Fußball - SV Rot Weiß Queckenberg
Punktgewinn hat bitteren Beigeschmack
SV Rot Weiß Queckenberg : Alemannia Adendorf II 1:1 (1:0)
Queckenberg. Nach dem Schlusspfiff des äußerst inkonsequent leitenden Schiedsrichters wussten die Queckenberger nicht so recht, wie sie das 1:1 gegen Alemannia Adendorf II einordnen sollten. Mit einem Traumtor durch Jean Mundorf nach Abeling-Ablage gingen die Rot Weißen in der 28. Minute hochverdient in Führung. Zu diesem Zeitpunkt lag Wisniewski bereits mit schmerzverzerrtem Gesicht abseits des Platzes. Sicherlich kann man bei der voraus gegangenen Aktion in der 15. Minute dem Verteidiger der Gäste keine Absicht unterstellen. Allerdings bleibt für alle Anhänger des RWQ unverständlich, warum das übermotivierte Einsteigen nicht einmal mit Gelb geahndet wurde. Als dann auch noch Gästefans und Betreuer der Alemannia durch unqualifizierte Äußerungen gegenüber dem schwer verletzten Stürmer auffielen, erhitzte dies den Queckenberger Volkszorn umso mehr. Die elf Mann auf dem Platz stürmten allerdings weiter mutig nach vorn, ungeachtet der oftmals über der Grenze des Erlaubten agierenden Alemannen. Rücker organisierte seine Abwehr hervorragend, konnte sich dabei jederzeit auf seine allgegenwärtigen Manndecker verlassen. Uygur und Raffino setzten ein ums andere Mal gekonnt die laufstarken Flügelspieler in Szene, die wiederum den Pass in die Spitzen suchten, allein das Zweite und sicherlich beruhigende 2:0 wollte einfach nicht fallen. So wechselte man mit dem denkbar knappen Vorsprung die Seiten. Auch im zweiten Durchgang wollten die Gastgeber unbedingt nachlegen. Allerdings ließ man jetzt dem Gegner bedeutend mehr Räume, war nicht mehr so eng an dem jeweiligen Gegenspieler. Schließlich fiel wie aus heiterem Himmel in der 65. Minute der Ausgleich. Ein vermutlich als Flanke gedachter Ball entwickelte sich zu einer gefährlichen Bogenlampe, die sich sehr zum Leidwesen aller Queckenberger Fußballfreunde irgendwie ins Gerhard-Gehäuse verirrte. Damit sind auch schon sämtliche Angriffsbemühungen der biederen Gäste nach dem Wiederanpfiff hinreichend geschildert. Vielmehr verlagerte sich das Spielgeschehen weit in die Hälfte der Adendorfer. Mit Geimer und Schorn brachten die Trainer zwei frische Kräfte, die das Queckenberger Offensivspiel noch einmal kräftig ankurbelten. Obwohl noch einige sehr gute Einschussmöglichkeiten erarbeitet wurden, blieb es am Ende bei dem für die Gäste schmeichelhaften Remis.
Fazit: Nach den zuletzt enttäuschend verlaufenen Partien präsentierte sich am Sonntag eine eingeschworene, tapfer kämpfende Gemeinschaft, die ihren wieder einmal zahlreich erschienen treuen Anhängern Spaß am Fußballspielen vermittelte. So gingen die Queckies zu recht erhobenen Hauptes vom Platz und widmeten den teuer erkämpften Punkt ihrem verletzten Wirbelwind Dawid Wisniewski.
Es spielten: Gerhard - Wyrzykowski, Rücker, Haas - Nordt, Buchwald, Raffino, Uygur, Becker - Wisniewski, Abeling.
Verstärkung: Mundorf, Geimer, Schorn.
