einmal, warum tut ein Mensch solche Dinge?

Diese Frage beantwortet er mit einem Lächeln. „Es schafft Erlebnisse“! Erlebnisse die er während des Rennens mit seinem 8-köpfigen Betreuerteam teilen wird und die für immer im Gedächtnis bleiben werden.

„Du musst es wirklich wollen und das mit aller Konsequenz“ und das gilt für das gesamte Team!

So investiert jedes Teammitglied im Vorfeld eine Menge Zeit. Seit November 2019 trifft man sich monatlich um alle relevanten Themen zu besprechen, Aufgaben zu verteilen und taktische Dinge zu besprechen.

Auch teambildende Maßnahmen spielen eine große Rolle, denn auch die „CREW“ wird während der 288 Stunden Rennzeit an seine Grenzen stoßen. Körperliche und psychische Belastungen werden bei allen sehr groß sein. Innerhalb weniger Stunden wechseln die Klimazonen, von der Wüste Arizonas, in der zwischen 40 und 50 Grad Celsius herrschen und den Rocky Mountains, mit seinen über 3000 Meter hohen Pässen und Temperaturen um den Gefrierpunkt. Mangelnder Schlaf, wird bei der Durchquerung von vier Zeitzonen, nicht nur zum Problem des Akteurs auf dem Rad, auch seine Betreuer werden damit zu kämpfen haben.

Sechs Personen betreuen den Radler

Zu tun gibt es für die Betreuer während des Rennens genug, weiß Crew Chef Thomas Küpper, der auch schon bei der Umrundung Österreichs im vergangenen Jahr dabei war, zu berichten. Jeweils zwei Betreuer begleiten den Fahrer permanent mit dem sogenannten „PACECAR“, versorgen ihn mit Nahrung, Getränken und sorgen für seine Sicherheit. Vonstatten, geht das nach einem ausgeklügelten Schicht System, mit insgesamt sechs Personen. Zwei Weitere, sind mit einem Camper (ein ca. 9 Meter langes Wohnmobil) unterwegs, indem Radfahrer und Crew kurze Schlafpausen abhalten werden. Aber auch Essen zubereiten, Wäsche waschen und einkaufen, zählt zu ihren Aufgaben. Auch die Leistungsdaten des Radfahrers müssen permanent kontrolliert werden, dafür zeichnen sich seine beiden Trainer, die mit von der Partie sein werden, verantwortlich. Mit einem Physiotherapeuten und einem Fachmann für medizinische Notfälle, wird man auch auf diesem Sektor gut aufgestellt sein, sagt Küpper. Bei einem Test-Rennen über mehr als 24 Stunden wird das gesamte Team verschiedene Situationen durchspielen, Navigation und Kommunikation testen.

Natürlich ist ein solches Rennen, auch eine finanzielle Herausforderung, nicht weniger, als eine mittlere fünfstellige Summe, kostet eine Teilnahme, samt der erforderlichen Logistik. Mit ein wenig Stolz sagt Mausch „es gibt Menschen, die Spaß daran haben, diesen Weg gemeinsam mit mir zu gehen“ und verweist dabei auf seine langjährigen Partner.

Und natürlich wird es ein extra für dieses Rennen angefertigtes Trikot geben, das jeder, der mich direkt unterstützen möchte, käuflich erwerben kann.

Mehr Infos zu den Rennen und zu Nico Mausch Ultra Cycling unter: www.ultracycling.online und Team Nico Mausch Ultra Cycling bei Facebook

Der Extremsportler Nico Mausch.

Der Extremsportler Nico Mausch.

Erfolgreiche Teilnahme am Race Around Austria 2019. Fotos: privat

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