„Seelenbretter“-Ausstellung
„memento mori“ an die Lebenden
Start der Wanderausstellung am Samstag, 27. Juli
Andernach. Der Förderverein Hospizbewegung Andernach-Pellenz in Zusammenarbeit mit der Hospizarbeit in der Stiftung Kirchliche Sozialstation und in Zusammenarbeit mit der Stadt Andernach lädt herzlich alle interessierten Bürger zur Eröffnung dieser Jubiläums-Ausstellung am Samstag, 27. Juli, um 11 Uhr ins Historische Rathaus der Stadt Andernach ein. Zur Begrüßung und Einführung werden Oberbürgermeister Achim Hütten und die Künstlerin Bali Tollak sprechen.
35 „Seelenbretter“ zu sehen
Zu sehen sein werden 35 „Seelenbretter“ von circa 400 bemalten und beschrifteten Brettern der Künstlerin Bali Tollak aus Schwabbruck (Oberbayern). Die Künstlerin wurde inspiriert zu ihren Seelenbrettern durch Totenbretter im Bayerischen Wald. Totenbretter wurden in der Frühzeit zur Aufbewahrung und Beerdigung der Verstorbenen verwendet, bis mit der Sargbestattung diese traditionelle Form mit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch in den ländlichen Gebieten Bayerns endgültig verschwand.
Die Seelenbretter der Künstlerin sind keine Toten- oder Bahrbretter, kein Verstorbener hat auf ihren Brettern gelegen, sondern die Seelenbretter verstehen sich als ein „memento mori“ an die Lebenden.
Ornamentik und Symbolik
Bei der Begegnung mit den Seelenbrettern besticht deren farbenfrohe Ornamentik und Symbolik sowie deren Sprüche von Philosophen, Künstlern, Mystikern und Bibelzitaten.
Die Botschaften auf den Seelenbrettern sind Lebenssinnsprüche von der Antike bis heute. Bali Tollak malt ihre Seelenbretter für die Lebenden, sie sollen darauf hinweisen, dass die Verstorbenen und die Lebenden nicht wirklich getrennt sind.
Diese Wanderausstellung verbleibt im Historischen Rathaus Andernach bis zum 28. August.
Weitere Stationen der Ausstellung
Die nächsten Stationen werden vom 30. August bis 15. September im Kreuzgang der Christuskirche Andernach, vom 17. September bis 11. Oktober in der Verbandsgemeindeverwaltung in Plaidt sowie vom 13. Oktober bis 14. November im Mariendom in Andernach sein.
