Vallendarer Wehrmann in Al Ain
Einsätze in der Wüste
Vallendar. Seit nunmehr 3,5 Jahre arbeite ich hier in den arabischen Emiraten als Feuerwehrmann, bilde die Einheimischen Firefighter aus und unterstütze bei Einsätzen. Am 05.06.2012 begann meine Arbeit in Al Ain, zuerst auf der Feuerwache Sanaiya ( übersetzt Industriegebiet ) und danach auf der Feuerwache Zakher, einem Wohngebiet, wo auch die Scheichfamilie zu Hause ist.
Auf der Schicht ist es unsere Aufgabe, (die Feuerwehrleute in Al Ain waren einheimische, jordanische und türkische Feuerwehrmänner) in den Deutschen Feuerwehrdienstvorschriften auszubilden und fortzubilden. Ebenfalls galt es Sie im Einsatzfall zu unterstützen und aktiv einzugreifen, wenn die Situation es erforderte. Im Projekt Al Ain war ich als Assistant Supervisor (Gruppenführer/ Fahrzeugführer) eingesetzt, was mir eine sehr große Erfahrung in Einsätzen brachte. Aber auch als Supervisor (Zugführer). Ich war sehr stolz ein Teil des Teams in Al Ain gewesen zu sein und habe dort viele einheimische Menschen als Freunde gewonnen und schätzen gelernt.
Insgesamt hatten wir in meiner Zeit dort auf 229 Schichttagen 273 Einsätze wobei ich da 167-mal unter Atemschutz war, weil es die Situation erforderte.
24 Großfeuer, wo teilweise 3,4 oder mehr Werkstätten, Häuser oder riesen Fabrikhallen den Flammen zum Opfer fielen. Der längste Einsatz, an dem ich in der Zeit teilgenommen habe, ging über 23 Std. Auch eigene Ausbildungen erlangte ich, in meinem Urlaub nahm ich erfolgreich am Gruppen und Zugführerlehrgang teil an der LFKS Koblenz.
Seit dem 01.11.2015 bin ich direkt im Emirat Abu Dhabi/Feuerwache Al Shailah als Zugführer eingesetzt und führe dort die C Schicht.
Es ist eine tolle Herausforderung, die ich angenommen habe und es macht auch hier großen Spaß zu sehen, dass die Jungs mitziehen. Anders als in Al Ain, ist diese Wache eine reine einheimische Wache. Da ich für Sie und umgekehrt neu bin, muss man sich erst mal einander gewöhnen, was hier in dem Land etwas länger dauert, da die meisten doch eher im Anfang sehr misstrauisch, nenn ich es mal…. sind. Aber auch diese Hürde wurde bereits überwunden.
So kreieren wir das Training noch bis Ende des Jahres zusammen und individuell, bevor es im Januar mit der eigentlichen Blockausbildung losgeht und die Jungs am Ende zertifiziert werden.
Einsatzmäßig ist es hier etwas ruhiger als in „der Wüste“. ;-)
Ansonsten gefällt es mir nach wie vor sehr gut hier, obwohl man ja doch ab und an (gerade an den Off Tagen) an die Heimat denkt und manchmal gerne zu Hause wäre.
Aus diesem Grund steht auch fest, dass am 31.12.2017 hier mein letzter Arbeitstag sein wird, und ich wieder zurück nach Deutschland komme.
Worüber Freundin und Familie sich freuen, damit hat auch das pendeln ein Ende.
Einen großen Dank möchte ich auch noch loswerden, an meine Familie, an die Personen, die mich zum 1. Hier besucht haben, was alles in allem bis jetzt auch schon 35 Personen waren, wobei ich hier ganz besonders Jörg und Udo Halfen, Claudia und Christian Gellert sowie Peter und Anne Hahn erwähnen möchte mit denen man sich spontan verabredete.
Einen großen Dank auch an meinen Kumpel Guido, ich glaub es gab keinen Tag, wo wir nicht skypten oder facebookten, aber auch an Helmut Zirfas, der mir hier mit Rat und Tat zur Seite steht und das von Anfang an.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.
Ich hoffe den ein oder anderen an Karneval wieder sehen zu können, denn dann bin ich mal wieder in „meinem Dörfli“.
Ganz liebe Grüße an alle Weitersburger, meine Heimatfeuerwehr dem Löschzug Vallendar und Freunde innerhalb der VG
Euer Jens
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