Allgemeine Berichte | 08.10.2018

Besuch einer Überlebenden des Holocaust an der IRS plus Vallendar

Eine Zeitzeugin berichtet

privat

Vallendar. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Integrativen Realschule plus Vallendar erhielten Besuch von der Zeitzeugin Henriette Kretz. Im Rahmen dieser Veranstaltung berichtete Frau Kretz von ihren Erlebnissen und die Schülerinnen und Schüler erhielten die Möglichkeit Fragen zu stellen.

Die polnische Jüdin Henriette Kretz (*1934) erlebte und überlebte die Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten.

Ihre Eltern, ein Arzt und eine Anwältin, ermöglichten ihr eine sorglose Kindheit, bis zum Überfall Polens im Herbst 1939 durch die deutsche Wehrmacht. Daraufhin floh die Familie in einen der Nachbarorte. 1941 wurden sie aber wieder vom Krieg eingeholt, aus ihrer Wohnung vertrieben und in einen jüdischen Stadtbezirk umgesiedelt, der wenig später zu einem Ghetto umgewandelt wurde. Durch die Weitsicht des Vaters - aber auch Glück, konnte die Familie immer wieder vor dem Schlimmsten bewahrt werden.

Immer wieder mussten sie sich verstecken, wurden aber 1944 entdeckt. Auf der Flucht wurden die Eltern in ihrem Beisein erschossen. Nur wenige Minuten zuvor hatte der Vater seiner Tochter gesagt, sie solle wegrennen. Das tat sie auch. Die Neunjährige war ab diesem Zeitpunkt auf sich alleine gestellt in einer für sie fremden und feindseligen Welt.

In einem Nonnenkloster, für das ihr Vater auch als Arzt tätig gewesen war, überlebte sie die Zeit des NS-Terrors. Wie durch ein Wunder fand ihr Onkel sie in diesem Kloster und nahm sie zu sich. Er ist neben ihr der einzige Überlebende einer ehemals großen Familie. Beide zogen nach Antwerpen, wo sie ihr Abitur machte und nach dem Studium Lehrerin wurde.

Für 13 Jahre zieht sie nach Israel, heiratet und bekommt zwei Söhne.

Frau Kretz spricht Polnisch, Französisch und Englisch.

Ihr fesselnder Vortrag beeindruckte die Schülerinnen und Schüler so, dass der geplante Zeitrahmen nicht eingehalten werden konnte und die Anwesenden lieber länger blieben. Die Teilnehmer an der Veranstaltung kamen aus allen Teilen der Welt. Türkei, Syrien, Russland, Polen, Deutschland etc. Alle waren beeindruckt und sich einig, dass so etwas nie wieder passieren darf. Frau Kretz demonstrierte anschaulich, dass ein „Ich liebe dich!“ auf Hebräisch sehr ähnlich ist zum Arabischen und anderen Sprachen.

Eine Zeitzeugin berichtet

Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Oster-Anzeige
Schulze Klima -Image
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Anlagenmechaniker
Osterangebot
Kreishandwerkerschaft
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Die SGD Nord führt in ihrer Funktion als Obere Wasserbehörde regelmäßig Gewässerschauen durch. Ende März war der Nothbach an der Reihe.
19

Kobern-Gondorf. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord führte Ende März eine zweitägige Gewässerschau des Nothbachs nach § 101 Landeswassergesetz durch. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz sowie der Verbandsgemeinden Maifeld und Rhein-Mosel nahm sie den etwa 14 Kilometer langen Abschnitt von der Quelle bis zur Mündung in die Mosel unter die Lupe.

Weiterlesen

Trophäe Deutscher Tierschutzpreis.
23

Region. Menschen, Vereine oder Projekte, die sich für den Tierschutz stark machen, können sich zwischen dem 1. April und 17. Mai 2026 für die Auszeichnung mit dem Deutschen Tierschutzpreis bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden. Der Deutsche Tierschutzbund verleiht den Preis - unterstützt von den Tiernahrungsmarken Whiskas und Pedigree - am 19. November bei einer feierlichen Gala im Berliner Humboldt Carré.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
42

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
13

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
325

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Alles rund ums Haus
Fahrer gesucht (m/w/d)
Kleinanzeigen
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Tag der offenen Tür
Rund ums Haus
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Angebotsanzeige (April)
Dauerauftrag 2026
Feierabendmarkt Bad Neuenahr / o.B. Sponsoring
Osteraktion
Unterstützeranzeige
Stellenanzeige