Handballverein Vallendar
HV gelingt Befreiungsschlag
32:29-Sieg gegen VTZ Saarpfalz
Vallendar. Sechs Niederlagen in Folge war die zuletzt ernüchternde Bilanz der Vallendarer Handballer, doch diese Negativserie fand am Wochenende endlich ein jähes Ende. Zu Gast war am Samstagabend die VTZ Saarpfalz aus der pfälzischen Stadt Zweibrücken. Die Gäste waren mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, zählten in der jüngsten Vergangenheit immer zur Spitzengruppe der Liga. In dieser Saison zeigte die Mannschaft von Trainer Mirko Schwarz allerdings ein eher wechselhaftes Gesicht und das trotz eines extrem starken Kaders. In Vallendar musste der Gast allerdings auf einige verletzte Leistungsträger verzichten, darunter der ehemalige Vallendarer Tobias Stauch. Vallendar hatte sich vor der Partie einiges vorgenommen, die ungerechte Niederlage in Nieder-Olm lag dem Team um Wolfgang Reckenthäler noch die ganze Woche schwer im Magen. So ging man in das Spiel gegen die favorisierten Saarpfälzer mit einer trotzigen „jetzt erst recht“-Einstellung. Taktisch wollte man die große Abwehr der Gäste in Bewegung bringen und das Spiel breit anlegen. Man erkannte einige Schwächen in der Schnelligkeit der VTZ und wollte sich keinesfalls auf ein Rückraumduell einlassen, nur über Tempo konnte man in dieser Begegnung siegreich sein.
Das Spiel
Hinein ins Geschehen: Die Anfangsphase verlief zunächst ausgeglichen, der HVV ging beim 2:1 in Führung, welche die letzte bis zur Schlussphase sein sollte. Von da an gab die VTZ Saarpfalz den Ton an, ging mit 3:5 in Front und hielt den Vorsprung konstant. Die Vallendarer Löwen zeigten Herz und hielten den Anschluss. Die Hausherren kamen immer wieder über Stefan Baldus und Oliver Lohner, der im Angriff ein starkes Spiel zeigte, zu Torerfolgen. In der Abwehr bekamen die Löwen oftmals keinen Zugriff zum starken Rückraum der Gäste, welche immer wieder über Neuzugang Alexey Wetz und den lettischen Nationalspieler Raimonds Trifanovs zu sehenswerten Treffern kamen. Wieder hielt der HVV dagegen, der eingewechselte Mike Schäfer traf gleich doppelt für den Gastgeber. So hielten die Löwen Anschluss und bis zur Halbzeit betrug der Rückstand beim 15:16 nur noch ein Tor. In der Kabine zeigte sich Reckenthäler angetan von der Angriffsleistung und lobte die Spielgeschwindigkeit. Kritik äußerte er an der Chancenauswertung und forderte eine konsequentere und offensivere Abwehrarbeit.
Für den zweiten Durchgang nahm man sich vor das Tempo nochmals zu verschärfen, denn durch den dezimierten Kader hoffe man auf nachlassende Kräfte bei den Pfälzern. Doch es waren zunächst die Gäste, welche den besseren Start in die zweite Halbzeit fanden und sich schnell auf 17:20 absetzten. Der HVV agierte zu hektisch und handelte sich schließlich eine Zeitstrafe wegen Meckerns ein. Doch die Unterzahl machte den Löwen an diesem Abend wenig aus und sie kamen wieder heran. Beim 21:21 gelang endlich der viel umjubelte Ausgleich, die Partie schien zu kippen. Die Kräfte der VTZ schienen zu schwinden und schließlich ging Vallendar mit 23:22 in Führung, da waren noch 15 Minuten zu absolvieren. Nun schien der Knoten geplatzt, der HVV spielte mutig und setzte sich weiter ab. Eine Auszeit der Gäste und eine offene Deckung halfen nun auch nichts mehr, Vallendars starker Keeper Simon Stein hielt noch zwei Bälle aus dem Rückraum, womit die Partie entschieden war. Ruhig und kontrolliert brachte Vallendar den Vorsprung ins Ziel und feierte einen hart erkämpften aber absolut verdienten 32:29-Sieg.
Vorschau
Mit diesem Punktgewinn konnten die Löwen den Abstiegsplatz verlassen und macht Hoffnung auf die kommenden Aufgaben. Bereits am kommenden Samstag, 12. Dezember um 18 Uhr steht erneut ein Heimspiel auf dem Programm, zu Gast ist die TuS KL-Dansenberg. Die Pfälzer stehen auf dem vierten Tabellenplatz und konnten am vergangenen Wochenende den TV Nieder-Olm mit 42:24 deutlich besiegen. Dies wird keine leichte Aufgabe für die jungen Vallendarer, doch mit dem Elan der letzten beiden Wochen kann man auch in diesem Spiel auf eine Überraschung hoffen, bis dahin wird eventuell auch wieder Lucas Gerdon auflaufen können.
Es spielten für den HVV: Burgard und S. Stein (beide im Tor); Baldus, Lohner, Busse, Woods, Hertz, Meder, D. Stein, Schäfer, Graulich, Müller, Schleier.
