Bonner FC Azadi - SV Rot Weiß Queckenberg 3:1 (1:1)
Späte Niederlage im „Glutofen“ an der Bonner Düne
Bonn. Der RWQ lieferte sich im Glutofen an der Bonner Düne mit dem gastgebenden C-Ligisten Bonner FC Azadi einen packenden Pokalfight. Vier Neuzugänge hatte Co-Trainer Abeling in die Startelf zu integrieren. Denn während der Chef Stefan Kurek die hochsommerlichen Temperaturen an der Ostsee genießt, vertrat ihn seine neue rechte Hand und stellte die Mannschaft hervorragend auf diese Begegnung ein. Unter den Augen zahlreicher neugieriger Zaungäste entwickelte sich ein munteres Spielchen. Nach einigen Startschwierigkeiten fanden die Queckies endlich ins Spielgeschehen und ergriffen nach circa fünf Minuten die Initiative. Als einer der zahlreichen Vorstöße nur durch Foul im Strafraum zu unterbinden war, übernahm Uygur die Verantwortung, legte die Pille auf den ominösen Punkt und verwandelte zur ersten Queckenberger Führung in einem Pflichtspiel der neuen Saison (15.). Die Gastgeber wirkten nach diesem Rückstand sichtlich geschockt und fanden zunächst kein Mittel gegen die kompakte, gut gestaffelte Defensive. Bereits an der Mittellinie unterbanden die „Neuen“ Heiliger, Rau und Nehring konsequent das einheimische Angriffspiel, am eigenen Sechzehner führten Klemm und Declair ein eisernes Regiment.
Doch nach etwa einer halben Stunde Spielzeit riss der bis dahin recht flüssige rot-weiße Spielaufbau und man vergeudete seine Energie mehr und mehr mit (nicht immer angebrachter) Schiedsrichterkritik, anstatt weiter gepflegten Fußball zu spielen. Damit machte man den Gegner natürlich stark, und Pierre Watty im RWQ-Gehäuse rückte vermehrt in den Mittelpunkt. Doch dieser machte seinem Namen alle Ehre, stand über die gesamte Spieldauer unter Starkstrom und verhinderte mehrfach den Ausgleich. Doch in der 38. Minute war auch er machtlos. Mit diesem gerechten Ergebnis gönnten sich beide Teams in der brütenden Mittagshitze ein fünfzehnminütiges Verschnaufpäuschen. Danach drehten die Voreifler mächtig an der Uhr und hatten vor allem zwischen der 55. und 70. Minute Großchancen zuhauf, um hier für klare Verhältnisse zu sorgen. Egal, ob mit dem Schädel, dem Vollspann, der linken oder rechten Klebe – es wurde gefeuert aus allen Rohren, allein das Aluminium bzw. der bravourös agierende Bonner Schlussmann ließ die Männer von der Madbach schier verzweifeln. Als man dem erfolglosen Anrennen und den nach wie vor enorm hohen Temperaturen etwas Tribut zollen musste, wagten sich auch die Gastgeber wieder aus ihrem Schneckenhaus und suchten nun ihrerseits die Entscheidung. Nach einem exzellent ausgeführten Freistoß war der Spielstand angesichts des Chancenverhältnisses auf den Kopf gestellt (85.). Nun stürmten die Gäste mit Mann und Maus nach vorn, allerdings waren die eigenen Akkus bereits ziemlich leer und anstatt den Ausgleich zu erzielen, kassierte man nach einem Konter sogar einen dritten Gegentreffer (90.).
Fazit: Insgesamt gefiel das neue Gesicht des RWQ, man trat als geschlossene Mannschaft auf und ließ es in Sachen Einstellung und Moral an nichts fehlen. Unbedingt erwähnt werden muss die Einwechslung des 18-jährigen Niklas Winkel (70.). Denn mit seiner Aufstellung fließt endlich wieder Queckenberger Blut in den Adern des RWQ.
Es spielten: Watty – Dupin, Declair, Klemm, Haas – Heiliger, Nehring, Uygur, Rau, Becker – Raffino.
