Talentschmiede II weiterhin Spitzenreiter
Knapper Auswärtssieg bei den Schachfreunden Ochtendung
Kreis Ahrweiler. Die Spitzenkämpfe in der B-Klasse des Schachbezirks Rhein-Ahr-Mosel fanden am Wochenende in Ochtendung statt.
Während es die zweite Mannschaft der Ahrteiler mit der dritten Mannschaft der Ochtendunger zu tun bekam, spielte zeitgleich der Tabellenzweite aus Nickenich gegen die vierte Mannschaft des Gastgebers nebenan.
Die Ahrtaler waren mit Jonas Naumann und Timo Schröder an den vorderen beiden Bretten favorisiert, Ben Klatt und Fjodor Jung wurden aber, gerade aufgrund der letzten sehr guten Ergebnisse durchaus Chancen eingeräumt.
Nach zwei Stunden war noch keine Partie entschieden, denn an allen Brettern wurde hart gerungen. Das erste Ergebnis lieferte Fjodor, der eine Kombination von Paul Rinke übersah und eine Figur verlor. Damit brach sein Widerstand und Ochtendung ging in Führung. „Schade“, kommentierte Trainer Thorsten Kammer, der diesmal als Mannschaftsführer eingesprungen war, „aber da war zwischendurch mehr drin. Zum Glück hat Timo fast zeitgleich ausgeglichen“.
Timo spielte gegen die Nachwuchshoffnung Nadir Üstüntas, der durch sein taktisches Geschick schon für die ein oder andere Sensation gesorgt hat. Die Marschroute war einfach, möglichst eine geschlossene Stellung zu erreichen, um den Gegner positionell zu überspielen. „Das war eine Meisterleistung“, war auch die einhellige Meinung der Mitspieler, „Timo hat seinen Gegner ohne taktische Verwicklungen einfach überspielt“. Erst als keine Gegenchance mehr vorhanden war, ging er zum entscheidenden Mattangriff über.
Jonas Naumann am Spitzenbrett spielte gegen die Jugendliche Ella Reuber, die derzeit in bestechender Form ist. Nach zweischneidiger Eröffnung, Jonas hatte einen Bauern weniger, aber dafür aktive Figuren, neigte sich die Waagschale klar zu Gunsten des Ahrtalers. Gleich mehrere Bauern machten sich auf den Weg zur gegnerischen Grundreihe. Allerdings zeigte die amtierende Rheinlandmeisterin, dass sie nicht gewillt war, sich so einfach in ihr Schicksal zu fügen. Sie verteidigte sich zäh und als Jonas in Zeitnot kam, wirkte es für einen Moment, als könnte sie das Ruder herumreißen. Aber dann griff auch sie fehl und Jonas konnte durch eine schöne Kombination wieder die Oberhand gewinnen. Das entstandene Endspiel gewann er sicher.
Die längste Partie des Tages spielte Ben Klatt. Nachdem die Eröffnung von beiden Seiten unorthodox behandelt wurde, konnte sich im Mittelspiel keine der beiden Seiten einen klaren Vorteil erspielen. So mündete das Spiel in einem leistungsgerechten Remis, wodurch der Mannschaftssieg für die Talentschmiede feststand.
„Das war ein spannender Kampf“ waren sich die beiden zweiten Vorsitzenden der Vereine Markus Höblich und Thorsten Kammer einig.
