Fußball-Bezirksliga Mitte, 19. Spieltag - TuS Mayen behielt gegen den TuS Ahbach nach einem 0:1-Pausenrückstand noch mit 4:1 die Oberhand
Vier Treffer innerhalb von 19 Minuten
Mayen. Der TuS Mayen ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen: Am 19. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte drehte die Mannschaft von Trainer Marc Steil gegen den TuS Ahbach einen 0:1-Rückstand zur Pause in einen 4:1-Erfolg.
Vor 125 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz im Nettetal fielen alle vier Treffer der Hausherren zwischen der 66. und der 85. Minute. Spitzenreiter SV Untermosel Kobern-Gondorf gab sich beim 6:0 (2:0) über die SG Viertäler Oberwesel keine Blöße und liegt mit 46 Zählern weiterhin nur aufgrund des besseren Torverhältnisses vor dem TuS Mayen.
„Uns allen war im Vorfeld klar, dass es ein Geduldsspiel wird. Wir hatten zwar gefühlte 95 Prozent Ballbesitz, waren in der ersten Hälfte allerdings nicht zwingend genug. Mehr als zwei oder drei Halbchancen waren bei mir nicht auf dem Zettel“, konnte Steil die Partie unmittelbar nach dem Schlusspfiff richtig einordnen. In der 24. Minute gingen die Gäste bei einem ihrer wenigen Gegenstöße sogar in Führung: Nach einem Foul von Tim Oliver Gilles an Nicolas Clausen zeigte der unsichere Schiedsrichter Manuel Mück aus dem Koblenzer Stadtteil Arzheim auf den Elfmeterpunkt. Diese Chance ließ sich Jan Müller nicht entgehen. Die Schwarz-Weißen hätten sich auch nicht beschweren dürften, wenn sie kurz vor der Pause das 0:2 kassiert hätten: Der Linksschuss von Clausen flog um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.
„Im Endeffekt war der TuS Mayen der verdiente Sieger. Wir sind hier mit 14 Leuten angereist, meine Jungs haben alles gegeben“, erklärte der Ahbacher Übungsleiter Roger Stoffels. „60 Minuten lang hielten wir dem Druck des Spitzenreiters stand. Wir mussten viel investieren, irgendwann war der Akku aufgebraucht. Im Fußball gibt es nicht immer Gerechtigkeit. Wenn wir ein zweites Tor nachgelegt hätten, dann wäre es vielleicht anders gekommen.“
Ein abgefälschter 20-Meter-Schuss von Marlon Leidenbach leitete schließlich die Wende ein (66.). Nur 120 Sekunden später schloss Tim Schneider einen herrlichen Sololauf mit einem brachialen Schuss unter die Latte zum 2:1 ab. TuS-Akteur Majdi Mahmud konnte sich sogar den Luxus erlauben, einen Strafstoß zu vergeben, nachdem Simon Scheid gefoult worden war: Der eingewechselte Mohamad Dido traf im Nachschuss (82.). Schneider machte mit seinem zweiten Tor an diesem Nachmittag endgültig den Deckel drauf (85.). Leidenbach erwies seinem Team in der Schlussminute noch einen Bärendienst: Er ließ sich gegen Niklas Ferber zu einem Kopfstoß hinreißen und sah dafür vom Unparteiischen die Rote Karte.
„In der Pause sind wir ruhig geblieben, wir haben an uns geglaubt“, erklärte Steil. „Mir war klar, dass wir nach einem Ausgleichstreffer ein weiteres Tor nachlegen würden, es war nur eine Frage der Zeit. Dass wir insgesamt viermal jubeln durften, machte den Nachmittag umso schöner.“
TuS Mayen: Fynn Ladda, Tyler Öztürk (60. Kevin de Jesus Francis Cabello), Tim Oliver Gilles, Kaan Öztürk, Majdi Mahmud, Tim Krechel (78. Mohamad Dido), Leon Kohlhaas (86. André Röser), Marlon Leidenbach, Tim Schneider (86. Melih Taha Begen), Walid Hanioui (46. Tim Feiler), Simon Scheid.
TuS Ahbach: Justin Hellenthal, Jan Müller, Niklas Ferber, Luka Peter Cläsgens, Manuel Hermes, Marcel Meyer, Leon Nahrings, Marius Haas (64. Peter Grün, 83. Max Neuerburg), Nicolas Clausen, Nicolas Müller, Nico Mauren (88. Paul Bernardy).
Schiedsrichter: Manuel Mück (Koblenz).
Zuschauer: 125.
Torfolge: 0:1 Jan Müller (24., Foulelfmeter), 1:1 Marlon Leidenbach (66.), 2:1 Tim Schneider (68.), 3:1 Mohamad Dido (82., Foulelfmeter-Nachschuss), 4:1 Tim Schneider (85.).
Besonderheiten: TuS Ahbachs Torhüter Justin Hellenthal hält einen Foulelfmeter von Majdi Mahmud (82.), Rote Karte gegen den Mayener Marlon Leidenbach wegen einer Tätlichkeit (90.).
Nächste Aufgabe für den TuS Mayen: am Sonntag, 15. März, um 15 Uhr beim FC Urbar.
Nächste Aufgabe für den TuS Ahbach: am Samstag, 14. März, um 19.45 Uhr gegen die SG Augst.
SK
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