Tennisevent mit Ranglisten-Spielern beim Tk am Stadtwald Rheinbach
Tennis auf höchstem Niveau
Diplom-Sportwissenschaftler und DTB-A-Trainer Philipp Born leitete professionelles Training mit anschließendem Show-Match
Rheinbach. Der Tag der Offenen Tür beim Tk am Stadtwald bietet neben den kostenfreien Trainerstunden und den Sonderkonditionen für Tennisstarter immer wieder ein besonderes Highlight. Tk-Chef Wolf-Ullrich Scherhag war es in diesem Jahr mithilfe von Sponsoren gelungen, den Diplom-Sportwissenschaftler und DTB-A-Trainer Philipp Born für ein professionelles Training und ein anschließendes Show-Match zu gewinnen. Philipp Born ist Verbandstrainer des Tennisverbandes Mittelrhein (TVM), und in 2014 betreute er zeitweise als Turnier-Trainer die Weltranglistenspielerin Sabine Lisicki auf der Tour. Als Sportwissenschaftler arbeitet Philipp Born derzeit an seiner Promotion mit einem tennisspezifischen Thema. Seine These: „Die Spieleröffnung und die ersten vier Schläge sind für den Punktgewinn entscheidend“. Hierzu hat er bei den French Open und den US-Open über 4.000 Spielzüge und 20.000 Schläge analysiert und daraus Trainings- und Spielkonzepte für unterschiedliche Spielertypen entwickelt.
Professionelles Tennistraining
Für das Show-Training vor zahlreichen, höchst aufmerksamen Zuschauern stellen sich drei DTB- und ITF-Ranglistenspieler zur Verfügung: Ralf Esser, Tk-Trainer mit Regionalliganiveau, und Tobias Sankat, Trainer in Meckenheim-Merl, der unter anderem mit dem TB-Erlangen deutscher Vizemeister bei den Herren 30 wurde und zeitweise Trainingspartner von Top-Spielerinnen, wie Martina Hingis und Anna-Lena Groenefeld, war. Sankat hat Sport studiert und unterrichtet am Städtischen Gymnasium in Rheinbach. Der dritte „Sparringspartner“ Thomas Gronimus hat gleichfalls Sport studiert, ist Regionalligaspieler Herren 30, DTB-B-Trainer und Chef einer eigenen Tennisschule in Düren. Das Show-Training begann mit tennisspezifischen Aufwärmübungen, die alleine schon die Fitness dieser Top-Spieler eindrucksvoll demonstrieren. Die unterschiedlichen Schlagübungen mit Vor- und Rückhand sowie Aufschlag und Return bringen die Zuschauer zum Staunen. Überzeugend waren aber vor allem die Erklärungen von Philipp Born, warum und mit welcher Zielsetzung die einzelnen Schläge im Training ausgeführt werden müssen, unter anderem in welchen Teil des Tennisfeldes beispielsweise der Return platziert werden soll, um einerseits den Gegner zum „Laufen“ zu bringen und andererseits die Fehlerquote gering zu halten. Beispiele aus seinen Erfahrungen als DTB-Trainer mit Sabine Lisicki belegen seine faszinierenden Analysen.
Tennis-Doppel auf höchstem Niveau
Dann folgt das Doppel: Thomas Gronimus wurde ihm zugelost, und die Top-Spieler Ralf Esser und Tobias Sankat haben eine schwere Aufgaben zu lösen.
In einer Tennis-Demonstration auf höchstem Niveau zeigen beide Teams nun nicht nur ihr spielerischen Können, ihre traumhafte Schnelligkeit und ihre unglaubliche Reaktionsgeschwindigkeit, sondern auch taktische Spielzüge und Schlagvarianten, die man üblicherweise eher bei den ATP-Turnieren beobachten kann. Nach einem spannenden Match, das immer wieder von begeistertem Beifall begleitet wurde, gewann das Team Born/Gronimus den Satz mit 6:3 und den folgenden Match-Tiebreak mit 10:6. Dem Tk-Vorsitzenden Wolf-Ullrich Scherhag ist es dann auch eine besondere Freude, den Top-Spielern, allen voran Philipp Born, seinen Dank für dieses lehrreiche wie spannende Show-Training und Match auszusprechen. Sein Dank galt aber auch den Sponsoren, die diese fast einmalige Veranstaltung in Rheinbach ermöglicht hatten: Das Trainingszentrum Innofit, das Fliesenstudio Schulze und das Autohaus Löhr Automobile aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Auch die zahlreichen Kinder und Jugendliche, die das kostenfreie Training im Rahmen des Tages der Offenen Tür genutzt hatten, waren begeistert von dem Tennis-Match und den Top-Spielern, und es war eine tolle Überraschung, dass Philipp Born sich die Zeit nahm, mit einigen von ihnen noch ein wenig zu trainieren. Er zeigte damit, was für den Tennissport, wie für jeden Sport, das Wichtigste ist: Kinder und Jugendliche für den Sport zu begeistern.
