Lokalsport | 23.04.2019

Tischtennis-Rheinlandligen

Von Bilanzen, Entwicklungen und Zukunftsperspektiven

Mannschaften aus dem Kreis Ahrweiler beenden die Rückrunde

Kreis Ahrweiler. Tabellenplatz drei bei 21:11 Zählern: Mit diesem Abschlussergebnis kann man bei den Tischtennis-Cracks der SG Sinzig/Ehlingen eigentlich mit den Abschneiden in der Eliteliga des Verbands zufrieden sein. Doch Mannschaftsführer Philipp Guse analysiert gern in aller Ruhe und gibt sich auch selbstkritisch. „Letztlich geht die Saison in Ordnung, aber wir haben auch viele Punkte liegen lassen“, so Guse. Geärgert hat man sich in Sinzig und Ehlingen vor allen Dingen darüber, das im vergangenen Sommer die Saisonvorbereitung längst nicht optimal lief. In der Liga produzierte man einen richtigen kleinen Fehlstart.

Doch in der Rückrunde wurde in Sinzig vieles besser, dies zeigt auch ein Blick auf die Bilanzen. Am Spitzenpaarkreuz fand Nils Damke zur gewohnt starken Form zurück und erspielte sich 11:5 Siege, immerhin in der Rückrunde die fünftbeste Bilanz der Liga. Philipp Guse war erst zur Rückrunde ins obere Paarkreuz aufgerückt und hatte zudem mit einer massiven und schmerzhaften Fußverletzung zu kämpfen. Vor diesem Hintergrund verstehen sich seine 5:11 Erfolge. Henrik Euteneuer spielte am mittleren Paarkreuz der Rheinlandliga eine Bilanz von 5:6. Sicherlich waren da die Erwartungen etwas höher. Aber dafür fand Christian Ehlers zu altem Kampfgeist zurück. Seine 9:5 Siege in der Mitte waren eine ausgezeichnete Leistung.

Etwas unerwartet mauserte sich das untere Paarkreuz im Rheinlandliga-Team der SG Sinzig/Ehlingen zum Aushängeschild der Rückrunde. Marcel Hippchen lieferte mit 8:4 Siegen eine ganz beachtliche Bilanz ab. Jonas Sonntag war noch einen Tick stärker, spielte unten 6:1 und gewann in der Mitte 3:3 Spiele. Eine sehr starke Leistung für den Rheinlandliga-Rückkehrer.

Auch im Bereich der Doppel lief längst nicht alles optimal. Aber Christian Ehlers und Nils Damke fanden in der Rückrunde wieder zurück zu gewohnten Harmonie und sind mit 7:2 Siegen das zweitstärkste Doppel der Liga.

SG-Reserve muss neu aufgebaut werden

Bei der SG Sinzig Ehlingen/laufen bereits die Planungen für die neue Saison. Dabei dürften nicht unbedingt die ganz großen Veränderungen in der Rheinlandliga eine Rolle spielen, sondern ein kompletter Neuaufbau im Unterbau. Denn in der aus der Bezirksliga abgestiegenen Reserve werden wohl mit Jürgen Füllmann, Tobias Terschanski, Dennis Möhren und Robert Füllmann viele tragenden Säulen im nächsten Jahr gar nicht oder nur sehr eingeschränkt zur Verfügung stehen. Gefragt sind nun die jungen Spieler aus der zweiten Reihe des Vereins. Oliver Czarnetzki und Tobias Riebe wechselten im Vorjahr von der DJK Ochtendung nach Sinzig und haben eine sehr positive spielerische Entwicklung genommen. Gefragt beim Neuaufbau sein dürften aber auch Thomas Frings, Noah Körner und vor allen Dingen Valentin Dietl, Tobias Krieger, und Moritz Obliers. Die drei Letztgenannten spielten bisher in der Sinziger Viertvertretung in der Kreisliga.

Karla-Frauen schaffen den Klassenerhalt

Zufrieden war man auch beim TTC Karla mit dem Abschneiden der Frauen des Vereins in ihrer Rheinlandliga. Platz sechs bei 14:22 Zählern bedeuten letzten Endes den sicheren Klassenerhalt.

Doch auf der Grafschaft weiß man, dass man in Sachen Frauen-Tischtennis in einem aussterbenden Metier tätig ist. Um es zu verdeutlichen: Neben den zehn Mannschaften der Rheinlandliga gibt es gerade noch einmal sechs Teams in der Bezirksliga als Unterbau. Auf der Grafschaft weiß man, dass man in stärkste Besetzung in der Rheinlandliga sehr wohl konkurrenzfähig ist, dass das Fehlen von Andrea Guhlich oder Monika Meyer sich in einem Spiel aber extrem unangenehm bemerkbar machen können. Dies verdeutlicht auch ein Blick in die Bilanzen.

Andrea Guhlich war mit ihren 14:5 Siegen viertbeste Spielerin der Liga. Mit 10:8 Erfolgen zog sich auch Mona Scholz sehr gut aus der Affäre. In den Doppeln gab es zu häufig wechselnde Aufstellungen, als dass sich eine Formation der Karla-Spielerinnen so wirklich hätte etablieren können.

Mit den TTC Karla, der SG TuS/PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler und der SG Sinzig/Ehlingen II spielten in der Tischtennis-Bezirksliga erstmals seit vielen Jahren wieder drei Teams aus dem Kreis Ahrweiler. Doch so richtig zufrieden war man mit der abgelaufenen Saison eigentlich nur beim TTC Karla, der als Vorjahresmeister der 2. Bezirksliga eben in die Bezirksliga aufgestiegen war.

Mit 21:15 Zählern und Tabellenplatz fünf wurde das eigentliche Ziel Klassenerhalt deutlich übererfüllt. Und auf der Grafschaft kann man auch vernünftige Bilanzen aufweisen. Allen voran fuhr Stefan Ockenfels an der Spitze 13:5 Siege ein und war damit in der Rückrunde fünftbester Spieler der Liga. Gemeinsam mit Peter Birkener gab es zudem 8:2 Erfolge im Doppel. Marvin Krupp spielte in der Mitte eine ebenso bemerkenswerte 9:6-Rückrundenbilanz wie Nachwuchsmann Justus Ulrich (7:2) am unteren Paarkreuz.

TuS/PSV verzichtet auf Relegationsteilnahme

So richtig gut spielte bei der SG TuS/PSV Bad Neuenahr-Ahrweiler eigentlich nur Routinier Michael Hildebrandt, dessen 11:3 Erfolge aus der Rückrunde die viertbeste Bilanz der Liga bedeuten. Eigentlich hätten sich die Kreisstädter mit ihrem achten Tabellenplatz bei 14:22 Zählern für die Abstiegsrelegation qualifiziert. „Ob das alles Sinn macht“, hatte Michael Hildebrandt bereits kurz nach der Saison orakelt.

Und beim SG TuS/PSV hat man auf die Teilnahme auf die Relegationsspiele am 4. Mai in Simmern bereits im Vorfeld verzichtet. Man wird also die Reserve der SG Sinzig/Ehlingen als Absteiger in die 2. Bezirksliga begleiten. In Sinzig lief während der gesamten Saison fast nichts zusammen. Lediglich Routinier Jürgen Füllmann spielte an der Spitze mit 7:9 eine halbwegs akzeptable Bilanz.

BL

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