Lokalsport | 27.03.2019

VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring

Rowe BMW siegte beim ersten Lauf

Noch in der letzten Runde begeisterten spannende Überholmanöver die Zuschauer. Das Foto zeigt den Angriff der beiden GetSpeed Mercedes AMG GT3 gegen den Frikadelli Porsche.Fotos: BURG

Nürburg. Mit einer Geduldsprobe für Teams und Fans startete am vergangenen Samstag die VLN Langstreckenmeisterschaft in die neue Saison. Aufgrund von Nebel hatte sich in den Morgenstunden auf dem Nürburgring kein Rad gedreht. Und so sichteten die zahlreichen Fans, die bei einer Temperatur von nur fünf Grad Celsius an der Strecke ausgeharrt hatten, erst gegen 12.30 Uhr die ersten Boliden in der „Grünen Hölle“. Aufgrund dieser erheblichen zeitlichen Verspätung wurde das Zeittraining von 90 auf 60 Minuten verkürzt.

Ebenso modifizierten die Verantwortlichen den weiteren Ablauf des Saisonauftakts, wonach der Start des auf zwei Stunden und 45 Minuten angesetzten Rennens dann auch planmäßig um 15.20 Uhr erfolgte. Die Geduldsprobe der Fans sollte danach jedoch durch packenden Motorsport in dem 151 Fahrzeuge starken Starterfeld, bei sogar zeitweiligem Sonnenschein, belohnt werden.

Insgesamt siebenmal wechselte im Verlauf des Rennens die Führung, bevor Nick Catsburg (Niederlande), Marco Wittmann (Führt) und John Edwards (USA) mit dem BMW M6 GT3 von Rowe Racing als Sieger die Ziellinie überquerten. Der Vorsprung der Sieger auf die Zweitplatzierten Fred Makowiecki und Patrick Pilet (beide Frankreich) mit einem Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing betrug am Ende 5,486 Sekunden. Zuvor war es in der letzten Runde zum Showdown zwischen dem in Führung liegenden Porsche und dem BMW gekommen. Am Ende einer Code-60-Zone hatte der BMW-Pilot schneller reagiert und das entscheidende Überholmanöver absolviert. Auf Position drei komplettierten Connor De Phillippi (USA), Tom Blomqvist (Großbritannien) und Mikkel Jensen (Dänemark) in einem weiteren Rowe BMW das Podium. Mit einem Rückstand von nur 0,281 Sekunden verpassten Klaus Bachler (Österreich) und Jörg Bergmeister (Langenfeld) im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports als Vierte nur knapp das Podest. Platz fünf belegten Matt Campbell (Australien) und Mathieu Jaminet (Frankreich) im Frikadelli Porsche.

Das Schwesterauto des Teams aus Barweiler, das von Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Barweiler) und Alexander Müller (Schweiz) pilotiert wurde, erreichte auf Position 16 das Ziel. Den schnellsten Audi R8 LMS brachten die Lokalmatadore von Phoenix Racing aus Meuspath an den Start. Der von Vincent Kolb (Frankfurt) und Frank Stippler (Bad Münstereifel) pilotierte Bolide belegte Rang sechs. Unglücklich verlief das Rennen hingegen für den zweiten Manthey-Porsche und die beiden Mercedes AMG GT3 der ebenfalls in Meuspath beheimateten Teams von GetSpeed und Black Falcon, die bereits im Startgetümmel ausgangs der Veedol-Schikane miteinander kollidierten und ausschieden.

Ein Wörtchen mitreden

Mit einem Sieg im KTM X-Brow GT4 Cup und der zweiten Position in der Porsche Cayman GT4 Trophy startete das Team von Teichmann Racing aus Adenau sehr erfolgreich in die neue Saison. In der mit 13 Fahrzeugen stark besetzten Porsche-Cup-Klasse besteht damit in diesem Jahr für das Team auch die Möglichkeit, bei der Vergabe der Meisterschaft ein Wörtchen mitzureden. Allerdings müsste dafür fortan die Klasse dominiert werden, was bei der im ersten Lauf ersichtlichen Leistungsdichte der Teams schwerfallen dürfte. Gleiches gilt auch für das Team von Scheid Honert Motorsport aus Kottenborn, dessen Fahrerduo in dem mit 15 Fahrzeugen gestarteten BMW M240i Racing Cup ebenfalls den zweiten Rang einfahren konnte.

Drei Klassensiege standen am Ende für das Team von Black Falcon zu Buche. Die in Meuspath beheimateten Falcons schlugen in der Klasse SP8T und SP10 jeweils mit einem Mercedes-AMG GT4 sowie in der Klasse V6 mit einem Porsche 911 Carrera zu.

Für so manch erstaunten Blick in Box 19 sorgte das Team von Kruse Motorsport. Fußballprofi Max Kruse nutzte die Länderspielpause in der Bundesliga, um selbst beim VLN-Einstand seines Motorsportteams dabei zu sein und dem Fahrer Duo Andy Gülden und Benjamin Leuchter Glück zu wünschen. „Langstreckenrennen bedeuten für unser Team natürlich eine ganz neue Herausforderung. Ich persönlich will immer gewinnen, das Team sieht das genauso“, sagte der Kapitän des Bundesligisten Werder Bremen.

Das Aus kam kurz vor Schluss

Dass dies nicht immer gelingt, weiß Kruse nur zu gut aus der Fußball-Bundesliga. Und so musste er drei Runden vor Schluss auch das Aus seines in der TCR-Klasse führenden VW Golf hinnehmen. Der nächste Anstoß für sein Motorsportteam erfolgt bereits am Samstag, 13. April, mit dem zweiten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft.

Auch bei diesem zweiten Lauf dürfen sich die Fans mit Blick auf die Vorbereitungen der Teams auf das 24-Stunden-Rennen sicherlich auf ein erneut attraktives Starterfeld freuen. BURG

151 Fahrzeuge starteten zum Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring.

151 Fahrzeuge starteten zum Saisonauftakt der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia

Fußballprofi Max Kruse mit seinen beiden Fahrern Andy Gülden (links) und Benjamin Leuchter (rechts).

Fußballprofi Max Kruse mit seinen beiden Fahrern Andy Gülden (links) und Benjamin Leuchter (rechts). Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia

Rang zwei in der Porsche Cayman GT4 Trophy gab es für die Piloten von Teichmann Racing.

Rang zwei in der Porsche Cayman GT4 Trophy gab es für die Piloten von Teichmann Racing. Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia

Noch in der letzten Runde begeisterten spannende Überholmanöver die Zuschauer. Das Foto zeigt den Angriff der beiden GetSpeed Mercedes AMG GT3 gegen den Frikadelli Porsche.Fotos: BURG Foto: Peter Burggraf / PeBuMedia

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