Weitersburger feierten zwei stimmungsvolle Hühnersitzungen für einen guten Zweck
Gellende Lacher am laufenden Band
Weitersburg. „Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein...“ - ein Zitat aus einer Rede, die der heutige Ehrenpräsident der Hühner, Franz Hübgen, vor vielen Jahren prägte und das in diesem Jahr eine besondere Bedeutung erhielt.
Die Hühner widmeten ihre Sitzungen und ihr Engagement nämlich einzig und allein ihrem erkrankten Mitglied Volker. Nicht nur mit dem Herzen, sondern auch finanziell unterstützen sie durch den Verkauf von Buttons „Wir helfen“, ihren an Leukämie erkrankten Tontechniker – der Erlös der Buttons geht zu 100 Prozent an die DKMS. So hatte der verrückte Männerhaufen vom „Kubbe“ am letzten Wochenende zu ganz besonderen Sitzungen gerufen und sowohl am Freitag, 22. Januar als auch am Sonntag, 24. Januar strömten die Besucher in den Saal der Gaststätte Klein.
Das treue Publikum weiß, dass die Hühner um ihren Sitzungspräsidenten Björn Kleinert halten, was sie versprechen, und auch in diesem Jahr jagte ein Höhepunkt den anderen. Von der ersten Minute an waren die teilweise von weit her angereisten Gäste aus dem Häuschen und in den rund viereinhalb Stunden, die beide Veranstaltungen jeweils dauerten, lief so manche Freudenträne die Wangen herunter. Nachdem die Truppe mit dem schon traditionellen „Hey, wir woll’n die Hühner sehen“ in den Saal eingezogen war und die „Weitersburger Bengelchen“ (Thorsten Stampfer, Thomas Castor, Helmut Zirfas) die Gäste musikalisch auf die Sitzungen eingestimmt hatten, begrüßte Björn Kleinert die vielen Hühnerfans auf seine eigene Art.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Ob das auf die Rheininsel Niederwerth verlegte Dschungelcamp (Jacky Schmidt, Eric Wimmershoff, Anderas Geisler und Efrem Abera), die Kubaner Harmonisten (Dietmar Kleinert, Lothar Becher, Gerd Wiesbrock und Eddo Hoffmann), eine Filzlaus (Markus Hollerbach), ein „Sich-Gedanken-Macher“ (Norbert Lahnstein) oder „Der Alte“ (Dietmar Kleinert) – geschickt pointierte Vorträge, tolle Parodien und krachende Witze produzierten Lacher am laufenden Band. Die Bengelchen spielten dann vor der Pause den Saal im wahrsten Sinne des Wortes leer, denn nach diesem Auftritt mussten die Sitzungsbesucher im Freien Luft und Energie für die zweite Hälfte sammeln.
Ein Silberhochzeiter (Arno Krupp), die Sing-Sang-Wutz (Alfred Urwer) und die Doof Nuss (Jürgen Mohr) führten das Erfolgsrezept der ersten Hälfte dann nahtlos weiter und ließen dem Publikum keine Atempause. Bei der Mädchensitzung konnte man sich zusätzlich über den Besuch von „Drei Damen“ freuen (Jogi Vohs, Andre Bomm und Alfred Urwer), ehe die Bengelchen zum großen Finale riefen. Unglaubliche Stimmung und nicht nur das neue Lied von Andreas Gabalier „Hulapalu“, sondern auch der ein oder andere Rock-Kracher brachten den Saal bei beiden Veranstaltungen zum Kochen. Viel zu schnell waren die Stunden vergangen, da marschierten die Hühner schon wieder von der Bühne ab und gingen gemeinsam mit dem Publikum in die dritte Halbzeit über. Dass nie Langeweile aufkam, ist nicht allein ein Verdienst der aktiven Hühner. Auch der sehr gute Sitzungs-Musiker Bernd Bott, einziger Profi des Abends, die vielen Helfer vor und hinter der Bühne haben ihren Anteil am Erfolg dieser Sitzungen.
Die „Hühner“ bedanken sich bei den Technikverantwortlichen Arnold Hahn und Jürgen Reichert, bei Peter Urwer, Frank und Hermann Beyer, Konrad Weber, Guido Thon, Peter Berres und Heinz-Gerd Wolf, der Jahr für Jahr für das fantastische Bühnenbild mitverantwortlich zeichnet. Ein ganz besonderer Dank gilt der Familie Klein und dem treuen Publikum. Viele Gäste haben keine der Sitzungen verpasst und die Hühner freuen sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.
Kubaner Harmonisten (v.l.): Gerd Wiesbrock, Eddo Hoffmann, Lothar Becher und Dietmar Kleinert.
Die Weitersburger Bengelchen (v.l.): Thomas Castor, Thorsten Stamper, Helmut Zirfas.
Ausgelassene Stimmung herrschte bei den närrischen Besuchern.
