Lokalsport | 03.05.2017

SG Hocheifel

Niederlage in letzter Minute

SG Hocheifel - SG Eich 1:2 (1:1)

Adenau. Im vorletzten Heimspiel der laufenden Saison hat die SG Hocheifel eine unglückliche 1:2 (1:1)-Niederlage gegen die SG Eich hinnehmen müssen. Gegen die stark abstiegsbedrohten Gäste aus Eich agierten die Schützlinge von Mario Etteldorf von Beginn an relativ dominant und hatten einen sehr hohen Ballbesitzanteil. Gleichwohl gelang es den Hausherren zunächst kaum, gegen die gut organisierte und dicht gestaffelte Abwehr der Gäste Torchancen zu erspielen. Lediglich ein Weitschuss von Daniel Gördes flog in Richtung des Eicher Tores, verfehlte dieses jedoch. In der 17. Spielminute wagte sich die SG Eich dann ihrerseits erstmals in die Offensive und war sofort erfolgreich: ein Mittelfeldspieler der Gäste bekam zu wenig Druck und steckte den Ball auf einen Stürmer durch, der aus stark abseitsverdächtiger Position den herausstürmenden Michael Lußem umkurvte und dann gekonnt aus spitzem Winkel vollstreckte. Trotz der erheblichen Proteste der SGH-Spieler gab der Unparteiische den Treffer, sodass die SGH fortan dem sehr unglücklichen Rückstand hinterherlaufen musste. Es zeigte sich jedoch, dass die Gastgeber durch den Gegentreffer offensichtlich zusätzlich angestachelt wurden, und nur sechs Minuten nach dem 0:1 egalisierte Tom Wolff den Rückstand mit einem starken Rechtsschuss, nachdem er zuvor hervorragend von Lukas Knelke per Hacke in Szene gesetzt worden war. Auch nach dem Ausgleich blieb die SGH das klar spielbestimmende Team, allerdings gelang es auch weiterhin nur sehr selten, zu eigenen Abschlüssen zu kommen. Häufig kombinierte man sich bis tief in die gegnerische Hälfte, das letzte und entscheidende Zuspiel war aber stets zu ungenau. Da auch die SG Eich mit ihren Kontern nicht mehr wirklich für Torgefahr sorgen konnte, ging mit dem für die Gäste etwas schmeichelhaften Zwischenstand von 1:1 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel veränderte Etteldorf die taktische Ausrichtung seines Teams und ließ nun mit einer Viererkette in der Abwehr spielen, damit gerade auf den Außenbahnen noch höherer Offensivdruck ausgeübt werden konnte. Allerdings gelang es seinen Schützlingen auch weiterhin viel zu selten, Torgefahr auszustrahlen. Eine Ausnahme bildete ein direkter Freistoß von Tobias Weiler, den der Eicher Torhüter mit einer Glanzparade aus dem Winkel fischte. Mit zunehmender Spieldauer wirkte die SGH aufgrund der mangelnden Durchschlagskraft zunehmend ungeduldiger und in das eigene Kombinationsspiel schlichen sich immer mehr Fehlpässe ein. Der Gegner aus Eich stand in der Defensive weiterhin sehr sicher und lauerte auf Kontergelegenheiten, die sie dann allerdings mehrfach leichtfertig vergaben. Als es dann bis in die Schlussphase bei dem 1:1 blieb und bereits alle mit einem Remis rechneten, kam es in der 90. Spielminute zur spielentscheidenden Szene: eine Freistoßflanke wuchtete ein Eicher Angreifer per Kopf ins Tor und sorgte mit diesem Siegtreffer in letzter Minute für den nicht wirklich verdienten Auswärtserfolg seiner Mannschaft. Den Spielern der SGH war die Enttäuschung über die Niederlage nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben, denn allen Akteuren war bewusst, dass diese nicht nur überraschend, sondern auch komplett unnötig war. Allerdings muss sich die Mannschaft die Frage gefallen lassen, warum sie trotz der optischen Überlegenheit nur so wenig Torchancen erspielen konnte. Die Gäste aus Eich waren an diesem Tag schlichtweg viel effektiver in der Offensive und konnten dadurch drei Punkte aus dem Eifelstadion entführen. Für die Kombinierten vom Nürburgring geht es nun darum, die bittere Niederlage abzuhaken und im kommenden Spiel bei der DJK Kruft wieder zur Form der vergangenen Wochen zurückzufinden.

Das Team muss nicht nur aufgrund des angepeilten dritten Tabellenplatzes schnell wieder eine bessere Leistung zeigen, sondern es gilt auch im Hinblick auf das noch anstehende Pokalfinale Ende Mai, die Spannung bis zum Saisonende hochzuhalten. Für das Spiel standen der SGH neben Simon Schmitz auch Kevin Pung (angeschlagen), Sebastian Lauermann (private Gründe) und Martin Hertel (Oberschenkelzerrung) nicht zur Verfügung.

Für die SGH spielten: Lußem- Baur (Pauly/68.), Weiler, Schäfer- Gördes (Wiese/68.), Schumacher, Nguyen (Kötting/55.), Hoffmann- Dederichs, Knelke- Wolff.

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