Fotoausstellung in der Pallottikirche
„Mensch Macht Milch“
Eröffnung am 30. März
Vallendar. Die aktuelle Debatte um die Reform der europäischen Agrarpolitik läuft. Welche Folgen die Landwirtschaftspolitik haben kann, zeigt am Beispiel Milch die Fotoausstellung „Mensch Macht Milch - EU Agrarpolitik und bäuerliche Landwirtschaft in Nord und Süd. Auswirkungen und Perspektiven“. Die Ausstellung wird vom 30. März bis 12. April in der Pallottikirche an Haus Wasserburg gezeigt. Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und Germanwatch sind Herausgeber der Fotoausstellung, mit Unterstützung von Brot für die Welt, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), das European Milk Board (EMB) und MISEREOR. In der Ausstellung dokumentiert der Hamburger Fotograf Fred Dott den Alltag und die Arbeit von Milchbäuerinnen und -bauern in Deutschland, Frankreich, Holland und in Burkina Faso. Die Bäuerinnen und Bauern sind das Rückgrat der Ernährung der Bevölkerungen - auch und gerade in den Ländern des Südens. Mit ’Mensch Macht Milch‘ setzen sich die Herausgeber und Unterstützer der Ausstellung für eine andere, eine nachhaltige und global verantwortliche Landwirtschaft ein. Ausführlich werden zudem am Beispiel Kamerun die Auswirkungen der EU-Milchpolitik auf die einheimischen Milchbauern und -bäuerin aufgezeigt. Auf ergänzenden Tafeln wird der Frage nach Märkten und Macht kurz und anschaulich nachgegangen. Die Agrarpolitik muss dringend umsteuern. Weg von einer zerstörerischen Überproduktion mit ihren Dumpingeffekten hin zu einer klima- und entwicklungsfreundlichen Agrarpolitik. Das gilt auch für die bäuerlichen Betriebe in Deutschland und EU-weit. Für sie muss ein agrarpolitischer Rahmen geschaffen werden, der den Bäuerinnen und Bauern ein auskömmliches Einkommen ermöglicht und die umweltgerechte und soziale Landwirtschaft stärkt. Über diese Zusammenhänge können sich die Ausstellerbesucher im beiliegenden Infoflyer informieren. Mit ’Mensch Macht Milch‘ wird den Menschen, die Lebensmittel erzeugen, ein Gesicht gegeben und deren Bedrohung durch die europäische Agrarpolitik deutlich gemacht.. Sarah Wiener, Fernsehköchin und Gastronomin, hat die Schirmherrschaft für die Ausstellung übernommen. Eröffnet wird die Ausstellung wird am 30. März um 13.30 Uhr in der Pallottikirche an Haus Wasserburg, Vallendar. Zwei Statements beleuchten das Thema sowohl aus regionaler als auch aus globaler Sicht: Jutta Kröll, Milchbäuerin und Vorsitzende des AbL Landesverband Rheinland-Pfalz e.V./Saarland spricht „Vom Bemühen, trotz wirtschaftlichen Drucks als Milchviehhalter Ideale umzusetzen“. Klemens van de Sand, Vorstand bei Germanwatch e.V. und Autor der neuen Trendanalyse zur globalen Ernährungssicherung referiert zum Thema „Globale Landwirtschaftswende braucht kritische Verbraucher“. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von der Politsatireband „Fortschrott“. Während des Ausstellungszeitraumes gibt es ein Begleitprogramm, u.a. mit Führungen für Schulklassen und andere Gruppen, sowie einer Hofbesichtigung auf einem ökologisch betriebenen Milchviehhof. Veranstalter der Ausstellung und des Begleitprogrammes sind Haus Wasserburg und Germanwatch e.V. in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V./ Saarland, dem Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Landesverbände Rheinland-Pfalz und Saarland und der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Koblenz, dem Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) der Ev. Kirche im Rheinland, der BUND Kreisgruppe Koblenz, dem Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar, der Katholischen Landjugendbewegung Diözesanverband Trier.
Milchbauer in Burkina Faso.
Milchbäuerin in Nordrhein-Westfalen. Fotos: F. Dott
