Allgemeine Berichte | 25.01.2014

Regionale Auftaktveranstaltung der Gründungskonferenz zur Einrichtung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz

Eine starke Stimme für die Interessen der Pflege

(V.l.) Thomas Kratz, Fachleiter für Gesundheit und Pflege; Andrea Kuhn, Geschäftsstelle der Gründungskonferenz an der Hochschule in Ludwigshafen; Mieke Schroeder-Jächel, Mitglied der Gründungskonferenz; Sigrun Lauermann, stv. Leiterin der Rhein-Mosel-Akademie und Professor Dr. Frank Weidner, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV und Mitglied der Gründungskonferenz.

Vallendar. Im Rahmen des Campus-Tages der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) fand die Auftaktveranstaltung der Gründungskonferenz zur Errichtung einer Landespflegekammer für die Region Koblenz statt. Professor Dr. Frank Weidner, Dekan der Fakultät und Mitglied der Gründungskonferenz begrüßte dazu rund 150 Pflegekräfte und Interessierte aus der gesamten Region Koblenz. Während der Veranstaltung berichtete Professor Weidner über den aktuellen Entwicklungsstand, über mögliche Leistungen und Strukturen sowie die Möglichkeiten der Interessenswahrnehmung der zukünftigen rheinland-pfälzischen Landespflegekammer.

„Unser Herzensanliegen ist es, der Pflege zu einer starken Stimme zu verhelfen“, sagte Professor Weidner, der im vergangenen Jahr als erster männlicher Preisträger vom Deutschen Pflegerat (DPR) mit dem Deutschen Pflegepreis 2013 ausgezeichnet wurde. Anders als in anderen Berufsständen wie etwa bei Ärzten, Architekten oder Apothekern fehle es an einer institutionell organisierten Interessenswahrnehmung in der Pflegebranche. Eine Pflegekammer könne hier gezielt ansetzen, um sich aus Sicht der Pflege aktiv für einheitliche Standards in der Aus-, Fort- und Weiterbildung oder Versorgungsqualität nachhaltig einzubringen. Dazu wird zurzeit noch das Landes-Heilberufsgesetz, in dem alle Kammern der Gesundheitsberufe geregelt werden, reformiert. Das Gesetz soll noch in diesem Jahr durch den Landtag verabschiedet werden. Im Jahr 2015 sollen dann alle notwendigen Vorbereitungen getroffen werden, sodass die Pflegekammer ab 2016 arbeiten kann. „Wenn wir uns alle ranhalten, wird Rheinland-Pfalz die erste Landespflegekammer in Deutschland einrichten und diese wird dann mit rund 40.000 Mitgliedern gleich die größte des Landes sein!“, frohlockte Professor Weidner.

Gemeinsam mit Professor Weidner referierte Andrea Kuhn von der Geschäftsstelle der Gründungskonferenz an der Hochschule in Ludwigshafen. Sie erläuterte den Zuhörern den direkten Nutzen, den Pflegekräfte von einer Mitgliedschaft in der Pflegekammer zukünftig erwarten dürfen. Neben einer Rechtsberatung steht dann auch für die Berufsangehörigen eine zentrale Anlaufstelle für nahezu alle fachlichen Fragen auch im Hinblick auf ethische Aspekte zur Verfügung. Mit der Etablierung einer Landespflegekammer wird der Pflege erstmals eine einheitliche und gesetzlich legitimierte Stimme gegeben, um diese künftig in der Gesundheitspolitik zu stärken.

Mehr als 75 Prozent haben „ja“ gesagt

Im vergangenen Jahr haben mehr als 75 Prozent derjenigen Berufsangehörigen, die an der Abstimmung über die Einrichtung einer Landespflegekammer in Rheinland-Pfalz teilgenommen haben, „ja“ zur Pflegekammer gesagt. Daraufhin wurde von Gesundheits- und Sozialminister Alexander Schweitzer im Juli 2013 eine Gründungskonferenz eingesetzt. Diese ist mit rund 20 Vertreterinnen und Vertretern überwiegend aus der Pflege besetzt. Ihr sitzt Schwester M. Basina Kloos, Vorsitzende des Vorstands der Marienhaus Stiftung in Neuwied, vor. Die Gründungskonferenz hat unter anderem das Ziel, den begonnenen Dialog mit der Pflegepraxis über die Einrichtung der ersten Landespflegekammer in Deutschland fortzusetzen und zu intensivieren. Nach einer etwa halbjährigen Arbeitsphase der Gründungskonferenz seit dem vergangenen Sommer werden in den kommenden Monaten in der Region Koblenz sowie in ganz Rheinland-Pfalz in vielen Einrichtungen des Gesundheits- und Pflegewesens Informationsveranstaltungen zum Stand der Entwicklungen und zur zukünftigen Arbeit der Pflegekammer stattfinden.

Die regionale Auftaktveranstaltung fand am 22. Januar im Rahmen des in jedem Semester stattfindenden Campus-Tages der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV statt.

Die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar ist eine kirchlich und staatlich anerkannte Wissenschaftliche Hochschule (im Rang einer Universität) in freier Trägerschaft. Die Gesellschafter der PTHV gGmbH sind die Vinzenz Pallotti gGmbH und die Marienhaus Holding GmbH. Rund 50 Professoren und Dozenten forschen und lehren an der PTHV und betreuen etwa 300 Studierende beider Fakultäten. Philosophisch-Theologische

Hochschule Vallendar (PTHV)

(V.l.) Thomas Kratz, Fachleiter für Gesundheit und Pflege; Andrea Kuhn, Geschäftsstelle der Gründungskonferenz an der Hochschule in Ludwigshafen; Mieke Schroeder-Jächel, Mitglied der Gründungskonferenz; Sigrun Lauermann, stv. Leiterin der Rhein-Mosel-Akademie und Professor Dr. Frank Weidner, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV und Mitglied der Gründungskonferenz.

(V.l.) Thomas Kratz, Fachleiter für Gesundheit und Pflege; Andrea Kuhn, Geschäftsstelle der Gründungskonferenz an der Hochschule in Ludwigshafen; Mieke Schroeder-Jächel, Mitglied der Gründungskonferenz; Sigrun Lauermann, stv. Leiterin der Rhein-Mosel-Akademie und Professor Dr. Frank Weidner, Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der PTHV und Mitglied der Gründungskonferenz.

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