Fußball SV Rot-Weiß Queckenberg
RWQ verliert den Anschluss an die Tabellenspitze
Queckenberg. Nachdem sich der SV Rot Weiß Queckenberg in der Hinrunde mit begeisterndem Offensivfußball ungeschlagen zum Branchenprimus geballert hatte, ist nach den ersten drei Partien im Jahre 2013 (darunter zwei Nachholer aus 2012) auf der Alm Ernüchterung eingetreten.
Bereits letzte Woche sollte mit einem Heimsieg gegen die dritte Reserve von Rot Weiß Merl die 0:1-Niederlage in Volmershoven-Heidgen vergessen gemacht werden.
Jedoch erwies sich der Gast als eine Nummer zu groß, mit 0:5 musste man sich den Meckenheimern geschlagen geben. Vielleicht fiel diese Niederlage um ein bis zwei Tore zu hoch aus, auf jeden Fall hätten die tapfer kämpfenden Queckies mindestens einen Treffer verdient gehabt. Jedoch wurden schlussendlich die drei Punkte verdientermaßen von einer spielstarken, gut organisierten Gästeelf entführt. Nachdem Keeper Gerhard in den Anfangsminuten zweimal mit großartigen Reflexen Schlimmeres verhinderte, fand endlich der Gastgeber den Weg nach vorn. Mitten in dieser Drangphase schlug Merl eiskalt zu und führte nach einem Doppelpack (22. und 25.) 2:0 zur Halbzeit.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff schlug es erneut im RWQ-Gehäuse ein. Damit war der Drops endgültig gelutscht. Obwohl die Mannschaft weiter ihr Heil in der Offensive suchte und auch einige gute Chancen herausspielte, wurde das Engagement nicht mit dem Ehrentreffer belohnt. Vielmehr schraubten die cleveren Gäste mit klug vorgetragenen Kontern das Ergebnis noch in die Höhe.
Namensvetter Dünstekoven
Mit dieser schweren Niederlage im Gepäck reiste man am Ostermontag zum Namensvetter nach Dünstekoven.
Ein Blick auf die Tabelle verriet die Stärken des Tabellenelften: Mit 25 Gegentreffern verfügt der Gegner über den besten Abwehrbeton im unteren Tabellendrittel. Und dies musste eine von Beginn an auf Offensive ausgerichtete RWQ-Elf leidvoll erfahren. Trotz des Elf-Mann-Abwehrbollwerks kamen die Queckies zu zahlreichen Chancen, um endlich mit dem ersten Rückrundentreffer in Führung zu gehen.
Allerdings belohnte man sich nicht für das pausenlose Anrennen. Als dann in der 28. Minute ein unnötiger Ballverlust kurz vor dem eigenen Sechzehner zum vollkommen unverdienten 1:0 für die Dünstekovener führte, verlor der SV Rot Weiß Queckenberg seine Organisation und den Spielfaden. Zwar spielte man weiter nur auf ein Tor, jedoch blieb vieles in den Angriffsbemühungen Stückwerk.
Nach der Pause sahen die vielen Gästefans und die überschaubare Anhängerzahl der Heimelf den gleichen Spielverlauf.
Der RWQ biss sich ein ums andere Mal an dem Abwehrriegel die Zähne aus, während die Gastgeber auf die wenigen sich bietenden Konterchancen warteten.
Bereits in der 50. Minute war es dann soweit, als die mit offenem Visier agierenden Queckenberger einen Gegenstoß nur per Foul unterbinden konnten, entschied der Referee auf Elfmeter. Diese Chance ließ sich Dünstekoven nicht entgehen.
Einziger Lichtblick in einer zweiten Halbzeit, die mehr Krampf als Kampf darbot, war Mundorfs Anschlusstreffer nach 250 torlosen Spielminuten (70.). Zu mehr als dieser Ergebniskosmetik waren die Gäste an diesem Tage nicht mehr im Stande.
Fazit: Den bisher ungewohnten bitteren Geschmack von Niederlagen muss die aus der Hinserie erfolgsverwöhnte Müller/Kurek-Truppe nun erst einmal verdauen.
Erst in solchen Zeiten zeigt sich die wahre Größe einer Mannschaft.
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass bald auch wieder Erfolgserlebnisse am Mount Queck gefeiert werden können. Verdient haben es sich die Trainer und auch die Mannschaft allemal.
Es spielten beim RWQ: Gerhard, Abeling, Haas, Becker, Wyrzykowski, Buchwald, Uygur, Geimer, Nordt, Mundorf, Wisniewski, Akin, Raffino, Gümüs, Rücker, Declair, St. Frank, Roitzheim, Schorn, Weber.
