Konzertreihe „Marzellinus-Musik“ in der Pfarrkirche Vallendar
„Die heitere, galante und tanzende Orgel“
Organist Johann Schmelzer lädt am 9. Februar zu einer musikalischen Reise ein
Vallendar. Die Orgel wird allgemein als „Königin der Instrumente“ bezeichnet, was nicht nur der Tatsache geschuldet ist, dass sie mit ihren Registern verschiedene Instrumente „nachzuahmen“ scheint, sondern weil sie in ihren musikalischen Ausdrucksformen äußerst vielfältig ist und weil sie ein Universalinstrument ist, das wie kein anderes Instrument sämtliche Stimmungen und Empfindungen des Menschen in Musik umzuwandeln vermag. Nicht zuletzt deswegen begleitet die Orgel den Menschen mit ihren Klängen durch das gesamte Leben und kann sowohl Freude, als auch Trauer, Leben und Tod, Hoffnung, Zuversicht, Wut und Zweifel darstellen. Oft stehen dabei eher die festlichen, oft auch traurigen, seltener leider aber die ganz freudigen Töne im Vordergrund. Im Rahmen der nächsten Veranstaltung in der Konzertreihe „Marzellinus-Musik“, die am kommenden Sonntag, 9. Februar, um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Marzellinus und Petrus stattfinden wird und die unter der Überschrift „Die heitere, galante und tanzende Orgel“ steht, werden besonders diese eher seltenen Orgeltöne zu hören sein. Der vielleicht etwas seltsam anmutende Konzerttitel umschreibt nicht nur besonders treffend das musikalische Programm dieses Konzertabends, das der Vallendarer Kantor, Organist und Initiator der Konzertreihe, Johann Schmelzer, zusammengestellt hat und in bekannt gekonnter Manier darbieten wird, er nimmt auch Bezug auf die ausgelassene Karnevalsstimmung der momentanen Zeit. Das Konzertprogramm kombiniert dabei geschickt Werke von bekannten Komponisten wie Bach, Mozart und Mendelssohn mit denen eher unbekannterer Komponisten wie Baldassare Galuppi, Antonio Diana, Théodore Salomé und Gordon B. Nevin. Dabei ist der Konzertabend auch ein Streifzug durch die Musikgeschichte, wird doch Musik vom 17. Jahrhundert bis zu Gegenwart geboten; doch so verschieden auch die historischen und geographischen Kontexte der Werke sein mögen: der heitere Grundton ist immer zu hören. Besonders zu erwähnen sind die Werke „Capriccio Cucu“, zu deutsch „Kuckucks Capriccio“ von Johann Caspar Kerll (1627-1693) sowie der „Bolero de concert“ Op. 166 von Louis J. Lefebure-Wely (1817-1869). Den Schlusspunkt setzt die „Suite jazzique“ von Johannes M. Michel (*1962) mit Swing und Jazz im Bigband-Gewand. Der Organist des Abends, Johann Schmelzer, lädt mit diesem Programm ein, die Orgel einmal „ganz anders“ zu erleben. Der Eintritt zur „Marzellinus-Musik“ ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.
