Fußball - SV Rot Weiß Queckenberg
Pech im Glück auf der Queckenberger Alm
SV RW Queckenberg : FC Pech II 1:1 (0:0)
Rheinbach. Nur den strahlenden Sonnenschein hatte die Spitzenbegegnung zwischen dem SV Rot Weiß Queckenberg und dem FC Pech II mit dem Hinrundenkracher gemein. Von einem offenen Schlagabtausch wie beim 3:3 in Pech war diesmal nichts zu sehen. Allerdings lag das weniger an den Gastgebern. Denn wieder einmal rollten im Minutentakt die Rot Weißen Attacken auf des Gegners Gehäuse. Immer wieder angetrieben von dem zahlreich erschienenen, lautstarken Anhang suchte die Müller/Kurek-Truppe ihr Heil in der Offensive. Vom Staffelprimus war dagegen herzlich wenig zu sehen. Gelegentlich verirrte sich doch einmal ein FC-Spieler zaghaft über die Mittellinie, wurde dann jedoch schon weit vor dem Roitzheim-Kasten von den emsigen RWQ-Abräumern zurück in die eigene Hälfte beordert. Leider schlug sich das laufintensive und kraftraubende Spiel der Queckies zu selten in klaren Torchancen nieder. Und wenn, dann fehlte den Stürmern das Glück bzw. die Präzision für einen erfolgreichen Abschluss.
Auch nach dem Seitenwechsel peitschte das engagierte Trainergespann seine Mannschaft immer wieder nach vorn. Und endlich, nach einem Fehlpass der Gäste an der Mittellinie, schickte Mundorf seinen kongenialen Partner Wisniewski zum X-ten Male auf Torejagd und endlich erlöste dieser mit seinem vierten Saisontreffer zum hochverdienten 1:0 alle mitfiebernden Anhänger und Freunde des RWQ (65.). Doch die Freude währte nicht lang. Nur 120 Sekunden später nutzte der Gast eine seiner drei Möglichkeiten zum extrem schmeichelhaften Ausgleich. Dieser Schock lähmte fortan das bisher so quirlige und wunderschön anzuschauende Spiel der Gastgeber. Vor allem aber die kräftezehrenden letzten Wochen im Champions League-Rhythmus spürten die Queckenberger nun vermehrt in ihren Knochen. Obwohl bis zum Abpfiff bravourös und aufopferungsvoll kämpfend, waren sie an diesem Tage nicht mehr in der Lage nochmals die berühmte Schippe drauf zu legen. Nachdem der souveräne und umsichtige Schiedsrichter Peter Bollig die Partie beendet hatte, lagen 13 verstaubte und ausgepowerte SV-Spieler tief enttäuscht auf der Queckenberger Asche, ließ man doch heute definitiv zwei Punkte liegen. Das Team wird nun die kommenden sechs spielfreien Tage nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen. Die nächste Herausforderung stellt sich in Fritzdorf auf dem einzigen Rasenplatz der Kreisliga D. Gegen den gastgebenden SV Rheinwacht wird sich wieder eine große Rot Weiße Fankolonne auf den Weg machen.
Es spielten: Roitzheim - Rücker, Wyrzykowsky, Haas - D. Declair, Raffino, Uygur, Becker, Geimer - Mundorf - Wisniewski.
Verstärkung: Geimer, Themel.
Eiserne Reserve: Kolvenbach, Weber.
