Lokalsport | 11.03.2020

Fußball-Bezirksliga Mitte, 19. Spieltag

„Wir haben uns quasi selbst geschlagen“

TuS Oberwinter – SG Elztal 4:1 (3:0)

Schwalbe oder nicht? Ludwig Amling, der Spielertrainer der SG Elztal, im Sturzflug. Links sieht sein Mannschaftskollege Robin Mintgen zu, der Oberwinterer Jonas Jaber (rechts) wird bald eingreifen.Fotos: RASCH

Oberwinter. Am 19. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Mitte hat die SG Elztal einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen: Nur vier Tage nach dem überzeugenden und wichtigen 4:0 (3:0) in der Nachholpartie gegen die SG Moselkern/Müden/Treis-Karden unterlag die Elf von Spielertrainer Ludwig Amling beim Tabellenvierten TuS Oberwinter am vergangenen Sonntag deutlich mit 1:4 (0:3).

Vor 110 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz auf der Bandorfer Höhe erwischten die Maifelder den besseren Start und hätten in der Anfangsphase durch Louis Schneider und Bujar Xhakalija sogar durchaus in Führung gehen können.

Besser machte es auf der Gegenseite Thomas Enke, der einen weiten Ball von Tobias Nuhn aufnahm, René Durben und Robin Mintgen düpierte und SG-Torhüter Florian Geisler, dem das Spielgerät durch die Hände glitt, schlecht aussehen ließ (6.). Eine Viertelstunde später erhöhte wiederum Enke mit einem Kopfball auf 2:0. Mit dem 3:0 durch Christopher Klein nach exakt einer halben Stunde war die Begegnung praktisch entschieden.

„In der ersten Halbzeit haben wir nach leichten Anlaufschwierigkeiten sehr konzentriert gespielt. Wir hatten eine geringe Fehlerquote“, freute sich TuS-Trainer Cornel Hirt, der Oberwinter im Verlauf der Vorrunde übernommen hatte. „Unsere Qualität in der Offensive hat sich heute wieder mal durchgesetzt, der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung.“

Im zweiten Abschnitt fanden die Elztaler kein Mittel mehr, um die spielfreudigen Platzherren zu kontrollieren, ihre Aktionen wirkten weitgehend planlos und zerfahren. Eine sehenswerte Kombination führte schließlich zum 4:0. Fabian Groß sah Enke, der Marco Gilles uneigennützig bediente. Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete der TuS Oberwinter etwas zurück und gestattete Xhakalija mit einem direkt verwandelten Eckball zumindest den Ehrentreffer (73.).

Kein Wunder, dass der Spielertrainer der Gäste bedient war. „Wir haben uns mit relativ einfachen Mitteln überspielen lassen, das darf so nicht passieren“, ärgerte sich Amling. „Was wir uns ankreiden lassen müssen, ist die Tatsache, dass wir für den Bruch in unserem Spiel verantwortlich waren. Wir haben uns quasi selbst geschlagen. Oberwinter ist sicherlich nicht unsere Kragenweite, aber das darf keine Ausrede sein.“ Wenige Tage vorher hatte alles noch viel besser ausgesehen. Niclas Lohn (16.), Moritz Pies (37.), Durben (39.) und Schneider (63.) hatten im Sechs-Punkte-Spiel gegen den unmittelbaren Konkurrenten SG Moselkern/Müden/Treis-Karden für klare Verhältnisse gesorgt. Die 100 Zuschauer auf dem schwer bespielbaren Rasenplatz in Gering sahen deutlich überlegene Elztaler, der Erfolg hätte noch höher ausfallen können. „Die Leistung war ansprechend, wir haben auch spielerisch überzeugt“, meinte Amling.

TuS Oberwinter: Vincent Klee, Mirco Koll, Fabian Groß, Jonas Jaber (79. Timm Wiest), Antonio Halfen (87. Michael Tscherepanow), Fabian Münch, Thomas Enke, Tobias Nuhn, Marco Gilles (71. Ebrima Manneh), Christopher Klein, Felix Antwerpen.

SG Elztal: Florian Geisler, Niclas Lohn, Louis Schneider (46. Marc Schweitzer), Maximilian Groiss, Bujar Xhakalija, Robin Mintgen, Daniel Fischer, Yannik Idczak, René Durben, Ludwig Amling, Moritz Pies (66. Florian Geisen).

Schiedsrichter: Pascal Wagner (Wallmenroth).

Zuschauer: 110.

Torfolge: 1:0, 2:0 Thomas Enke (6., 21.), 3:0 Christopher Klein (30.), 4:0 Marco Gilles (68.), 4:1 Bujar Xhakalija (73.).

Nächste Aufgabe für den TuS Oberwinter: am Sonntag, 15. März, um 14.30 Uhr beim TuS Immendorf.

Nächste Aufgabe für die SG Elztal: am Freitag, 13. März, um 20 Uhr gegen die SG Argenthal.

Antonio Halfen vom TuS Oberwinter kommt gegen den Elztaler Torhüter Florian Geisler einen Schritt zu spät.

Antonio Halfen vom TuS Oberwinter kommt gegen den Elztaler Torhüter Florian Geisler einen Schritt zu spät. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Kopflos wirkte Jonas Jaber vom TuS Oberwinter nur in dieser Szene. Ansonsten hatte die Defensive der Gäste um Torhüter Florian Geisler, René Durben (links) und Ludwig Amling alle Hände voll zu tun.

Kopflos wirkte Jonas Jaber vom TuS Oberwinter nur in dieser Szene. Ansonsten hatte die Defensive der Gäste um Torhüter Florian Geisler, René Durben (links) und Ludwig Amling alle Hände voll zu tun. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

Schwalbe oder nicht? Ludwig Amling, der Spielertrainer der SG Elztal, im Sturzflug. Links sieht sein Mannschaftskollege Robin Mintgen zu, der Oberwinterer Jonas Jaber (rechts) wird bald eingreifen.Fotos: RASCH Foto: Fotograf Ralf Schuhmann

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