Allgemeine Berichte | 26.01.2016

Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar

Gemeindeschwester plus - deutschlandweit einmalig

Ministerpräsidentin und Gesundheitsministerin zu Gast in Vallendar

Dekan Hermann Brandenburg begrüßt die Ministerpräsidentin.

Vallendar. Das Projekt ist deutschlandweit einmalig. Im letzten Jahr initiierte die Landesregierung Rheinland-Pfalz das Modellprojekt Gemeindeschwester plus und sieht sich damit als Vorreiter für Innovationen. Wissenschaftlich begleitet wird die Initiative durch Prof. Dr. Frank Weidner, Professor für Pflegewissenschaft an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) und Direktor des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) in Vallendar und Köln.

Nun kam Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler in die PTHV zum Meinungsaustausch mit den Schulungsteilnehmerinnen und den Professoren. Die Gemeindeschwestern plus sind ausgebildete Fachkräfte, die in der Modellphase in ausgewählten Gemeinden beschäftigt sind. Ihre Aufgabe ist es, alten Menschen über achtzig Jahren beratend zur Seite zu stehen, notwendige Dinge anzuregen oder in die Wege zu leiten. Dabei arbeiten sie in Zusammenarbeit mit eventuell notwendigen Pflegekräften. Ziel ist, dass die älteren Mitbürger so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung wohnen bleiben können und ihre Selbstständigkeit erhalten bleibt. „Wir wissen, dass viele ältere Menschen, die noch nicht pflegebedürftig sind, in ihrer Gemeinde jemanden wünschen, der sich, wie damals die ’Gemeindeschwester‘ um die älteren Menschen kümmert. Ihre Arbeit als Gemeindeschwester plus knüpft also genau an diese positiven Erfahrungen der älteren Menschen an. Mit ihrer Unterstützung, liebe Gemeindeschwestern plus, greifen wir die Wünsche vieler älterer Menschen in Rheinland-Pfalz auf, die sich mehr Beratung und Kümmern im Vorfeld der Pflege wünschen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrer Ansprache.

Der Dekan der pflegewissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Hermann Brandenburg, stellte in seiner Begrüßung fest, dass die PTHV Stolz darauf sei, die Schulungen der 17 Gemeindeschwestern plus des Landes Rheinland-Pfalz durchführen zu können. Im Jahr finden sieben mehrtägige Schulungsblöcke an der PTHV statt. Damit qualifiziert man die Fachkräfte zusätzliche und bereitet sie auf die innovative Arbeit vor. Insgesamt dauert das Projekt mehr als drei Jahre und wird zu 100 Prozent vom Land RLP finanziert. Mit Respekt und Anerkennung sehe Prof. Brandenburg auf die wichtigen Projekte in Bezug auf Pflege, die im Land zustande gekommen sind; dabei erwähnte er insbesondere die Einrichtung einer Pflegekammer im Land, das sei deutschlandweit einmalig und hat somit eine Vorreiterstellung, so Prof. Brandenburg.

Im anschließenden Meinungsaustausch und anregendem Gespräch wollte Ministerpräsidentin Dreyer und Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler wissen, welche Erfahrungen die Gemeindeschwestern plus bisher in der Praxis machten und wo ihnen sozusagen der Schuh drückt. Das sind natürlich Informationen aus erster Hand an die erste Adresse gerichtet und von dieser Möglichkeit profitieren alle Seiten - die Politik, die Fachkräfte und vor allen Dingen diejenigen, für die das Engagement gedacht ist, nämlich die betagten Menschen.

Dekan Hermann Brandenburg begrüßt die Ministerpräsidentin.
Malu Dreyer bei ihrer Ansprache.

Malu Dreyer bei ihrer Ansprache.

Dekan Hermann Brandenburg begrüßt die Ministerpräsidentin.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Michael Kroeger: Bestätigung Wahlergebnis am 13.4.2026. Mark Geimer wird Stadtbürgermeister. Unterschrift Nutzungsvertrag Windkraft am 17.4.2026 durch den 1. Beigeordneten Werner Lahme. Die Vereidigung Mark Geimer als...
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
Imageanzeige Werbeplan 2026
Kirmes Polch 2026
Handwerker im Außendienst
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Kirmes in Löhndorf
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen Heimersheim
Maibaumstellen in Heimersheim
Empfohlene Artikel
Bereits jetzt freut sich Landrat Marko Boos, den MYK-Pokal zum ersten Mal an eine Gemeinde oder Stadt im Landkreis Mayen-Koblenz überreichen zu können. Wie der neue Preis genau aussieht, bleibt bis zur Verleihung allerdings noch ein gut gehütetes Geheimnis. Foto: Foto: Kreisverwaltung MYK/teilweise KI-generiert
37

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz setzt ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement: Erstmals wird im Jahr 2026 der MYK-Pokal verliehen. Mit dieser neuen Auszeichnung sollen Ortsgemeinden und Städte gewürdigt werden, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl einsetzen und mit ihren Projekten eine nachhaltige Wirkung über die eigene Kommune hinaus entfalten.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Helfermannschaft mit dem neuen Spielhaus auf dem Hof der KiTa Immendorf. Foto: SCH
106

Verein Abenteuer Helfen e.V. erledigte einige Renovierungsarbeiten im Kindergarten St. Christophorus Immendorf und baute für die Kinder eine neue Spielhütte auf

Freizeit ist Helferzeit

Koblenz-Immendorf. Der Verein Abenteuer Helfen e.V. hat sich zur Aufgabe gestellt, mit kleinen und großen Aktionen zum Beispiel Kindertagesstätten, Jugendzentren, Tierheimen und Gnadenbrothöfen praktische Hilfe zu leisten. Hierbei ist das Ziel, organisatorische und handwerkliche Probleme für soziale Einrichtungen zu lösen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
70

Nach mehreren Fällen von getöteten, verletzten oder verschwundenen Tieren liefert DNA-Untersuchung Klarheit

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied: Mehrere Wolfsangriffe bestätigt

Kreis Altenkirchen/Kreis Neuwied. Am Mittwoch, dem 18.03.26 wurden im Rahmen eines Schadensfalls mit 3 toten, 2 verletzten und 1 verschwundenen Schafen aus dem Gemeindegebiet Mammelzen, Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld (Kreis Altenkirchen) DNA-Abstriche genommen und an das Senckenberg Institut zur Analyse überstellt. Bei der Untersuchung der Proben wurde als Ergebnis „Wolf“ mit dem Haplotyp HW01 - daher zugehörig zur Mitteleuropäischen Flachlandpopulation - nachgewiesen.

Weiterlesen

Das Feuer in einer Kleingartenanlage konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht werden. Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter
32

Rauchsäule wies den Feuerwehrleuten den Weg zum Einsatzort

17.04.: Feuer in Kleingartenanlage: Hütte stand in Vollbrand

Königswinter. Eine Rauchsäule wies den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter am Freitagabend den Weg zu einer brennenden Gartenhütte in Oberdollendorf. Das Feuer in einer Kleingartenanlage am Reihbäumer Weg konnte von den Wehrleuten schnell gelöscht und eine Ausdehnung auf Vegetation und andere Hütten in der Umgebung verhindert werden.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
online Anzeige Konekt Wirges
Werksverkauf Anhausen
Genusstage 17./18.04.
Dachdecker (m/w/d)
Floristik Meyer
Praxis an neuem Standort
Löhndorfer Kirmes
Kirmes Löhndorf
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Titelanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0240#