Rheinischer Verein
Bundesbankbunker besichtigen
Fahrt nach Cochem
Cochem. Zu einem Besuch des Bundesbank-Bunkers in Cochem-Cond lädt der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Cochem-Zell, am Freitag, 9. August ein. Treffpunkt um 17 Uhr ist der Eingang des Bunkers in Cochem-Cond, am Wald 35.
Da am Bunker nur ganz wenige Parkplätze vorhanden sind, wird die Nutzung des Shuttle-Busses ab Bahnhof Cochem empfohlen. Abfahrt dort um 16.45 Uhr. Die Kosten betragen für Hin- und Rückfahrtvier Euro und sind dem Fahrer zu zahlen.
Der Eintritt in den Bunker kostet pro Personacht Euro und wird vom Vertreter des Rheinischen Vereins am Beginn des Besuches kassiert.
Gebaut wurde der Bunker zwischen 1962 – 1966.
In der unterirdischen, weitläufigen Bunkeranlage lagerte die Deutsche Bundesbank in der Zeit des „Kalten Krieges“ 15 Milliarden einer D-Mark-Ersatzwährung. Zur „Tarnung“ des Bunkers wurden zwei Wohnhäuser vor den Bunkereingang gebaut. Das geheime Projekt wurde der neugierigen Bevölkerung, die die jahrelangen Bauarbeiten misstrauisch beobachtete, erklärt mit einem „Schulungszentrum“ der Bundesbank mit einem dahinter liegenden atombombensicheren Bunker, der im Bedarfsfall auch der Bevölkerung zur Verfügung stehe. In Wahrheit wurde lastwagenweise eine Ersatzwährung hinter schweren Tresortüren eingelagert.
Die Berge an Geldscheinen wurden nach 1990 vernichtet, der Bunker zeitweise als Tresorraum einer heimischen Bank genutzt.
Heute ist die Bunkeranlage für die Bevölkerung im Rahmen von Führungen offen. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich bei Gerhard Schommers, 06542 – 22285 oder info@schommers-wein.de. Bitte bei der Anmeldung mitteilen, ob die Mitfahrt im Shuttle gewünscht ist oder eine eigene Anfahrt erfolgt.
