Rot-Weiß Dünstekoven - B-Junioren
Titelgewinn am letzten Spieltag
Die B-Jugend sicherte sich durch ein 4:2 (3:0) bei Vorgebirge die Meisterschaft
Waldorf. Mit einem Erfolg beim direkten Verfolger aus Vorgebirge haben die B-Junioren von Rot-Weiß Dünstekoven (RWD) am letzten Spieltag verdientermaßen den Titel gewonnen. In den 18 Saisonspielen gelangen dem Team von Erfolgstrainer Michael „Riese“ Weiß 15 Siege und zwei Unentschieden. Nur bei einer einzigen Partie verließ die B-Jugend den Platz als Verlierer. Am Ende betrug der Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Volmershoven drei Punkte. Der bis zum Schluss mit Titelchancen ausgestattete Konkurrent aus Vorgebirge landete mit vier Zählern Rückstand letztlich nur auf dem dritten Rang. Nach einer kurzen Ruhepause steht für die Jungs nun die Qualifikationsrunde zur Sondergruppe an.
Zum Spitzenspiel auf dem Kunstrasenplatz in Waldorf waren zahlreiche Fans von RWD angereist, um ihre Mannschaft bei diesem wichtigen Match zu unterstützen. Nach einem von beiden Seiten sehr nervösen Beginn stand aber erst einmal der Schiedsrichter im Mittelpunkt des Geschehens, der den Gastgebern viele unnötig harte Aktionen durchgehen ließ. Das erkennbare Ziel der Heimmannschaft, den spielerisch überlegenen Gästen durch zum Teil wirklich klar übertriebene Härte den Schneid abzukaufen, ging allerdings nicht auf. Stattdessen legte Dünstekoven seine Nervosität zunehmend ab und ging durch den Einmannsturm Kirill Friesen verdient in Führung. Zum Ende der ersten Halbzeit gelang RWD mit einem Doppelschlag dann bereits die vermeintliche Vorentscheidung. Zunächst markierte Maurice Dücker mit einem Fernschuss das 2:0, bevor Kopfballungeheuer Tom Melchior kurz vor dem Pausenpfiff zum 3:0 einnickte. Während Vorgebirge mit hängenden Köpfen vom Platz schlich, wähnte sich ganz Dünstekoven nach den ersten 40 Minuten bereits am Ziel aller Träume.
Zittern um den Titel
Dass es in der zweiten Hälfte doch noch einmal richtig eng werden sollte, lag zum einen an den teils gezwungenermaßen durchgeführten Wechseln und zum anderen an dem unmittelbar nach Wiederanpfiff erzielten Anschlusstor der Heimmannschaft. Die hatte dadurch noch einmal Blut geleckt und setzte nun alles auf eine Karte. Die stürmischen Angriffsbemühungen wurden dann auch belohnt, nachdem ein Freistoß aus aussichtsreicher Position an der Mauer vorbei zum 2:3 ins Tor flog. Spätestens jetzt hatte sich die Stimmung unter Fans und Spielern komplett gedreht. Vorgebirge witterte seine Chance und Dünstekoven erstarrte in der Angst, den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand geben zu müssen.
Die Mannschaft ließ sich weit in die eigene Hälfte drängen und kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Vor allem Niklas Melchior erwies sich in dieser Phase hinten als umsichtiger und kopfballstarker Turm in der Schlacht. Gleichzeitig fehlte aber seine Präsenz, Ruhe und Kreativität im fast komplett verwaisten Mittelfeld. Erst als der zur Halbzeit, und damit wohl etwas zu früh ausgewechselte Kirill Friesen zurück ins Spiel kam, beruhigte sich die Situation wieder etwas. Eine der wenigen Offensivaktionen der Dünstekovener in der zweiten Halbzeit sorgte dann für die endgültige Entscheidung. Torjäger Tobias Grottker gelang mit einem schönen Freistoß das viel umjubelte 4:2. Danach war bei Vorgebirge die Luft raus und der Gastgeber ergab sich dem nun besiegelten Schicksal.
Bis zum Schlusspfiff passierte nicht mehr allzu viel. Was folgte war eine große Erleichterung und die obligatorische Sektdusche für den bei seinem Fluchtversuch erschreckend langsamen Trainer, der dafür aber mit einer aus dem Hut gezauberten Original-Kopie der Meisterschale positiv überraschte.
Unter großem Beifall zeigte sich das Team mit einer Welle bei den mitgereisten Fans erkenntlich, um danach bis in die Abendstunden hinein in Dünstekoven mit A-Jugend, Seniorenmannschaft und Vorstand den Titel zu feiern. Schließlich hatte der Trainer die Sperrstunde nach diesem Sieg offiziell aufgehoben.
