Verleihung der Ehrenbürgerschaft durch die Gemeinde Urbar
Karl Josef Kohl hat sich um das Wohl der Bürger verdient gemacht
Urbar. Es war ein schöner Tag in Urbar am Bürgerhaus in vieler Hinsicht. Die Sonne strahlte, der Schnee glitzerte und mitten drin stand Karl Josef Kohl und auch er hatte sein allseits bekanntes Lächeln auf den Lippen und dies zu Recht. Es war sein Ehrentag, denn er bekam in Anwesenheit vieler Prominenter aus Politik und Wirtschaft, seiner Familie, Bekannten und Freunden die Ehrenbürgerschaft verliehen.
„In Würdigung der besonderen und herausragenden Verdienste für die Ortsgemeinde Urbar wird in dankbarer Anerkennung Herrn Karl-Josef Kohl die Ehrenbürgerwürde der Ortsgemeinde Urbar verliehen“, so steht es auf seiner Urkunde geschrieben. Hierauf dürfen er und die Gemeinde stolz sein, denn in der Laudatio des jetzigen Ortsbürgermeisters Kurt Nebgen wurden viele Stationen und noch mehr nachhaltig wirkende Leistungen aufgezählt, doch war diese kleine Auflistung längst nicht alles, denn Kohl hatte noch viele Dinge mehr bewirkt, die man hätte an diesem Vormittag nicht alle aufzählen können. So waren hier nur einige angerissen, ob es 14 Jahre im Dienst der Jugend und des Sports als Jugendleiter, Fußballtrainer und Mitglied des Sportausschusses war, die 48 Jahre herausragendes Engagement in der Kommunalpolitik, 13 Jahre zupackendes Wirken als Bürgermeister oder die 60 Jahre Fleiß und berufliche Innovation. Karl Josef Kohl ist ein Mann, der immer wusste, was er wollte, der immer anpackte, wo er gebraucht wurde und der niemals müde wurde. Seit über 50 Jahren stets an seiner Seite und einen Rückhalt bot ihm seine Frau Gisela, die an diesem Ehrentag auch mit Lob, Dank und vielen Blumen bedacht wurde. Verbandsbürgermeister Fred Pretz hatte Grüße des Landrats Alexander Saftig und vieler anderer im Gepäck: „Bei Karl Josef Kohl kam zuerst immer die Frage - wie und wo kann ich helfen und wo kann ich mich einsetzen und das wollen wir gerne für viele Jahrzehnte nachhaltig zu Gute halten und dich in guter Erinnerung behalten, als immer aufrichtigen, ehrlichen, als guten Politiker, der es verstanden hat, sein Herzblut mitzunehmen, der es verstanden hat weit über die Fraktionsinteressen hinaus für die Menschen Politik zu machen.“ So hätten nicht nur Fred Pretz, sondern auch viele weitere Menschen in der Region über Karl Josef Kohl noch viel zu berichten gehabt, denn so groß war sein Engagement und seine Menschlichkeit gewesen. Und bei all seiner Arbeit hat Kohl immer seinen Frohsinn bewiesen und dies in seiner Mimik ausgestrahlt. Am 16. April 1937 wurde Karl Josef Kohl in eine schwierige Zeit hineingeboren - die Vorkriegszeit. Eingeschult wird er 1943 in Urbar, den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb übernimmt er bereits mit 17 Jahren, nachdem der Vater 1945 im letzten Kriegsjahr gefallen ist. Parallel zur Betriebsleitung besucht er fünf Semester lang die landwirtschaftliche Fachschule und erhält außerdem noch hohe Auszeichnungen für seine Zuchterfolge bei Rindern. 1978 wagt er die Umstellung auf biologischen Landbau als einer der ersten in Rheinland-Pfalz und gründete einen Bioladen, der inzwischen eine Verkaufsfläche von 230qm vorweisen kann. In 13 Jahren - entgegen dem allgemeinen Trend - wird sehr zügig die Infrastruktur Urbars, trotz knapper Kassen durch sein Zutun erneuert. Von 2020 bis 2010 sind dies das Aulenbergstadion, das Bürgerhaus, die Sporthalle, der Kindergarten, die Grundschule, der Bauhof und zahlreiche Straßensanierungen. Dabei ist sich Karl Josef Kohl nicht zu schade, selbst Hand anzulegen und somit der Gemeinde manche Ausgabe zu ersparen. „Wenn es auch manchmal stressig war - ich würde es immer wieder gerne machen, es hat mir soviel Spaß gemacht“, so Kohl in seiner Dankesrede. „Ich habe mich mit vollem Herzen eingebracht, ich habe das mit Begeisterung gemacht - für mich war es wie ein Hobby, ich habe für die Gemeinde gemacht, was ich konnte, besonders die Arbeit mit der Jugend hat mir viel Freude gebracht“, sprach er weiter. Also ein Mann, der diese Auszeichnung wohl in vollem Umfang so verdient hat - Urbar darf sich glücklich schätzen und hat einen Ehrenbürger par excellence in ihrer Gemeinde. US
Ein Erinnerungsfoto, bevor es zum gemütlichen Beisammensein ging. Ortsbürgermeister Kurt Nebgen, Gisela Kohl - Gattin von Ehrenbürger Karl Josef Kohl und Verbandsbürgermeister Fred Pretz. (v.l.)
Ortsbürgermeister Kurt Nebgen sprach die Laudatio und überreichte die Ehrenbürgerurkunde an Karl Josef Kohl.
