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Der 29. Ordentliche Verbandstag des Fußballverbandes Rheinland

Walter Desch startet in die letzte Amtszeit

Vereine erlebten in Ransbach-Baumbach eine harmonische Veranstaltung - Vier neue Präsidiumsmitglieder

17.06.2019 - 09:55

Ransbach-Baumbach. Es wurde eine insgesamt harmonische Veranstaltung. Und dies obwohl sich im Vorfeld zwei schwierige Themen angekündigt hatten. Mit dem Thema Mindestanzahl an Pflichteinsätzen der Schiedsrichter und der Wiederaufnahme des Verfahrens wegen der Missstände im Schiedsrichterwesen im Westerwald/Siegkreis gab es brisante Punkte auf der Tagesordnung. Beim Schiedsrichterwesen hatte der FSV Osburg bereits vor einem Jahr seine Eingabe zum FV Rheinland gesendet und auf diesen Punkt hingewiesen, dass im Kreis Westerwald/Sieg jahrelang in der Anrechnung beim Schiedsrichtersoll nicht korrekt gearbeitet sein soll. Präsident Walter Desch ärgerte in diesem Zusammenhang vor allem, dass der Verein FSV Osburg im Vorfeld zu keinem Zeitpunkt bereit war, das Gespräch mit dem FV Rheinland vor diesem Verbandstag zu suchen. Am Ende konnte über den Antrag der Osburger nicht abgestimmt werden, da der Verbandstag nicht das richtige Gremium war. Abgestimmt wurde dagegen über den über insgesamt 64 Satzungsänderungen. Unter anderem eben auch über den Paragraf 3 der FVR-Spielordnung und Paragraph 16 der FVR-Schiedsrichterordnung, der am Schluss in dem vom Präsidium vorgeschlagenen Wortlaut abgeändert wurde. Somit kann in Zukunft nur ein Schiedsrichter dem Verein angerechnet werden, wenn er in Zukunft pro Saison zwölf Spieleinsätze, als aktiver Schiedsrichter oder als Beobachter, wahrnimmt. So gab sich Desch trotz der Diskussionen am Schluss zufrieden. „Ich bin froh, dankbar und stolz. Das war ein Verbandstag, wie ich ihn mir gewünscht habe: gut besucht, mit einigen Diskussionen, doch dabei wurden Anstand und Fairness immer gewahrt“, gab Desch zum Schluss zu Protokoll. „Ich danke den scheidenden Mitgliedern des Präsidiums und wünsche uns auch für die Zukunft mit den Nachfolgern allen eine vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit.“


Kontinuität und Erneuerung


Insgesamt saßen die Vereinsvertreter für 5 ½ Stunden in der Stadthalle von Ransbach-Baumbach zusammen und stellten die Weichen für die kommenden drei Jahre im rheinischen Fußball. Vier Positionen gab es neu zu besetzen. Der Rest des Vorstandes wurde in seinem Amt bestätigt. Natürlich auch Walter Desch. Der 74-Jährige, der mittlerweile seit 18 Jahren im Amt ist, wurde mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Und Kontinuität ist nicht nur an der Spitze des Verbandes gewährleistet. Denn auch die restlichen Kandidaten konnten, fast alle einstimmig, in ihren Ämtern bestätigt werden. Einzig bei der Besetzung des Vizepräsidenten für Qualifizierung, Vereinsberatung und Schule & Fußball gab es zwei Kandidaten. Hier setzte sich der von Alois Stroh vorgeschlagene Udo Bläser (727 Stimmen) gegenüber dem Koblenzer Jugendleiter Ansgar Hasselberg (215) durch. Neu im Präsidium sind auch die beiden weiteren Vizepräsidenten: Gregor Eibes aus Morbach-Gutenthal (Vizepräsident für Fußballentwicklung und Talentförderung) und Dieter Kerschsieper aus Lahnstein (Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Aufgaben) die für Alois Reichert und Norbert Neuser neu gewählt wurden, da diese nicht mehr kandidierten. Vierter Neuzugang im Präsidium ist Karlheinz Doerschel als Präsidiumsmitglied für Angelegenheiten der Fußballkreise, der Walter Kirsten, der nach den Statuten nicht mehr antreten konnte, ersetzte. Darüber hinaus sind die folgenden Mitglieder des Präsidiums für die nächsten drei Jahre wiedergewählt bzw. erneut bestätigt worden: Dirk Janotta (Schatzmeister), Norbert Weise (Rechtswart), Bernd Schneider (Vorsitzender Spielausschuss), Ina Hobracht (Vorsitzende Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball) und Erich Schneider (Vorsitzender Schiedsrichterausschuss). Der Vorsitzende des Verbandsjugendausschusses, Peter Lipkowski, war bereits im Rahmen des Verbandsjugendtages am 1. Juni wiedergewählt worden und wurde durch den Verbandstag bestätigt. Bemerkenswert übrigens das Engagement von Dirk Janotta, der für dieses Amt zum zehnten Mal angetreten war und somit gemeinsam mit Walter Desch das Dienstälteste Vorstandsmitglied im größten Sportverband des Rheinlands ist. Seit dem 27. Juni 1992 stehen sowohl Janotta als auch Desch mit an der Spitze des Verbands. Einziger Unterschied ist am Ende die Position. Desch, der seine letzte Amtszeit ankündigte, löste 2001 Theo Zwanziger als Verbandspräsident ab als dieser in den DFB wechselte.


Präsidiumswahlen im Überblick:


Verbandspräsident: Walter Desch (seit 30. Juni 2001). Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Aufgaben: Dieter Kerschieper (seit 15. Juni 2019). Vizepräsident für Qualifizierung, Vereinsberatung und Schule & Fußball: Udo Bläser (seit 15. Juni 2019). Vizepräsident für Fußballentwicklung und Talentförderung: Gregor Eibes (seit 15. Juni 2019). Schatzmeister: Dirk Janotta (seit 27. Juni 1992). Rechtswart: Norbert Weise (seit 17. Juli 2010). Vorsitzender Verbandsspielausschuss: Bernd Schneider (seit 20. August 2013). Vorsitzender des Verbandsjugendausschusses: Peter Lipkowski (seit 30. Juni 2001). Vorsitzende Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball: Ina Holbracht (seit 17 Juli 2010). Vertreter Fußballkreise: Karlheinz Doerschel (seit 15. Juni 2019).

Die Ausschüsse:

Wahl des Spielausschusses: Jens Bachmann, Bernd Hurth, Vinzenz Klein, Dirk Bender. Wahl Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball: Silke Kolbeck, Harald Haneder, Elli Brungs, Oliver Schenk. Wahl Schiedsrichterausschuss: Ulrich Schneider-Freundt (Lehrwart), Detlef Schütz, Reinhard Maguin, Peter Hoffmann, Thomas Schmittgen. Bestätigung Jugendausschusses: Petra Retterath-Wagner, Helmut Hohl, Tino Zengler, Frank Loosen, Volker Oppenkowski.

Ehrungen:

Natürlich wurden auch an diesem Tag wieder zahlreiche Ehrenamtler für ihren Einsatz geehrt. Herausragend dabei Friedel Hees und Rudolf Schäfer, die beide zu Ehrenmitgliedern im FV Rheinland ernannt wurden. Weitere Ehrungen:

Matthias-Weber-Preis: Naemi Breier. Schiedsrichter des Jahres: Arianit Besiri. FVR-Ehrennadel in Gold: Alois Stroh (bis zum heutigen Verbandstag Vizepräsident für Qualifizierung, Vereinsberatung und Schule & Fußball), Bernd Schneider (Spielausschussvorsitzender; VfB Wissen), Heinz Salzer (FC Alpenrod), Günter Hübinger (SV Niederelbert), Rolf Dietrich (SV Diez-Freiendiez), Hans-Josef Probst (TuS Rhens), Walter Merten (DJK Baar), Walter Heinzen (SV Grün-Weiss Müden), Walter Schrage (Post SV Trier), Josef Scholtes (DJK Utscheid) und Herbert Gerstel (Spfr. Thalfang). ennadel in Silber: Alois Reichert (bis zum heutigen Verbandstag Vizepräsident für Fußballentwicklung und Talentförderung) und Norbert Neuser (bis zum heutigen Verbandstag Vizepräsident für sozial- und gesellschaftspolitische Aufgaben). TH

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Kommentare

Illegale Hundezucht aufgelöst: 136 Tiere befreit

juergen mueller:
Strafrechtlich und mit aller Härte zur Verantwortung ziehen - richtig.Aber nicht nur das.Jeder,der einen Hund,speziell WELPEN zur "Hundesteueranmeldung" bringt,sollte darüber Auskunft geben MÜSSEN,WOHER und von WEM er diesen "erworben/gekauft" hat,damit "illegale" Mehr-Hundezüchtung/haltung überprüft werden kann.Mir ist nicht bekannt,dass sowohl illegale wie auch legale Hundezüchter in irgendeiner Art u.Weise registriert werden/wurden. Und wieso ist dieser Zustand nicht bereits früher aufgedeckt worden?Eine Hundehaltung diesen Ausmaßes lässt sich doch nicht so einfach übersehen/geheimhalten. Und die überflüssige Wortwahl "Eigentumsrechte" von Herrn Klasen passt mal wieder wie die Faust auf`s Auge - nämlich überhaupt nicht.Diese abnorme Form von Hundehaltung/Hundevermarktung überhaupt mit Eigentumsrecht i.V..zu bringen,ist genauso abnorm wie die weit auszulegende,unzureichende gesetzliche Definierung hierzu.
Brunhilde Hildebrandt:
Ich bin sehr froh und dankbar das es trotz allem Menschen gibt die handeln , wenn sie von solchen Zuständen Kenntnis bekommen. Hochachtung an alle die Helfer und Tierärzte. Die "Halter" sollten strafrechtlich mit aller Härte zur Verantwortung gezogen werden!!
Uwe Klasen:
Hier wurde, zu Recht und zum Tierwohl bzw. Tierschutz, in die Eigentumsrechte der, offensichtlich vollkommen überforderten, Besitzer eingegriffen!
Armin Linden:
Die KV. bildet aus. Eine gute dringliche Sache. Auch viele andere "Behörden" sind tätig. Beamtenanwärter werden gesucht. OK. Rest geht in Verwaltung und Fachabteilungen. Finden die jungen Leute also alle einen Job ? Auch Übernahmen ? Teils werden die Behörden immer weiter "aufgebläht". Die "SGD" in Kob. ist bereits eine Mammutbehörde. Die Rentner werden paralell immer jünger. Die BRD "Gutverdiener". Mit "5O" war man vor Jahren "Alt". Mit "6O" - Uralt. (Deutsche Philosophie des Jugendwahn). Dieser ist vor 2O Jahren vollzogen worden. Alternativ wurde die BA. in Nürnberg "Neu" aufgepumpt. Tatsache. Auch die Jobcenter, feierten sich als zusätzliche "Neue Industrie". Ich frage mich: Wo geht die Reise hier hin ! Wer zahlt das auf Dauer alles ?
Uwe Klasen:
Sehr geehrte Mitkommentatoren, ich habe nie behauptet was Sie in meinem Kommentar hinein deuten! Es ist nicht mein Fehler, dass Sie sich, ob ihrer fehlerhaften Interpretation einer Aussage oder einer Meinung, Angegriffen fühlen und deshalb empören!
S. Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, ich finde es schade, daß Sie sich mit Ihrer Meinung nicht an Fakten orientieren. Tatsache ist, daß jegliches kommunalpolitisches Engagement freiwillig, als Ehrenamt neben Arbeit, Ausbildung oder Schule geleistet wird. Es handelt sich um einen nicht unerheblichen Zeitaufwand, der leider nur selten gewürdigt wird. Ich finde es bewundernswert, daß sich junge Leute dafür einsetzen, die Zukunft mitzugestalten. Es ist immer leicht, irgendwo 'dagegen zu sein' oder Kritik zu äußern - freiwillig in der raren Freizeit neben Ausbildung oder Beruf nach Lösungen zu suchen ist nach meiner Meinung schon lobenswert.
Sabine Granzow:
Sehr geehrter Herr Klasen, es wäre schön, wenn Sie auf Basis von Fakten urteilen würden. Das kommunalpolitische Engagement findet neben der Arbeit oder Ausbildung statt - häufig abends oder an Wochenenden. Ich rechne es allen hoch an, die neben der beruflichen oder schulischen Belastung auch noch bereit sind, Weichen für die Zukunft zu stellen, und die Zukunft so mitzugestalten.
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