Pilgerzentrale Schönstatt
„Ich bin nicht allein“
Sehnsucht, Traum oder Wirklichkeit - Lebenshilfe durch Seminar für Frauen nach Trennung oder Scheidung
Vallendar. Nach der Trennung oder Scheidung - eine Situation, in der die Einsamkeit groß und bedrückend werden kann. Die Teilnehmerinnen, die Mitte Februar in der Bildungsstätte Marienland zusammenkamen, tauschten sich darüber aus, was sie dem Gefühl des Alleinseins entgegen setzen können.
Die Frage, welche Situationen des Alleinseins es im eigenen Leben gibt und was jede Einzelne dagegen tun kann, beschäftigte die Seminarteilnehmerinnen nicht nur an diesem Wochenende. Schmerzliche Phasen des Alleinseins sind bei Frauen, deren Kinder nicht mehr zuhause wohnen, Alltag. „Allein bin ich trotzdem nicht“, so die überzeugten Aussagen einiger Teilnehmerinnen. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich begleitet werde.“ Sie erzählten von Alltagssituationen, in denen sie Hilfe und Begleitung durch Menschen erfahren haben und wie sie langsam hineingewachsen sind in das Verständnis dafür, dass jemand mit ihnen geht. „Gott ist spürbar“, sagt Luise Wolking. Seit Jahren leitet sie den Kreis der Frauen nach Trennung oder Scheidung zusammen mit weiteren Frauen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und mit einer Marienschwester.
Allein und trotzdem von der Liebe Gottes umgeben
Die Gewissheit der kleinen Glücksmomente im Alltag als Gabe Gottes zu entdecken, das ist durch die Veranstaltungen bereits einigen Frauen zur großen Lebenshilfe geworden. Sie geben Zeugnis davon, wie die Brüche des Lebens als Einbruchstellen der Liebe Gottes zu sehen sind. Das ist ein begehbarer Weg aus dem Negativkarussel. In der meditativen Wanderung am Nachmittag ging es darum, wie jede in eine solche Erfahrung hineinfinden kann. Das eigene Leben im Licht der Gegenwart und Führung Gottes zu sehen, macht innerlich frei. „Mir hat dieses meditative Gehen in der schönen Landschaft viele vergessene Glücksaugenblicke wach gemacht“, so D.L. „Dass Gott in Menschen auf mich zukommt, in Ereignissen, in Freude und Leid, das gibt Sicherheit. Ich habe Gott für mich entdeckt.“ Stille und Meditation, die Impulse und das frohe Miteinander waren an diesem Wochenende für die Teilnehmerinnen ein Erlebnis besonderer Art. Die Frauen waren sich einig: „Wir kommen wieder. Es ist nicht bequem, an sich selbst zu arbeiten. Doch das lohnt sich.“ Die nächste Tagesveranstaltung ist im Pilgerhaus Schönstatt, Vallendar, am 22. März zu dem Thema „Mich selbst neu entdecken“. Frauen nach Trennung oder Scheidung sind eingeladen. Weitere Informationen und Anmeldungen bitte an Schw. M. Anne-Meike Brück, Am Marienberg 1, Vallendar, Tel. (02 61) 96 264 0, E-Mail: kontakt@schoenstatt-info.de oder Luise Wolking, Tel. (0 44 42) 70 69 99, E-Mail: luise.wolking@ewetel.net. Weitere Informationen unter www.nach-trennung-scheidung.de; www.wallfahrt-schoenstatt.de.
Frühlingshafte Temperaturen - auch das war ein Zeichen des Himmels.
Es wurde viel gelacht.
Miteinander im Gespräch.
