Lokalsport | 27.09.2022, 12:49 Uhr

SV Alemannia Adendorf

Verdienter Punktgewinn gegen den Tabellenführer

SV Alemannia Adendorf – SV Hertha Buschhoven II 3:3 (0:1)

Tim Knauer Torschütze zum 1:2.  Quelle: SV Alemannia Adendorf
60

Adendorf. Mit Hertha Buschhoven II hatte der SVA den momentanen Tabellenführer zu Gast. Nach der ebenso unglücklichen wie unnötigen 2:3-Niederlage gegen den Tabellenzweiten SV Wachtberg also wieder ein schwerer Gegner. Diesmal aber wollte das Trainergespann Ralf und Dieter Nolden (nicht verwandt, verschwägert oder verheiratet) dumme Fehler wie in der Vorwoche unbedingt vermeiden.

Die erste halbe Stunde verlief zunächst relativ ereignisarm. Hertha Buschhoven hatte leichte Feldvorteile, aber der SVA ließ wenig Chancen zu und spielte außerordentlich konzentriert und diszipliniert. In der 30. Minute geriet die Mannschaft aber bei einem hohen Ball in den Adendorfer Strafraum durch einen Kopfball von Patrick Schneider in Rückstand. Weitere Tore gelangen der Hertha nicht, so dass zur Pause noch alles möglich schien.

Das änderte sich dann in der 51. Minute, als Hanns Steinhöfer eine Flanke zum 0:2 verwerten konnte. Ein ernüchternder Spielstand gegen einen cleveren Gegner, der bisher kaum Schwächen zeigte. Trotzdem dachte niemand beim SVA daran, die Partie einfach aufzugeben. Frischen Wind brachten zunächst die Einwechselungen von Jamal und Mohamad Khalil in der 54. Minute. Die druckvolleren Angriffsbemühungen führten zu einer Ecke, die Philipp Woll perfekt auf den Kopf von Tim Lauri Knauer zirkelte, der mühelos zum Anschlusstreffer einnicken konnte (61.). Die Mannschaft glaubte an sich selbst und drang auf den Ausgleich. Ein Steilpass von Mervin Schuster auf Fabian Kuhnle führte in der 84. Minute zum ersehnten Ausgleich. Ein echter Wirkungstreffer, aber das Spiel war noch lange nicht zu Ende. Wieder einmal zeigte sich, dass Eckbälle die Achillesferse des SVA sind. Ohne den ausgewechselten Tim Lauri Knauer im Abwehrzentrum kam Julian Chris Meyer zu einem Kopfball aus kürzester Entfernung, gegen den SVA-Torwart Moritz Sydow keine Abwehrchance hatte. Aber auch dieser Rückschlag konnte den SVA nicht entmutigen. Bei einer unübersichtlichen Situation im Buschhovener Strafraum wurde ein Schuss mit der Hand abgewehrt. Philipp Woll behielt die Nerven und verwandelte den Handelfmeter in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

Das Unentschieden war etwas glücklich, aber wegen des unbändigen Kampfgeistes und der konzentrierten Spielweise des SVA verdient. Die junge Mannschaft bot eine sehr reife Leistung und hat einmal mehr gezeigt, dass sie im oberen Tabellendrittel mitmischen kann. Ohne Roman Wiese, Abdo Nasan Khalil und seine nur für eine Halbzeit einsetzbaren Brüder Mohamad und Jamal fehlten dazu noch wichtige Leistungsträger. In den nächsten Wochen mit (vermeintlich) leichteren Gegnern sollte die Gelegenheit genutzt werden, viele Punkte zu sammeln, um den Anschluss an die vorderen Tabellenplätze nicht zu verlieren. Gedanken müssen sich die Trainer wohl noch darüber machen, warum alle drei Gegentreffer durch Kopfbälle fielen. Bei so viel Dramatik wäre es nicht verwunderlich, wenn der SVA in Zukunft die Eintrittspreise deutlich erhöht.

Tim Knauer Torschütze zum 1:2. Quelle: SV Alemannia Adendorf

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